Die Stadt Siegen investiert in diesem Jahr rund 5,7 Millionen Euro in die Sanierung und Instandsetzung von Straßen, insgesamt sind 16 Millionen Euro für die Unterhaltung der kommunalen Straßeninfrastruktur vorgesehen. Zwölf größere Straßenprojekte sind für dieses Jahr in Planung, befinden sich in der Umsetzung oder sind bereits fertiggestellt.
"Straßensanierungen sind für uns ein zentraler Schwerpunkt unserer Arbeit als Stadt Siegen. Bürgerinnen und Bürgern eine sichere und verlässliche Infrastruktur bereitzustellen, ist letztlich eine der wichtigsten kommunalen Aufgaben. Dies gilt in wirtschaftlicher Hinsicht, um den reibungslosen Warentransport zu ermöglichen, aber vor allem auch, damit Menschen sicher von A nach B kommen. Deshalb werden wir den Erhalt unserer Straßen priorisieren und in den nächsten Jahren gezielt weitere Investitionen in die Straßensanierung bereitstellen", sagt Bürgermeister Tristan Vitt bei einem Termin in der Wetzlarer Straße - hier haben zum Ferienstart Sanierungsarbeiten an der Fahrbahn begonnen.
"Wir nutzen jetzt bewusst die Ferienzeit, um ohne Einschränkungen für den Schulbusverkehr sanieren zu können. Die Planungen für eine einzelne Maßnahme sind dabei sehr komplex, da wir nicht nur das geänderte Verkehrsaufkommen berücksichtigen müssen, sondern auch immer die volle Erreichbarkeit durch Rettungswagen oder Feuerwehr gewährleistet sein muss", ergänzt Stadtbaurat Henrik Schumann. Die einzelnen Maßnahmen sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt und konzentrieren sich vorrangig auf Nebenstraßen.
Die einzelnen Maßnahmen im Überblick
In Buchen ist die Sanierung der Buchener Straße und Kohlenbergstraße im Juni zu Ende gegangen. In den beiden Straßen in der Ortsmitte hatte eine Firma zunächst die alte Fahrbahndecke abgefräst und im Falle der Kohlenbergstraße auch den gesamten Asphaltoberbau entfernt, bevor die neue Trag- und Deckschicht aufgetragen wurde. Perspektivisch soll in den beiden Straßen zudem eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden. Die Kosten belaufen sich auf knapp 300.000 Euro.´
Zwei Straßenerneuerungen stehen in Eiserfeld noch aus. Bereits am Montag, 27. Juli 2026, startet für etwa 214.000 Euro die Sanierung der Lindenstraße. Um die Straße wieder verkehrssicher herzustellen, wird hier ebenfalls der Asphalt abgefräst und stellenweise Entwässerungseinrichtungen saniert. Daneben sollen zudem abschnittsweise defekte Bordsteine ausgetauscht werden. Schachtabdeckungen und Schieberkappen des Entsorgungsbetriebs der Stadt Siegen (ESi) und der Siegener Versorgungsbetriebe (SVB) werden ebenfalls erneuert.
Damit Bürgerinnen und Bürger die Marienkirche, den Eiserfelder Weiher und das angrenzende Gewerbegebiet erreichen können, ist eine Umleitungsstrecke über die Freiengründer Straße, Wiedthalstraße und die Straße "Am Freibad" ausgeschildert. Ebenfalls in den Sommerferien soll noch mit der Sanierung von drei Teilabschnitten der Eiserntalstraße für rund 332.000 Euro begonnen werden.
Auch in Geisweid ist mit der Sanierung der Straße "Zum Wildgehege" im April bereits eine erste Maßnahme abgeschlossen worden. Nachdem eine Fräse hier den Asphalt entfernt hatte, konnte das ausführende Unternehmen auf fast 200 Metern die neue Asphaltschicht auftragen und kleinere Reparaturen an der Rinne und den Straßenabläufen durchführen. Die gesamte Sanierung kostet knapp 128.000 Euro.
Ebenfalls zum Beginn der Sommerferien haben aktuell die Arbeiten an der Ziegeleistraße und der Adolf-Saenger-Straße begonnen. In drei Bauabschnitten werden die beiden Straßen über die kommenden Wochen instandgesetzt. Der erste Bauabschnitt wird dabei vor Ende der Sommerferien fertigstellt, um Schulbussen die Durchfahrt zur angrenzenden Albert Schweitzer-Schule zu ermöglichen. Eine Fertigstellung der beiden weiteren Bauabschnitte in den Sommerferien ist ebenfalls geplant. Für diese umfangreiche Maßnahme belaufen sich die Kosten auf etwa 850.000 Euro.
Voraussichtlich im September soll zudem die Sanierung der Gerberstraße für knapp 261.000 Euro erfolgen. Für dieses Jahr vorgesehen ist auch die Sanierung der Berghofstraße in Meiswinkel. Geplant ist, die Erneuerung im Herbst umzusetzen. Die vorläufigen Kosten werden von der zuständigen Abteilung auf rund 170.000 Euro geschätzt.
In der Innenstadt ist eine Straßenerneuerung erst vor kurzem zu Ende gegangen. Seit Anfang Mai war ein Unternehmen in der Gießereistraße mit umfangreichen Arbeiten beschäftigt. Die Fahrbahn ist auf etwa 600 Metern für etwa 330.000 Euro saniert sowie ein bisher nicht ausgebauter, fast 75 Meter langer Abschnitt des Gehwegs angelegt worden. Die Straße wurde als Fahrradstraße freigegeben.
Vor wenigen Tagen ist zudem die Sanierung der Wetzlarer Straße gestartet. Diese Straße hatte im Zuge der Arbeiten am Kreisverkehr Schleifmühlchen als Umleitungsstrecke gedient. Durch die intensive Nutzung ist die Fahrbahn dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden, sodass eine Erneuerung notwendig wurde. In zwei Bauabschnitten wird die Straße deshalb jetzt unter Vollsperrung über die Sommerferien wieder hergestellt. Kostenmäßig schlägt die Erneuerung mit knapp 690.000 Euro zu Buche.
Die Sanierung des Güterwegs ist bereits seit Juni beendet. Die vielen Schlaglöcher auf der Straße zum Parkplatz am Erlebniswald Historischer Tiergarten sind Geschichte. Die ausführende Firma hatte im Auftrag der städtischen Abteilung Straße und Verkehr für etwa 340.000 Euro den Asphaltoberbau erneuert sowie weitere kleine Arbeiten an Rinne, Straßenabläufen und Randstreifen durchgeführt. Wegen der Auszeichnung eines Teils der Straße als Forstweg, war die städtische Arbeitsgruppe Forst in die Planung eingebunden.
Im Herbst soll zudem noch am Siegerland-Center mit der Sanierung der Zufahrtswege zum Parkplatz Hauptmarkt und Münkershütten begonnen werden. Die Kosten werden auf knapp 280.000 Euro geschätzt.
Für dieses Jahr ebenfalls geplant ist der Neubau der Haardtstraße. Hier befinden sich derzeit Angebote in der Prüfung durch die zuständige Fachabteilung. Auf die Stadt kommen voraussichtlich Kosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro zu.
Zusammen belaufen sich die voraussichtlichen Kosten für alle Maßnahmen auf knapp 7,8 Millionen Euro, wobei der städtische Anteil bei rund 5,7 Millionen Euro liegt. Die restlichen Kosten verteilen sich auf Versorger wie ESi, SVB oder Telekom.