Städtebaulicher Masterplan Innenentwicklung Siegen

+++ Die vorliegenden Ergebnisse des Masterplans stellen eine Entwurfsfassung dar, deren Gültigkeit unter dem Vorbehalt des Ratsbeschlusses am 25. März steht. +++

In Siegen ist die Nachfrage nach Grundstücken groß - ob für private Bauprojekte, öffentliche Vorhaben oder innovative Ideen. Die Stadt Siegen nutzt diese Dynamik, um gezielt Impulse zu setzen und das Leitbild "Innenentwicklung vor Außenentwicklung" mit Leben zu füllen.

Warum?

Wir wollen Siegen lebenswert und zukunftsfähig gestalten - durch kluges Bauen im Bestand und durch klare städtebauliche und gestalterische Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Bauvorhaben.

Unser Weg: Der städtebauliche Masterplan Innenentwicklung

Dieser Plan bündelt die Potenziale für Nachverdichtung im Stadtgebiet und zeigt auf, wie wir Siegen gemeinsam, intelligent und nachhaltig weiterentwickeln können. Ziel ist eine gesamtstädtische Strategie, die Wohnraum schafft, Lebensqualität sichert und die Identität unserer Stadt bewahrt.

Der Masterplan besteht aus drei Teilbereichen: Dem Potenzialatlas, dem Baukasten Innenentwicklung und den städtebaulichen Planungsprinzipien.

Teilbereiche des Masterplans

Für den Masterplan Innenentwicklung wurde eine Übersicht erstellt, die zeigt, wo in Siegen noch Platz für neue Bebauung oder Nachverdichtung ist - also wo die Stadt nach innen wachsen kann, anstatt neue Flächen zu verbrauchen.

Insgesamt gibt es in Siegen etwa 173 Hektar solche Potenzialflächen. Diese setzen sich zusammen aus:

  • Baulücken
  • untergenutzten Grundstücken
  • Flächen in der zweiten Baureihe
  • Konversionsflächen (beispielsweise ehemalige Industrie- oder Militärflächen)
  • Nachverdichtung in Geschosswohnsiedlungen
  • Aufstockung von Gebäuden

Die meisten Potenziale liegen in Gebieten mit Ein- und Zweifamilienhäusern, vor allem aufgrund von Baulücken. In Gebieten mit Mehrfamilienhäusern und Geschosswohnsiedlungen bestehen Potenziale insbesondere durch Aufstockungen. Auch gemischte Gebiete (beispielsweise mit Wohn- und Gewerbeflächen) bieten, vor allem durch die Umnutzung von Konversionsflächen, Platz zur Nachverdichtung.

Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten zur Innenentwicklung. Welche Art sinnvoll ist, hängt aber in erster Linie von der Umgebung bzw. dem einzelnen Gebäude ab. Einen Überblick der verschiedenen Nachverdichtungsmöglichkeiten bietet die nachfolgende Abbildung:

Bei der Planung wurden 12 besonders wichtige Bereiche für die Entwicklung unserer Stadt herausgearbeitet. Diese Flächen sind nicht nur zentral gelegen, sondern haben auch großes Potenzial: Durch ihre Gestaltung können sie das Umfeld aufwerten und das Gesicht unserer Stadt positiv prägen. 

Der Masterplan legt Anforderungen fest, die bei der Umsetzung von Bauvorhaben beachtet werden sollen. Diese Regeln helfen, eine Innenentwicklung mit hohem Qualitätsanspruch durchzuführen.

Die Prinzipien sind speziell auf Siegen zugeschnitten und berücksichtigen die besondere Identität der Stadt. Da Siegen durch Kriegszerstörungen, eine Entwicklung mit mehreren Stadt-/Dorfzentren sowie Industrie und Gewerbe geprägt ist, sollen die Regeln dazu beitragen, ein einheitliches Stadtbild zu schaffen. Sie bieten Orientierung für punktuelle Maßnahmen und ermöglichen es, neue Projekte sinnvoll in das bestehende Stadtbild einzufügen. Gleichzeitig lassen sie Raum für bewusste Abweichungen, um besondere Akzente zu setzen.

Die Kriterien gelten vor allem für zentrale und urbane Bereiche, sollen aber auch in weniger dicht besiedelten Gebieten angewendet werden. Manchmal ist es sinnvoll, ganze Straßenzüge oder Stadtteile gemeinsam zu betrachten. Später können zusätzliche Prinzipien, etwa zu Architektur oder Technik, ergänzt werden.

Kontakt

Stadt Siegen
Arbeitsgruppe Stadtentwicklung
Rathaus Geisweid
Lindenplatz 7
57078 Siegen

Telefon: 0271 404-2519
E-Mail: stadtentwicklung@​siegen.de

Ansprechpersonen

Für die Schlüsselberichte:

Frau Krippendorf
Leiterin Abteilung Stadtentwicklung, Stadtplanung und Liegenschaften

Für den Bericht:

Herr Daschke
Leiter Arbeitsgruppe Stadtentwicklung


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