UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Auf Bergbau-Spurensuche im "Martinshardt II"-Gebiet

[08.07.2019] "Bergbauliche Erkundungsbohrungen" finden seit Anfang Mai im geplanten städtischen Gewerbegebiet "Martinshardt II" im Oberen Leimbachtal in Siegen statt. Ziel ist, mögliche Hohlräume durch (ur-)alte Stollen und Schächte aufzuspüren.

Bei einem Pressetermin vor Ort gaben heute die beauftragten Bergbauexperten Einblicke in ihre Arbeit "unter Tage". Die Besucherinnen und Besucher standen sozusagen auf den Spuren der Siegerländer Bergmannstradition, denn in dem Areal wurde jahrhundertelang vor allem Eisenerz abgebaut: „Die Martinshardt war bereits über viele Jahrhunderte bis in die Neuzeit ein Wirtschaftsstandort, und wird es wieder als neuer Standort für zukunftsfähige Technologie und innovative Unternehmen“, begrüßte Bürgermeister Steffen Mues. „Zukunft trifft hier auf Vergangenheit.“

In dem geplanten Gebiet sollen rund 14 Hektar an Gewerbe- und Industrieflächen entstehen. Topographisch handelt es sich um die Erweiterung des bestehenden Gewerbegebiets "Martinshardt I", auf dem derzeit ein Dutzend Unternehmen mit einem Mix aus Handwerk, Zulieferer, Kreativwirtschaft, Bauindustrie und Hochtechnologie angesiedelt sind.

Die städtischen Fachplaner befinden sich derzeit abteilungsübergreifend in der Bauleitplanung, also in den vorbereitenden Arbeiten, um einen Bebauungsplan zu erarbeiten und somit Baurecht zu schaffen. Die "Erkundungsarbeit" im Erdreich hat das Bohrtechnik-Unternehmen Daldrup & Söhne AG aus Ascheberg übernommen. Die Fachbauleitung obliegt der arccon Ingenieurgesellschaft mbH aus Gelsenkirchen.

Rund 200 Bohrungen bis Ende August

Bergbauspezialist Dr. Hamid Amrollahi von arccon sowie Martin Thomas, stellv. Leiter der städtischen Straßen- und Verkehrsabteilung, zogen eine erste Zwischenbilanz der bisherigen Arbeit: Rund 200 Bohrungen in bis zu 60 Meter Tiefe werden bis Ende August abgeschlossen, fast zwei Drittel der Erkundungen sind bereits fertig: „Die Flächen können baureif gemacht werden“, urteilt Bergbau-Experte Dr. Hamid Amrollahi.

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Siegen plant, die verfügbare Fläche ab Ende 2022 zu vermarkten. Bürgermeister Mues: „Unser Ziel ist es, die Standortsicherung bestehender Unternehmen zu gewährleisten und die Neuansiedlung von Unternehmen nachhaltig zu unterstützen. Unser Ziel ist aber auch, die Branchenstruktur in unserer Stadt weiter zu diversifizieren. Das ist bisher hier im Leimbachtal wirklich hervorragend gelungen.“

Kontakt: Stadt Siegen ⋅ Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Sabine Schutz ⋅ Telefon-Nr. (0271) 404-1256

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