Die großen Feierlichkeiten zum 450. Geburtstag von Peter Paul Rubens im kommenden Jahr werfen ihre Schatten voraus: Die Universitätsstadt Siegen ruft Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Schulen, Initiativen sowie Künstlerinnen und Künstler dazu auf, eigene Ideen und Projekte für das Rubensjahr 2027 einzureichen. Dabei zählt nicht die perfekte Ausarbeitung, sondern eine gute Idee, Kreativität und vor allem ein erkennbarer Bezug zu Peter Paul Rubens. "Das Rubensjahr gehört der ganzen Stadt", sagt Adrian Viteritti, Stadtrat und Kulturdezernent. "Wir möchten die Siegenerinnen und Siegener einladen, kreativ zu werden und sich mit ihren eigenen Ideen einzubringen."
Der Fantasie sind dabei bewusst nur wenige Grenzen gesetzt. Denkbar sind beispielsweise Ausstellungen, Street-Art-Projekte, Installationen, Lichtkunst, Fotografie oder digitale Kunst ebenso wie Theater, Tanz und Konzerte. Auch Schulprojekte, Jugendkunst oder Workshops können Teil des Rubensjahres werden. Rubens darf dabei neu gedacht werden: modern, ungewöhnlich, verrückt oder humorvoll. Jede Idee ist willkommen und auch kleine Beiträge zählen. Ziel ist es, dass sich möglichst viele unterschiedliche Menschen, Gruppen und Generationen mit eigenen Perspektiven am Jubiläumsjahr beteiligen. "Wir wünschen uns ein Rubensjahr, an dem man selbst mitwirken kann", betont Katja Fünfsinn aus der Kulturabteilung der Stadt Siegen. "Deshalb möchten wir ausdrücklich auch Menschen ermutigen, die vielleicht noch nie ein Kulturprojekt organisiert haben. Eine gute Idee ist der erste Schritt. Bei der weiteren Entwicklung und Umsetzung können wir unterstützen."
Aus den eingereichten Vorschlägen werden Projekte ausgewählt, die im Rahmen des Rubensjahres 2027 umgesetzt werden können. Die ausgewählten Vorhaben können sowohl finanziell als auch organisatorisch bei ihrer Realisierung unterstützt werden. Voraussetzung ist, dass die Projekte neu konzipiert werden, bereits bestehende Projekte können nicht lediglich umgewidmet oder mit einem nachträglichen Rubens-Bezug versehen werden. Die Projekte dürfen zudem keine Gewinnerzielungsabsicht verfolgen. Mindestens 20 Prozent der Projektkosten beziehungsweise des Projektaufwands müssen als Eigenanteil eingebracht werden. Dieser Eigenanteil muss nicht ausschließlich finanzieller Art sein: Auch nachweisbares ehrenamtliches Engagement kann entsprechend berücksichtigt werden. Wer eine Idee hat, muss zu Beginn noch kein vollständig ausgearbeitetes Konzept vorlegen. Die Kulturabteilung freut sich ausdrücklich auch über erste Projektideen und kreative Ansätze. Es sollte jedoch die grundsätzliche Umsetzbarkeit - auf der finanziellen wie organisatorischen Ebene - erkennbar sein. Ob groß oder klein, klassisch oder experimentell, ernsthaft oder augenzwinkernd: Gesucht werden Ideen, die zeigen, wie vielfältig Siegen seinen berühmten Sohn 450 Jahre nach seiner Geburt neu entdecken kann.
Vorschläge können bis zum 16. Dezember 2026 hier über die Homepage abgegeben werdem. Rückfragen können per E-Mail an kultur@siegen.de gesendet werden.