Bürgermeister Tristan Vitt begrüßte heute Vormittag (Donnerstag, 12. März 2026) bei einem Pressetermin mit Stadtbaurat Henrik Schumann, Sportdezernent Adrian Viteritti sowie weiteren Projektbeteiligten der Technischen Gebäudewirtschaft (TGW) und der Sport- und Bäderabteilung die Vertreterinnen und Vertreter der bauausführenden Firmen und der beteiligten Politik. Bei einem gemeinsamen Rundgang stellte er die geplanten Arbeiten vor: "Jetzt sind wir endlich soweit, dass die Sanierung des Stadions beginnen kann. Mit dieser Sanierung investieren wir in die Zukunft des Sports in Geisweid und darüber hinaus. Wir schaffen hier wieder modernste Trainingsbedingungen für Vereine, Schulen und den Breitensport."
Wesentlicher Bestandteil dieses Projekts ist die Förderung durch das Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur". Die Gesamt-Baukosten der Stadionsanierung belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro, aber Fördergelder von rund 2,2 Millionen Euro decken die Kosten fast ab. Tristan Vitt: "Der Förderbescheid erreichte uns am 30. Juli 2025. Aufgrund der späten Bewilligung wurde eine Verlängerung des Bewilligungszeitraums und eine geänderte Mittelbereitstellung beantragt. Die Zusage hierzu ging am 4. November 2025 bei der Stadt Siegen ein. Damit ist der Großteil der Kosten gedeckt." Er bezeichnete die Unterstützung als "Glücksfall" für das Projekt, ohne die der Umfang der Sanierung kaum realisierbar gewesen wäre.
Zwar gab es immer wieder Erweiterungen und Reparaturen seit der letzten großen Sanierung 1981, doch der aktuelle Zustand des Stadions zeigte akuten Handlungsbedarf. Wie die Bestandaufnahme eines externen Fachbüros ergeben hatte, waren besonders die Laufbahn und Teile der Tribüne in einem schlechten Zustand - ohne umfassende Sanierung hätten Bereiche des Stadions womöglich gesperrt werden müssen. Bürgermeister Vitt: "Die Sanierung vermeidet den Abbruch und den Neubau eines Stadions und spart somit Ressourcen und ist nachhaltig."
Die Sanierung im Überblick
Die marode Betonbrüstung samt altem Geländer wird abgebrochen und durch neue Fertigteile ersetzt. Wo nötig, werden neue Handläufe montiert, der umlaufende Weg wird barrierefrei gestaltet. Bei der Tartan-Laufbahn ist der Belag stark abgenutzt und wird vollständig erneuert, inklusive Unterbau, der den heutigen Normen entspricht. So bekommen die 100-Meter-Bahn und die Sprunganlagen einen modernen Laufbelag für höchste Trainingsansprüche.
Auch die Haupttribüne wird überarbeitet. Die alten Beton-Sitzstufen wurden bereits abgebaut und erhalten neue farbige Sitzschalen. Ein Teil der Stufen wird nicht wiederaufgebaut, um die so verbliebene Fläche zu begrünen. Erneuert wird auch die Weitsprunganlage, es gibt eine neue Sprung- und Kugelstoßanlage ebenso wie neue Anlagen für Hochsprung, Speerwurf und Diskuswerfen.
Zudem entsteht am Stadion eine öffentlich zugängliche Sportbegegnungsstätte ("Calisthenics-Anlage") mit verschiedenen Spiel- und Sportgeräten. Dafür wird die alte Asphaltfläche entfernt. Dieser Treffpunkt soll für alle Generationen offen sein.
TGW-Projektleiter Bernd Wiezorek hat auch die Beleuchtung im Blick: "Damit auch in der dunkleren Jahreszeit weiter trainiert werden kann, installieren wir an der 100-Meter-Bahn und bei den Sprunganlagen eine neue LED-Beleuchtung. Ein Teil der Leuchten wird an der Tribüne, der Rest an neuen Masten befestigt."
Bei allen Bauarbeiten wird auf Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit geachtet. Viele der Maßnahmen erhöhen die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen, etwa durch breite, ebene Wege, einen stufenlosen Zugang sowie visuelle und taktile Hinweise. Zugangswege zum Stadiongelände werden verbreitert, stufenlose Zugänge und rollstuhlgerechte Sitzmöglichkeiten installiert.
Wo immer Baumaterialien erneuert werden, setzt die Stadt auf umweltfreundliche und recycelte Produkte; freigeräumte Flächen wie Teile der Tribüne werden mit einheimischen Pflanzen begrünt, um Lebensräume für Insekten zu schaffen. Damit bleibt das Stadion in zentraler Wohngebietslage neben Mühlenberg und Wenscht erhalten und fördert kurze Wege für Fußgänger und Radfahrende.
In Ergänzung zu der Fördermaßnahme soll auch der Rasen erneuert werden für Fußball und American Football-Spiele. Die Erneuerung des Rasens wurde unabhängig von der Fördermaßnahme ausgeschrieben und vergeben. Die Ausführung erfolgt in enger Abstimmung mit der Hauptmaßnahme. Die Bauarbeiten sollen im Herbst 2026 abgeschlossen sein. Tristan Vitt: “Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen, die dieses Projekt möglich machen, den Fördergebern, aber nicht zuletzt auch bei den Sportvereinen für ihre Geduld. Mit der Sanierung schaffen wir eine moderne Sportanlage, ein Aushängeschild für unsere Sportstadt.”