Baustart für Rasenheizung im Leimbachstadion


Im Leimbachstadion in Siegen wird aktuell das Grün abgefräst: Nach dem letzten Saisonspiel der Sportfreunde Siegen haben heute (Montag, 18. Mai 2026) die Arbeiten zur Verlegung der Rasenheizung begonnen, mit der der Platz künftig ganzjährig bespielbar sein wird. Geplant ist, die Arbeiten im unmittelbaren Spielfeldbereich bis Ende Juli abzuschließen.

Nach dem Fräsen des Rasen wird auf dem rund 8.000 Quadratmeter großen Spielfeld der Boden bis in eine Tiefe von etwa 40 Zentimetern abgetragen. Bevor die eigentliche Rasenheizung verlegt wird, erneuert die Fachfirma sämtliche Drainageleitungen. Danach wird eine Dämmschicht aus Schaumglasschotter eingebaut, um Wärmeverluste nach unten zu minimieren. Im nächsten Bauabschnitt werden die eigentlichen Heizleitungen verlegt. Ähnlich wie bei einer Fußbodenheizung verlegen die Fachleute dann die Schlauchsysteme in Schleifen über die gesamte Spielfläche. Durch diese Leitungen wird künftig erwärmtes Wasser geführt, um den Rasen zuverlässig vor Frost zu schützen.

Nach dem Ausschreibungsverfahren hatte die Stadt Siegen den Auftrag an das Fachunternehmen Heiler aus Bielefeld vergeben, einen Spezialisten im Bereich Sportplatzbau. Projektleiter Oliver Jenke von der städtischen Straßen- und Verkehrsabteilung erklärt: "Die Firma hat bereits in etlichen Bundesligastadien Rasenheizungen verbaut und verfügt damit über die nötige Expertise."

Mit der Maßnahme reagieren die Stadt Siegen und die Sportfreunde Siegen auf Spielausfälle in den Wintermonaten, insbesondere im Januar und Februar. Diese hatten in der Vergangenheit zugenommen. Ursache hierfür war vor allem gefrorener Rasen im Abschattungsbereich des Haupttribünendaches. Darüber hinaus spielt die geplante infrastrukturelle Weiterentwicklung des Stadions mit Blick auf die sportlichen Ziele der Sportfreunde Siegen eine wichtige Rolle: Im Falle eines Aufstiegs in die 3. Liga gehört eine Rasenheizung gemäß den Statuten der Deutschen Fußball Liga (DFL) inzwischen zur verpflichtenden Stadionausstattung.

Nach Abschluss der Leitungsverlegung wird das Rasenspielfeld vollständig neu aufgebaut. Hierzu gehört auch die Verlegung eines neuen Rollrasens, der unmittelbar nach Fertigstellung bespielbar sein wird. Abschließend werden die Beregnungsanlage installiert sowie die Spielfeldmarkierungen aufgebracht. Die Zuleitungen zur Heizungsanlage werden durch das Marathontor aus dem Stadion herausgeführt und bis zu dem unterhalb des Leimbachstadions gelegenen unbefestigten Parkplatz verlegt. Dort sollen künftig die Heiz- und Steuerzentrale der Anlage untergebracht werden.

Die Kostenverteilung erfolgt gemäß Vereinbarung zwischen Stadt und Verein: Die Stadt Siegen als Eigentümerin des Stadions übernimmt die Herstellungskosten der notwendigen Infrastruktur innerhalb des Stadions - hierzu zählen unter anderem Verrohrung, Bewässerung und der Neuaufbau des Rasens. Die Sportfreunde Siegen tragen die Kosten für die eigentliche Heizungsanlage sowie die späteren Verbrauchskosten.