Hitze und Hitzeschutz

Längere Hitzeperioden nehmen auch in unserer Region zu. Hohe Temperaturen können den Alltag belasten und gesundheitliche Risiken mit sich bringen - besonders für ältere (pflegebedürftige) Menschen, Kinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen. Auf dieser Seite finden Sie praktische Tipps, Informationen zu Überstützungsangeboten und Hinweise, wie Sie sich und andere bei Hitze schützen können.

Hitze-Tipps

  • Ausreichend trinken (Wasser, Saftschorlen oder ungesüßte Tees).
  • Kleine Portionen und leichte Kost bevorzugen.
  • Kopfbedeckung und Sonnenschutz tragen.
  • Mittagshitze und Sonne meiden und kühle Orte (Schatten) aufsuchen.
  • Leicht, luftig, hell und bequem kleiden.
  • Bei Hitze schonen (Sport im Freien und körperliche Aktivitäten meiden - vor allem in der Mittagshitze).
  • Frühmorgens und nachts lüften.
  • Körper mit Wasser kühlen.
  • Mit Ärztinnen/ Ärzten über den Umgang mit Medikamenten sprechen. (Beipackzettel aufmerksam lesen. Hitze kann die Wirkung von Arzneimitteln verändern.)
  • Auf Kinder und (ältere und pflegebedürftige) Mitmenschen achten und Hilfe anbieten.
  • Niemals Kinder, Säuglinge, ältere Menschen und Tiere im Auto zurück lassen (auch nicht kurz!)

Abkühlungsorte und Trinkwasserstellen in unserer Stadt

An heißen Tagen können öffentliche Orte helfen, sich abzukühlen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Stadtwald, Parks und Grünanlagen.
  • Öffentliche Gebäude mit kühlen Innenräumen.
  • Trinkwasserstellen.
  • Natur- und Freibäder.

Kontakt

Stadt Siegen
Abteilung Umwelt und Klima
Rathaus Geisweid
Lindenplatz 7
57078 Siegen

Telefon: 0271 404-3217
E-Mail: k.wiegel@​siegen.de 

Aktuelle Wetterlagen und Hitzewarnungen für Siegen:

Deutscher Wetterdienst (DWD)



Heiße Tage und tropische Nächte können den Körper stark beanspruchen. Wenn die Temperaturen über längere Zeit hoch bleiben, steigt das Risiko für Kreislaufprobleme, Erschöpfung oder Hitzeschlag.

Besonders gefährdet sind:

  • ältere Menschen (Generation 65+),
  • pflegebedürftige Personen,
  • Säuglinge und Kleinkinder,
  • Schwangere,
  • Menschen mit Unterernährung oder Übergewicht,
  • Personen, die körperlich schwer arbeiten oder intensiv Sport treiben,
  • Menschen ohne Wohnung (Obdachlose) ,
  • Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (beispielsweise Herz/ Kreislauf, Atemwege/ Lunge, Nervensystem/ Psyche, Nieren),
  • Menschen die regelmäßig Alkohol oder Drogen konsumieren,
  • Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen, die dem Körper Flüssigkeit entziehen oder die Temperaturregulation stören (beispielsweise Schlafmittel, Entwässerungstabletten, blutdrucksenkende Mittel).

Deshalb ist es wichtig, frühzeitig auf sich selbst, Ihre Familie und die Menschen in Ihrer Umgebung zu achten.


Folgende Beschwerden können auf eine Überlastung durch Hitze hinweisen:

  • Schwindel.
  • Starke Müdigkeit.
  • Kopfschmerzen.
  • Übelkeit.
  • Kreislaufprobleme.
  • Verwirrtheit.
  • Heiße, trockene Haut.

Bei schweren Beschwerden oder Bewusstlosigkeit der betroffenen Person rufen Sie bitte sofort den Notruf 112.


Zuhause

  • Nutzen Sie Ventilatoren sinnvoll.
  • Vermeiden Sie zusätzliche Wärme durch Backofen oder Herd.
  • Kühlen Sie Handgelenke oder Füße mit Wasser.
  • Lüften/ Kühlen Sie Ihr zu Hause in den frühen Morgen und Abendstunden herunter.

Unterwegs

  • Nehmen Sie Getränke mit.
  • Planen Sie Wege möglichst im Schatten.
  • Vermeiden Sie körperliche Belastung in der Mittagshitze.

Bei Veranstaltungen

  • Sorgen Sie für Sonnenschutz.
  • Trinken Sie regelmäßig.
  • Nutzen Sie Pausen im Schatten.

