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Längere Hitzeperioden nehmen auch in unserer Region zu. Hohe Temperaturen können den Alltag belasten und gesundheitliche Risiken mit sich bringen - besonders für ältere (pflegebedürftige) Menschen, Kinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen. Auf dieser Seite finden Sie praktische Tipps, Informationen zu Überstützungsangeboten und Hinweise, wie Sie sich und andere bei Hitze schützen können.
An heißen Tagen können öffentliche Orte helfen, sich abzukühlen. Dazu gehören beispielsweise:
Stadt Siegen
Abteilung Umwelt und Klima
Rathaus Geisweid
Lindenplatz 7
57078 Siegen
Telefon: 0271 404-3217
E-Mail: k.wiegel@siegen.de
Heiße Tage und tropische Nächte können den Körper stark beanspruchen. Wenn die Temperaturen über längere Zeit hoch bleiben, steigt das Risiko für Kreislaufprobleme, Erschöpfung oder Hitzeschlag.
Besonders gefährdet sind:
Deshalb ist es wichtig, frühzeitig auf sich selbst, Ihre Familie und die Menschen in Ihrer Umgebung zu achten.
Folgende Beschwerden können auf eine Überlastung durch Hitze hinweisen:
Bei schweren Beschwerden oder Bewusstlosigkeit der betroffenen Person rufen Sie bitte sofort den Notruf 112.
Mit zunehmendem Alter reagiert der Körper empfindlicher auf Hitze. Achten Sie besonders auf regelmäßiges Trinken und ausreichende Ruhe.
Hilfreich sind:
Kinder erhitzen schneller als Erwachsene.
Wichtig ist:
Säuglinge sollten niemals direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.
Niemals Kinder oder Säuglinge in einem geparkten Fahrzeug zurücklassen - auch nicht für sehr kurze Zeit!
Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen oder gesundheitlich vorbelastet sind, sprechen Sie bei Unsicherheiten mit Ihrer Arztpraxis oder Apotheke. Einige Medikamente können die Reaktion des Körpers und deren Wirkung beeinflussen.
Extreme Hitze und Trockenheit sind für die heimische Tierwelt eine enorme Belastung. Die Ökosysteme trocknen aus, während Wild- und Haustiere stark unter Wasser- und Hitzestress leiden.
Haustiere reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen und brauchen besondere Aufmerksamkeit.
Achten Sie besonders auf:
Besondere Aufmerksamkeit gilt:
Warnsignale für Hitzschlag:
Bei Verdacht: Sofort tierärztlichen Rat einholen!
Austrocknende Pfützen, Bäche und Böden rauben Tieren wie Vögeln, Insekten, Igeln und Eichhörnchen die Lebensgrundlage.
Trinkstellen/ Wassertränken: Stellen Sie flache Schalen mit frischem Wasser auf. Legen Sie Steine hinein, damit Bienen, Hummeln und andere Insekten gefahrlos trinken können, ohne zu ertrinken.
Schattenplätze: Bieten Sie Wildtieren Rückzugsorte in Form von Hecken, Totholzhaufen oder Steinhügeln.
Futterhygiene: Futterreste sollten bei Hitze sofort entsorgt werden, da sie in der Wärme schnell schimmeln und Tiere krank machen können.
Steigende Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit führen bei Kühen, Schweinen oder Geflügel zu starkem Hitzestress, der sich negativ auf die Milch- und Mastleistung auswirkt.
Wasser: Zugang zu frischem, kühlem Wasser ist essenziell. Der Bedarf steigt um bis zu 50 %.
Beschattung: Unterstände auf Weiden und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung sind zwingend erforderlich.
Klimatisierung: Gute Belüftung im Stall sowie gegebenenfalls Einsatz von Sprühnebelanlagen zur Verdunstungskühlung.
Fütterung: Anpassung der Fütterungszeiten (beispielsweise: in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen) und der Futterzusammensetzung.
Schönes Wetter mit hochsommerlichen Temperaturen und insgesamt nur geringen Niederschlägen hinterlässt bei den heimischen Gewässer deutliche Spuren. Wo normalerweise ein ansehnlicher Bach fließt, ist vielfach nur ein kleiner Rinnsal übrig. Viele Quellen laufen Gefahr trockenzufallen und in Weihern und Teichen sinkt der Wasserspiegel bedrohlich. Hieran werden auch einzelne Gewitterschauer nichts ändern. Damit setzt sich leider die Tendenz der letzten Jahre fort, in denen ein solches Szenario während des Hochsommers eingetreten ist. Hierauf weist die Abteilung Umwelt der Stadt Siegen hin.
Stark betroffen ist in den Sommermonaten vor allem die Fischfauna, die gleich doppelt bedroht ist: von den sinkenden Wasserständen - im Extremfall bis zum Austrocknen des Bachbetts - und von den hohen Wassertemperaturen, die für bestimmte Fischarten wie Forellen oder Äschen lebensbedrohlich sein können.
Aufgrund der geringen Wassermenge im Bachbett verschlechtert sich die Gewässergüte, da jetzt weniger Wasser zur Verdünnung von Abwassereinleitungen zur Verfügung steht. Gleichzeitig sinkt aufgrund der erhöhten Wassertemperaturen der Sauerstoffgehalt im Wasser, was die Fische einem regelrechten Sauerstoffstress aussetzt.
Wenn jetzt auch noch Wasser aus den Bächen abgepumpt und zur Bewässerung von Gärten eingesetzt wird, verschärft sich eine ohnehin kritische Situation noch weiter.
Die städtische Umweltabteilung appelliert deshalb an alle Anlieger von Gewässern: Verzichten Sie auf eine Wasserentnahme aus den Bächen und Teichen! Diese ist bei Einsatz von Pumpen ohnehin erlaubnispflichtig, in der einer extremen Wetterlage jedoch auf keinen Fall zu rechtfertigen.
Informationen der Feuerwehr Siegen zur Waldbrandgefahr durch extreme Trockenheit ...
Der Waldbrandgefahrenindex (WBI) beschreibt das meteorologische Potential für die Gefährdung durch Waldbrand. Er zeigt die Waldbrandgefahr in 5 Gefahrenstufen an: 1 = sehr geringe Gefahr (hellgelb) bis 5 = sehr hohe Gefahr (dunkelrot).
In den Karten werden die Vorhersagen zum Waldbrandgefahrenindex für den aktuellen Tag und die 4 Folgetage dargestellt.
Ausgabezeitraum: ganzjährig.
Zum Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes …
Der Graslandfeuerindex (GLFI) beschreibt die Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs. Er zeigt das witterungsbedingte Feuerrisiko in 5 Gefahrenstufen an: 1 = sehr geringe Gefahr (hellgelb) bis 5 = sehr hohe Gefahr (dunkelrot), ebenso wie bei dem für Waldlandschaften verwendeten Waldbrandgefahrenindex (WBI).
In den Karten werden die Vorhersagen zum Graslandfeuerindex für den aktuellen Tag und die 4 Folgetage dargestellt.
Ausgabezeitraum: ganzjährig.
Das unsachgemäße Abflammen von Unkraut führt immer wieder zu Hecken- und Gebäudebränden und ist in den Sommermonaten die Ursache für mehrere Feuerwehreinsätze.
Obwohl diese Methode nicht grundsätzlich verboten ist, rät die Feuerwehr Siegen dringend davon ab. Sollte das Abflammen unumgänglich sein, beachten Sie bitte folgende Sicherheitsvorkehrungen:
Passiert doch etwas: Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr und wählen Sie sofort den Notruf 112.