UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Auf Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen verzichten

[08.07.2019] Das sommerliche Wetter der letzten Wochen mit hohen Temperaturen und nur geringen Niederschlägen hat bei den Gewässern im Siegener Stadtgebiet deutliche Spuren hinterlassen. Viele Quellen sind bereits trockengefallen.

Bäche haben sich in Rinnsale verwandelt und auch in Weihern und Teichen ist der Wasserspiegel bedrohlich gesunken. Hieran können auch einzelne Gewitterschauer wenig ändern. Deshalb appelliert die städtische Umweltabteilung an alle Anlieger von Gewässern, auf eine Wasserentnahme aus den Bächen und Teichen zu verzichten.

Unter der aktuellen Wasserknappheit in Bächen und Teichen leiden vor allem die Fische. Sie sind von den sinkenden Wasserständen - im Extremfall bis zum Austrocknen des Bachbetts - bedroht. Außerdem sinkt durch die erhöhten Wassertemperaturen der Sauerstoffgehalt im Wasser, sodass Fische einem regelrechten Sauerstoffstress ausgesetzt sind. Auch die hohen Wassertemperaturen können für bestimmte Fischarten wie Forellen oder Äschen lebensbedrohlich sein.

Aufgrund der geringen Wassermenge im Bachbett verschlechtert sich auch die Gewässergüte, da jetzt weniger Wasser zur Verdünnung von Abwassereinleitungen zur Verfügung steht.

„Wenn jetzt auch noch Wasser aus den Bächen abgepumpt und zur Bewässerung von Gärten eingesetzt wird, verschärft sich die ohnehin kritische Situation noch weiter“, erklärt Dr. Bernhard Kraft, Leiter der städtischen Umweltabteilung. „Die Wasserentnahme ist bei Einsatz von Pumpen ohnehin erlaubnispflichtig, in der derzeitigen Situation jedoch auf keinen Fall zu rechtfertigen."

Kontakt: Stadt Siegen ⋅ Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Sabine Schutz ⋅ Telefon-Nr. (0271) 404-1256

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