Bei der Arbeit

  • Wer im Freien oder in warmen Innenräumen arbeitet, sollte besonders auf Hitzeschutz achten.
  • Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sollten geeignete Schutzmaßnahmen unterstützen.

Für ältere oder pflegebedürftige Menschen

Mit zunehmendem Alter reagiert der Körper empfindlicher auf Hitze. Achten Sie besonders auf regelmäßiges Trinken und ausreichende Ruhe.

Hilfreich sind:

  • Trinkpläne oder Erinnerungen,
  • leichte Mahlzeiten,
  • kühle Aufenthaltsorte,
  • regelmäßiger Kontakt zu Angehörigen oder Nachbarn.

Für Familien mit Kindern

Kinder erhitzen schneller als Erwachsene.

Wichtig ist:

  • regelmäßiges Trinken,
  • Schutz vor direkter Sonne,
  • leichte, UV-schützende Kleidung,
  • genügend Pausen beim Spielen.

Säuglinge sollten niemals direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Niemals Kinder oder Säuglinge in einem geparkten Fahrzeug zurücklassen - auch nicht für sehr kurze Zeit!


Für Menschen mit Vorerkrankungen

Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen oder gesundheitlich vorbelastet sind, sprechen Sie bei Unsicherheiten mit Ihrer Arztpraxis oder Apotheke. Einige Medikamente können die Reaktion des Körpers und deren Wirkung beeinflussen.


Gefahren für Tiere und Umwelt

Extreme Hitze und Trockenheit sind für die heimische Tierwelt eine enorme Belastung. Die Ökosysteme trocknen aus, während Wild- und Haustiere stark unter Wasser- und Hitzestress leiden.

Haustiere

Haustiere reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen und brauchen besondere Aufmerksamkeit.
Achten Sie besonders auf:

  • ausreichend frisches Wasser,
  • kühle Rückzugsorte,
  • kein Spaziergang in der Mittagshitze, besser früh morgens oder spät abends,
  • Hunde niemals allein im Auto zurücklassen!

Besondere Aufmerksamkeit gilt:

  • für ältere Tiere,
  • für Tiere mit Vorerkrankungen (beispielsweise Herz- oder Atemprobleme),
  • für Tiere mit kurzen Schnauzen,
  • für Tiere mit dickem Fell.

Warnsignale für Hitzschlag:

  • starkes Hecheln,
  • Apathie oder Unruhe,
  • Erbrechen oder Durchfall.

Bei Verdacht: Sofort tierärztlichen Rat einholen!


Wildtiere

Austrocknende Pfützen, Bäche und Böden rauben Tieren wie Vögeln, Insekten, Igeln und Eichhörnchen die Lebensgrundlage.

Maßnahmen

Trinkstellen/ Wassertränken: Stellen Sie flache Schalen mit frischem Wasser auf. Legen Sie Steine hinein, damit Bienen, Hummeln und andere Insekten gefahrlos trinken können, ohne zu ertrinken.

Schattenplätze: Bieten Sie Wildtieren Rückzugsorte in Form von Hecken, Totholzhaufen oder Steinhügeln.

Futterhygiene: Futterreste sollten bei Hitze sofort entsorgt werden, da sie in der Wärme schnell schimmeln und Tiere krank machen können.


Nutztiere

Steigende Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit führen bei Kühen, Schweinen oder Geflügel zu starkem Hitzestress, der sich negativ auf die Milch- und Mastleistung auswirkt.

Maßnahmen

Wasser: Zugang zu frischem, kühlem Wasser ist essenziell. Der Bedarf steigt um bis zu 50 %.

Beschattung: Unterstände auf Weiden und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung sind zwingend erforderlich.

Klimatisierung: Gute Belüftung im Stall sowie gegebenenfalls Einsatz von Sprühnebelanlagen zur Verdunstungskühlung.

Fütterung: Anpassung der Fütterungszeiten (beispielsweise: in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen) und der Futterzusammensetzung.

Schönes Wetter mit hochsommerlichen Temperaturen und insgesamt nur geringen Niederschlägen hinterlässt bei den heimischen Gewässer deutliche Spuren. Wo normalerweise ein ansehnlicher Bach fließt, ist vielfach nur ein kleiner Rinnsal übrig. Viele Quellen laufen Gefahr trockenzufallen und in Weihern und Teichen sinkt der Wasserspiegel bedrohlich. Hieran werden auch einzelne Gewitterschauer nichts ändern. Damit setzt sich leider die Tendenz der letzten Jahre fort, in denen ein solches Szenario während des Hochsommers eingetreten ist. Hierauf weist die Abteilung Umwelt der Stadt Siegen hin.

