Zum Fest am Donnerstag, 15. Oktober 2026, hatte die Stadt Siegen neben Gästen aus Verwaltung und Politik auch Projektbeteiligte der beschäftigten Gewerke eingeladen.
"Das Hallenbad Eiserfeld ist ein wichtiger Baustein unserer städtischen Bäderlandschaft und auch für den gesamten Stadtteil von besonderer Bedeutung. Nicht nur können hier bald Schülerinnen und Schüler in dem komplett modernisierten Schwimmbad wieder das Schwimmen lernen, durch die vollwertige energetische Sanierung sparen wir langfristig Energiekosten und reduzieren den Energieverbrauch um mindestens 50 Prozent. Außerdem leisten wir einen zentralen Beitrag zur Einhaltung unserer Klimaziele", erklärt Bürgermeister Tristan Vitt in seiner kurzen Ansprache.
In den letzten Monaten hat sich auf der Baustelle viel getan. Das Dach der Schwimmhalle ist nach einer umfangreichen Instandsetzung wieder geschlossen. Im Inneren lassen sich die Fortschritte ebenfalls erkennen. Die Wände im Eingangsbereich sind bereits vor einigen Monaten eingebaut worden. Mittlerweile sind auch Teile der Fenster ausgetauscht sowie Türrahmen eingebaut worden. Die Trockenbauarbeiten sind bis auf kleine Restarbeiten abgeschlossen, die Elektroinstallation wird ebenfalls fertiggestellt und auch die Betonsanierung ist abgeschlossen. In den nächsten Wochen kann die Abhangdecke eingebaut werden, sodass die vielen Rohre, Leitungen und die Lüftung nicht mehr sichtbar sind.
Modernisierung auf vielen Ebenen
Die Modernisierung richtet sich dabei an vier Zielen aus: der energetischen Sanierung, einer allgemeinen Erneuerung der Gebäudetechnik, einer "Auffrischung" des Eingangs- und Umkleidebereichs sowie der Erneuerung des Daches, die jetzt kurz vor dem Abschluss steht.
Im Besonderen ergänzen sich dabei die energetische Überholung des Gebäudes und die technische Neuausstattung: Die neue Wasserverteilung, eine Photovoltaik-Anlage und der bereits erfolgte Einbau einer großen Wärmepumpe sowie weiterer Verbesserungen sorgen für den drastisch reduzierten Energieverbrauch.
Gäste erwartet zudem ein neu gestalteter Eingangsbereich. Vier statt drei Sammelumkleiden erlauben Schulklassen ein schnelleres Umziehen und somit mehr Zeit beim Schwimmen. Zudem gibt es bald einen dritten Duschbereich, der Familien zur Verfügung stehen soll, aber grundsätzlich allen Nutzerinnen und Nutzern zugänglich ist. Ein neues Kassensystem mit Sprachsteuerung ermöglicht des Weiteren eine barrierefreie Nutzung.
Gefördert wird der Umbau durch das Förderprogramm "Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Fonds für gerechten Übergang (JFT)" des Landes Nordrhein-Westfalen, finanziert durch die Europäische Union, mit rund 4,77 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 15,5 Millionen Euro.
Eröffnet werden kann das neue "alte" Hallenbad voraussichtlich im Frühsommer 2027. Ab dem ersten Schulhalbjahr 2027/ 2028 können dann auch wieder Schülerinnen und Schüler das Bad nutzen.