Die Arbeiten für den Aufbau sind technisch anspruchsvoll. Einige der Holz-Deckenelemente wiegen alleine rund 1,4 Tonnen. Ein Kran hob die einzelnen Wand- und Decken-Elemente auf den Pavillon, wo Zimmerleute sie dann befestigen konnten. Dachdecker dichten das Dach in den kommenden Wochen noch ab. Auch die Fenster fehlen noch, werden aber bald eingesetzt. Als nächstes kann der Innenausbau beginnen. "Wir haben einen weiteren wichtigen Schritt gemacht, um aus der alten Realschule einen modernen Grundschulstandort zu schaffen. In dem Pavillon können wir dann nicht nur zwei Klassenräume unterbringen, sondern auch die Ganztagsbetreuung. Damit schaffen wir als Stadt die Voraussetzung, Eltern ihren Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung zu gewähren", sagt Bürgermeister Tristan Vitt.
Der 1970 gebaute Pavillon wurde im Vorfeld komplett entkernt und um einen Aufzugschacht ergänzt. Generell spielt Barrierefreiheit eine zentrale Rolle bei der Sanierung: Nach Abschluss der Bauarbeiten sind alle Gebäude barrierefrei erreichbar und durch "Brücken" miteinander verbunden.
Weitere Arbeiten stehen in den Startlöchern
Die Vorbereitungen für die nächsten Arbeiten laufen bereits auf Hochtouren. Mehrere Gewerke sind derzeit parallel in den verschiedenen Gebäudeteilen beschäftigt und verlegen die Elektroverkabelung, Wasserleitungen und bereiten den Einbau der dezentralen Lüftungsgeräte in den Klassenräumen vor. Im zukünftigen Unterrichtstrakt (Gebäude B) haben Bauarbeiter bereits einen Teil der Wand entfernt, um die neue Pellet-Heizung zu installieren. Nur so können die beiden Heizkessel in den Heizungsraum eingelassen werden. In dem im Oktober errichteten Mensa-Holzbau gehen die Arbeiten ebenfalls weiter. Nach dem Einbau der Fenster wird nun die Fassade gedämmt und mit einer "Aluwelle" bekleidet.
In Gebäude B gestalten Handwerker den gesamten Flur zu einer "offenen Lernwelt" um. Schülerinnen und Schüler können dann auf einem "Lernflur" lernen. Bei dem pädagogischen Konzept können sich die Kinder in kleine Nischen zurückziehen und an ihren Aufgaben arbeiten.
Im Altbau (Gebäude A) starten bald die Trockenbauarbeiten. Das 1912 erbaute Gebäude war früher Sitz der "Wiesen- und Wegebauschule" - einem frühen "Vorläufer" der heutigen Universität. Die Arbeiten sind hier besonders aufwendig, weil das gesamte Gebäude mit seinen Jugendstil-Elementen unter Denkmalschutz steht.
Geplant ist, die Spandauer Schule zum Schuljahr 2027/28 in die sanierten Räume zu verlegen. In den neuen Gebäuden finden dann insgesamt 324 Schülerinnen und Schüler in zwölf Klassen Platz. Die Kosten für die gesamte Sanierung belaufen sich auf ca. 12 Millionen Euro.