Stark betroffen ist in den Sommermonaten vor allem die Fischfauna, die gleich doppelt bedroht ist: von den sinkenden Wasserständen - im Extremfall bis zum Austrocknen des Bachbetts - und von den hohen Wassertemperaturen, die für bestimmte Fischarten wie Forellen oder Äschen lebensbedrohlich sein können.

Aufgrund der geringen Wassermenge im Bachbett verschlechtert sich die Gewässergüte, da jetzt weniger Wasser zur Verdünnung von Abwassereinleitungen zur Verfügung steht. Gleichzeitig sinkt aufgrund der erhöhten Wassertemperaturen der Sauerstoffgehalt im Wasser, was die Fische einem regelrechten Sauerstoffstress aussetzt.

Wenn jetzt auch noch Wasser aus den Bächen abgepumpt und zur Bewässerung von Gärten eingesetzt wird, verschärft sich eine ohnehin kritische Situation noch weiter.

Die städtische Umweltabteilung appelliert deshalb an alle Anlieger von Gewässern: Verzichten Sie auf eine Wasserentnahme aus den Bächen und Teichen! Diese ist bei Einsatz von Pumpen ohnehin erlaubnispflichtig, in der einer extremen Wetterlage jedoch auf keinen Fall zu rechtfertigen.

Sicherheitshinweise

  • Kein offenes Feuer, keine Lagerfeuer oder Grills im Wald oder in Waldnähe entzündigen.
  • Keine Zigaretten oder Streichhölzer in die Natur werfen.
  • Generelles Rauchverbot in Wäldern zwischen dem 1. März und 31. Oktober beachten.
  • Keine Glasflaschen oder Glasscherben im Wald zurücklassen (Brennglaseffekt).
  • Reisig und Restholz bei bestehender Waldbrandgefahr nicht verbrennen, sondern abtransportieren, häckseln oder Witterungswechsel abwarten.
  • Niemals Zufahrten zu Feldwegen oder Waldrändern zuparken, damit Rettungsfahrzeuge im Ernstfall ungehindert passieren können.
  • Waldbrände sofort der Feuerwehr melden - Notruf 112 wählen.

Informationen der Feuerwehr Siegen zur Waldbrandgefahr durch extreme Trockenheit ...


Waldbrandgefahrenindex

Der Waldbrandgefahrenindex (WBI) beschreibt das meteorologische Potential für die Gefährdung durch Waldbrand. Er zeigt die Waldbrandgefahr in 5 Gefahrenstufen an: 1 = sehr geringe Gefahr (hellgelb) bis 5 = sehr hohe Gefahr (dunkelrot).

In den Karten werden die Vorhersagen zum Waldbrandgefahrenindex für den aktuellen Tag und die 4 Folgetage dargestellt.

Ausgabezeitraum: ganzjährig.

Zum Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes …


Graslandfeuerindex

Der Graslandfeuerindex (GLFI) beschreibt die Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs. Er zeigt das witterungsbedingte Feuerrisiko in 5 Gefahrenstufen an: 1 = sehr geringe Gefahr (hellgelb) bis 5 = sehr hohe Gefahr (dunkelrot), ebenso wie bei dem für Waldlandschaften verwendeten Waldbrandgefahrenindex (WBI).

In den Karten werden die Vorhersagen zum Graslandfeuerindex für den aktuellen Tag und die 4 Folgetage dargestellt.

Ausgabezeitraum: ganzjährig.

Zum Graslandfeuerindex des Deutschen Wetterdienstes …

Das unsachgemäße Abflammen von Unkraut führt immer wieder zu Hecken- und Gebäudebränden und ist in den Sommermonaten die Ursache für mehrere Feuerwehreinsätze. 

Obwohl diese Methode nicht grundsätzlich verboten ist, rät die Feuerwehr Siegen dringend davon ab. Sollte das Abflammen unumgänglich sein, beachten Sie bitte folgende Sicherheitsvorkehrungen:

  • Sorgen Sie für einen großen Sicherheitsabstand zu Gebäuden, Pflanzen und trockener Vegetation.
  • Halten Sie stets einen einsatzbereiten Gartenschlauch bereit.
  • Kontrollieren Sie die Fläche auf versteckte Glutnester.

Passiert doch etwas: Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr und wählen Sie sofort den Notruf 112.

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