Siegener Straßenbeleuchtung wird auf effiziente LED umgestellt


Langsam schwenkt der Hubsteiger auf der Kolpingstraße am Giersberg hoch zu einer Mastleuchte auf Höhe der Baumkronen: Mit wenigen Handgriffen entfernt der Mitarbeiter auf der Arbeitsbühne die alte Leuchte, bereitet den Anschluss für die neue LED-Leuchte vor und bringt diese zum Strahlen.

Die Umrüstung der Straßenleuchten im Siegener Stadtgebiet ist im vollen Gange.

Bei einem Pressetermin stellten Bürgermeister Tristan Vitt, Stadtbaurat Henrik Schumann und die Projektverantwortlichen der Straßen- und Verkehrsabteilung jetzt (Freitag, 4. September 2026) das Projekt: "Siegen zu neuem Licht - Modernisierung der Straßenbeleuchtung" vor: Wie in der Kolpingstraße werden in den nächsten Monaten mehr als 10.300 Straßenleuchten auf moderne LED-Technik umgerüstet.

"Dieses Projekt leistet einen erheblichen Beitrag zur Modernisierung der Infrastruktur und zum Klimaschutz in unserer Stadt", begrüßte Bürgermeister Tristan Vitt die politischen Vertreterinnen und Vertreter, Stadtbaurat Henrik Schumann sowie die Vertreter der beteiligten Fachfirmen. Vitt weiter: "Hier wird ein Projekt umgesetzt, bei dem es praktisch keine negativen Seiten gibt. Selbst die getätigten Investitionen werden sich, abhängig von der Entwicklung der Strompreise, innerhalb weniger Jahre durch die Stromeinsparung amortisieren. Allein im ersten Bauabschnitt erwarten wir eine durchschnittliche Stromeinsparung von etwa 678.000 Kilowattstunden pro Jahr."

In Siegen gibt es insgesamt etwa 13.000 Straßenleuchten, von denen viele veraltet und zum Teil über 50 Jahre alt sind. Seit Anfang August laufen die Arbeiten am ersten Bauabschnitt, bei dem rund 4.700 Leuchten modernisiert werden. Die Umrüstung des ersten Bauabschnitts umfasst zahlreiche Ortsteile, unter anderem Weidenau, Geisweid, Sohlbach, Birlenbach, Langenholdinghausen, Obersetzen, Seelbach, Gosenbach, Oberschelden, Eisern und Teilen von Eiserfeld. Die Arbeiten am ersten Bauabschnitt sind voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen.

Insgesamt investiert die Stadt Siegen für den ersten Bauabschnitt circa 1,86 Millionen Euro und damit deutlich weniger als die zunächst erwarteten 3,17 Millionen Euro. Die Kosten werden im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch den Bund mit rund 450.000 Euro bezuschusst. Im zweiten Bauabschnitt werden anschließend 5.618 weitere Leuchten im restlichen Stadtgebiet modernisiert. Die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt beginnen, sobald der erste Abschnitt abgeschlossen ist. Die Kosten belaufen sich hier auf voraussichtlich 3,66 Millionen Euro, für die ebenfalls Fördermittel genehmigt wurden.

Die Kosten für die getätigten Investitionen werden durch den geringen Energieverbrauch der neuen LED-Leuchten und den daraus resultierenden sinkenden Betriebskosten, innerhalb weniger Jahre wieder eingefahren. Dazu erklärte Stadtbaurat Henrik Schumann: "Allein im ersten Bauabschnitt erwarten wir eine durchschnittliche Stromeinsparung bis zu 80 Prozent. Über einen Zeitraum von 20 Jahren können dadurch mindestens 5.910 Tonnen CO₂ eingespart werden." Des Weiteren wird zusätzlich Strom gespart, indem man die Beleuchtung zwischen 22 Uhr und 6 Uhr auf 42 Prozent absenkt.

Gezieltere Ausleuchtung

Die Reihenfolge der Umrüstung ist dabei besonders wirtschaftlich und nachhaltig gestaltet: Leuchten, die erst kürzlich gewartet wurden, bleiben zunächst in Betrieb und werden später modernisiert. Vor den nun anstehenden Arbeiten wurden in den letzten Jahren bereits rund 2.000 Leuchten auf LED umgerüstet.

Neben den positiven Effekten auf den Energieverbrauch, ermöglicht die neue Technik auch eine gezieltere Ausleuchtung verkehrsrelevanter Bereiche. Dabei wird auch weniger Licht unnötig in 3 die Umgebung abgegeben, was die Lichtverschmutzung reduziert und damit auch der Tier- und Pflanzenwelt zugutekommt.


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