Stadtförster Marcus Teuber führte die Mitglieder des Ausschusses im Anschluss an die 5. Sitzung der neuen Wahlperiode in den Kommunalwald. Er stellte fachkundig die Chancen, aber auch die Herausforderungen dar, sich für den Stadtwald im Zuge des Klimawandels ergeben: dazu gehören die Auswirkungen der anhaltenden Trockenheit wie auch veränderte Wetterbedingungen und zunehmende Extremwetterereignissen.
Die Begehung - an der auch Stadtbaurat Henrik Schumann und Manuela Haas als Leiterin der Grünflächenabteilung teilnahmen - unterstrich eindrucksvoll, wie wichtig der kontinuierliche Dialog zwischen Verwaltung, Fachleuten und Politik ist, um den Stadtwald langfristig auch unter den Bedingungen des Klimawandels als wertvollen Lebensraum und Naherholungsgebiet zu erhalten. Nach Einschätzung des Stadtförsters wird die klimastabile Wiederbewaldung der Kalamitätsflächen nach dem Ausfall der Fichte den wesentlichen Arbeitsschwerpunkt in den kommenden Jahren darstellen. Gleichzeitig zeigte Marcus Teuber auf, welche Maßnahmen erforderlich sind, um den Stadtwald langfristig zukunftsfähig aufzustellen. Dabei standen insbesondere die Anpassung der Baumarten, nachhaltige Waldpflege sowie der Erhalt der ökologischen Funktionen des Waldes im Mittelpunkt.
Neben dem fachlichen Input bot die gemeinsame Begehung auch Raum für einen konstruktiven parteiübergreifenden Austausch. Fragen wurden direkt vor Ort diskutiert und unterschiedliche Sichtweisen zusammengeführt - ein wichtiger Beitrag für fundierte politische Entscheidungen zum Schutz des Stadtwaldes. Dazu sagte Sören Krombach, Leiter des Umweltausschusses: "Der Stadtwald ist ein wichtiger Natur-, Erholungs- und Klimaschutzraum für unsere Stadt. Die Führung hat deutlich gemacht, wie groß die Herausforderungen sind, aber auch, dass wir mit einer vorausschauenden und gemeinsamen Strategie viel für seinen Erhalt, für die Natur und für nachfolgende Generationen tun können."