UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Keinen Abfall oder Grasschnitt an Bachufern ablagern

[01.07.2021] Die Umweltabteilung der Stadt Siegen appelliert an die Anwohnerinnen und Anwohner von Fließgewässern, keine Gartenabfälle, Gehölz- oder Grasschnitte an den Gewässerböschungen zu lagern.

„Angrenzende Wohnhäuser, Straßen und Gewerbebetriebe können überflutet werden“, warnt Dr. Bernhard Kraft, Leiter der Umweltabteilung.

„Viele Bachanlieger neigen dazu, Gartenabfälle, Gehölz- oder auch Grasschnitt an Gewässerböschungen abzulagern“, so Kraft. Mit einem solchen Verhalten werde die Menge an Regenwasser, die das Gewässer aufnehmen kann, deutlich reduziert. Die Umweltabteilung weist darauf hin, dass das Ablagern von Gartenabfällen, Gehölz- und Grasschnitten an der Uferböschung zwei fatale Folgen haben kann.

„Unter den Ablagerungen stirbt die natürliche Ufervegetation ab, so dass beim nächsten Hochwasser der nun ungeschützte Boden leicht abgetragen werden kann. Es kommt verstärkt zu Uferabbrüchen, die mit einem sehr hohen Kostenaufwand repariert werden müssen“, erklärt Kraft.

Eine viel größere Gefahr liege aber in den abgeschwemmten Ablagerungen, die als Treibgut bei Hochwasser zu einer Verengung des Abflussprofils führen: „Es kann zu Verstopfungen an kleinen Brücken oder Einlaufstellen in verrohrte Bachabschnitte kommen. Innerhalb weniger Minuten können dann die Gewässer über die Ufer treten und angrenzende Straßen und Gebäude überschwemmen“, so Kraft.

Materialien wie Kompost, Gehölzschnitt und Brennholz dürfen unter Einschränkungen auf dem eigenen Grundstück gelagert werden. Hierbei ist laut Umweltabteilung zu beachten, dass innerorts mindestens drei Meter und außerorts mindestens zehn Meter Abstand zur Böschungsoberkante am Gewässer eingehalten werden. Ein drei Meter breiter Uferrandstreifen ist von jeglicher Bebauung freizuhalten. Abfallablagerungen innerhalb von Überschwemmungsgebieten sind ganz unzulässig und im Rahmen des lokalen Abfallsystems getrennt zu entsorgen.

Pressekontakt: Stadt Siegen ⋅ Referat für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Sabine Schutz ⋅ Telefon-Nr. (0271) 404-1220

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