Dritte Weiterbildung zur 'Fachkraft im Kinderschutz'


Im städtischen Familienbüro ist die dritte Weiterbildung zur 'Fachkraft im Kinderschutz' zu Ende gegangen. Ziel der Weiterbildung ist die weitere Sensibilisierung von Betreuungspersonen, um Fälle von Kindeswohlgefährdungen schnell erkennen und einschätzen zu können. Insgesamt 25 Personen aus verschiedenen sozialen Berufen haben die mehrtägige Schulung erfolgreich abgeschlossen.

Die Weiterbildung wird seit 2025 vom Netzwerk Kinderschutz - einer Kooperation des städtischen Jugendamtes mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein - angeboten. Seitdem konnten bereits 75 Fachkräfte in jeweils vier Modulen die Qualifikation ‘Fachkraft im Kinderschutz’ erlangen. "Gerade für Erzieherinnen und Erzieher sowie Sozialpädagoginnen und -pädagogen in Kindergärten, an Schulen oder in der Kinder- und Jugendhilfe bietet die praxisnahe Weiterbildung einen echten Mehrwert", sagt Annette Lambeck, Netzwerkkoordinatorin Kinderschutz. "Das Interesse an der Weiterbildung ist weiterhin sehr groß, gerade weil Kindeswohlgefährdungen nicht immer leicht zu erkennen sind."

Dorothee Stoll, Kindheits- und Sozialwissenschaftlerin, leitete die Schulung und zeigte den Teilnehmenden an praxisnahen Beispielen, wie verschiedene Gefährdungsformen und deren Auswirkungen zu erkennen sind. Unter anderem erfuhren die Fachkräfte, welche Methoden zur Einschätzung herangezogen werden können, welche gesetzlichen Hintergründen zu beachten sind, wie Kinder, Jugendliche und Eltern mit einbezogen werden können und was bei einem Verdacht auf eine Gefährdung zu beachten ist. In ihren Kitas und Schulen unterstützen die weitergebildeten Fachkräfte fortan Kinder und deren Familien, um deren Entwicklung zu fördern.