UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Neophyten - ein Problem für unsere Landschaft

Was sind Neophyten

Foto einer Herkulesstaude

Wie der Name (griechisch Neo = neu und phyt = Pflanze) andeutet, handelt es sich um relativ "neue" Pflanzenarten in unseren Breiten. Sie sind ungefähr seit der Entdeckung Amerikas im 15. Jahrhundert auf unterschiedlichen Wegen und aus verschiedensten Gründen eingeschleppt oder eingeführt worden.

Wie kommen Neophyten zu uns?

Manche Neophyten wurden als landwirtschaftliche Nutzpflanze (Mais, Kartoffel), als Forstpflanze (Douglasie, Robinie), als Heilpflanze (Kamille) oder als Kuriosität und Zierpflanze (Springkraut, Goldrute, Riesen-Bärenklau, Staudenknöterich, Nachtkerze, Sommerflieder, Kartoffelrose etc. ) absichtlich eingeführt. Andere wurden mit Handelsgütern und pflanzlichen Erzeugnissen oder durch die weltweite Reisetätigkeit unbeabsichtigt eingeschleppt. Von den insgesamt circa 12.000 "neuen" Pflanzenarten haben sich viele in unsere heimische Pflanzenwelt integriert, sodass sie eigentlich nicht mehr als neophytisch wahrgenommen werden.

Sind alle Neophyten problematisch?

Die meisten gebietsfremden Arten verursachen keinerlei ökologische, ökonomische oder andere Schäden. So haben von zirka 400 in Deutschland oder Teilgebieten eingebürgerten Neophyten höchstens 50 (also zirka 10%) negative Auswirkungen auf die heimische Natur oder den Menschen bzw. seine Aktivitäten. Auch viele der vom Naturschutz besonders beachteten, seltenen oder gefährdeten Rote-Liste-Arten sind erst durch menschliche Aktivitäten seit der letzten Eiszeit zu uns gekommen. Die gebietsfremden Arten von damals sind also zu "wertvollen" Arten des Naturschutzes von heute geworden.

Wann sind Neophyten naturschutzrelevant ?

Wegen der langen Landnutzungstradition in Mitteleuropa ist der Naturschutz nicht nur auf natürliche Lebensräume und einheimische Arten begrenzt, sondern umfasst auch anthropogene Lebensräume (beispielsweise: Äcker, Magerasen und Wiesen). Aus Naturschutzsicht sind Neophyten problematisch, wenn sie andere Arten oder Lebensräume gefährden, Naturhaushaltsfunktionen beeinträchtigen oder das Landschaftsbild unerwünscht verändern. Darüber hinaus gibt es weitere Arten, die auf Landwirtschaftsflächen, in Forsten und im Siedlungsbereich wirtschaftliche oder auch gesundheitliche Probleme verursachen, ohne dass hiermit Naturschutzkonflikte verbunden sind. Für Gegenmaßnahmen - aber auch für Haftungsfragen - sind daher andere Bereiche als der Naturschutz zuständig (z. B. Pflanzenschutz-, Forstbehörden, Gartenbauämter).

Welche Auswirkungen haben Neophyten auf die heimische Tier- und Pflanzenwelt?

Einige der Neophyten sind wegen der Verdrängung standortgerechter einheimischer Tier- und Pflanzenarten zu einem ökologischen Problem geworden. So werden sie für den Rückgang von bislang 43 Tierarten verantwortlich gemacht. Sie besiedeln und zerstören dadurch empfindliche und zudem selten gewordene Biotope. An Gewässern bieten Neophyten wie zum Beispiel das  Indische Springkraut oder der Riesen-Bärenklau wegen ihrer teils brüchigen und kleinen Wurzeln keinen Hochwasserschutz. Ob ein Neophyt zum Problem wird, kann lokal oder regional unterschiedlich zu beurteilen sein.

Müssen Neophyten bekämpft werden?

Eine Bekämpfung problematischer Neophyten wie zum Beispiel dem Riesen-Bärenklau kann aus Gründen der allgemeinen Sicherheit oder aus ökologischen Gründen angezeigt sein. In jedem Fall muss abgewogen werden, ob und wie bekämpft werden soll. Eine Bekämpfung darf auf keinen Fall zur Zeit der Samenreife erfolgen, da dies zwangsläufig die unbeabsichtigte Verbreitung der Samen zur Folge hätte. Insbesondere dann, wenn geschützte Biotope oder Schutzgebiete von Neo-phyten überwuchert werden, ist zum Erhalt einer naturnahen, artenreichen und stabilen Landschaft eine Bekämpfung von Neophyten angezeigt.

In welchem Umfang werden in Siegen Neophyten bekämpft?

Riesen-Bärenklau

Seit den 90er Jahren werden aufkommende Bestände des Riesen-Bärenklau im Stadtgebiet von Mitarbeitern des Entsorgungsbetriebes der Stadt Siegen und Zivildienstleistenden der Abteilung Umwelt bekämpft. Besonders anzutreffen sind diese in den Ufer- und Auenbereichen des Eisernbaches und des Obersdorfbaches bei Eisern. Durch wiederholtes Aushacken der Wurzelsprosse, Abschneiden der Pflanzen (Frühjahr) und später der Blütenstände wurde über Jahre hinweg versucht, eine weitere Ausbreitung des Riesenbärenklau zu begrenzen.

Im Rahmen der Gewässerunterhaltung erfolgte die Bekämpfung des Riesen-Bärenklau seit 1997 an Gewässern durch Abmähen der Stauden und getrennte Entsorgung der Dolden zur Verbrennung.

Da diese personal- und kostenintensiven Maßnahmen keinen nachhaltigen Erfolg zeigten, wird seit dem Jahr 2006 - nach Genehmigung durch die Landwirtschaftskammer NRW - die Bekämpfung des Riesen-Bärenklau mit Herbiziden durchgeführt. Zum Einsatz kommen die Herbizide "Round up" und "Garlon 4", die durch den schonenden und gezielten Einsatz mit Dochtstreichgeräten auf die Pflanzen aufgebracht wurden. Auf diese Weise wurden in den Jahren 2006 bis 2008 an den Gewässern im Stadtgebiet Siegen jährlich ca. 50.000 Pflanzen bekämpft.

Die Standorte und Anzahl der bekämpften Pflanzen wurden in einer Standortdokumentation mit Bekämpfungsdatum und Anzahl der jeweils bekämpften Pflanzen festgehalten. Die Bekämpfung begann jeweils im Frühjahr (April / Mai) und wurde bei trockener Witterung in mehreren Abschnitten bis Anfang September durchgeführt.

Schwerpunkte der Bekämpfung waren Uferabschnitte an den Gewässern Sieg, Eisernbach, Ferndorf und Weiß.

Sichtbare Erfolge sind an einzelnen Stellen bereits zu sehen, allerdings ist ein flächendeckender Rückgang der Herkulesstauden noch nicht zu erkennen, da die Keimfähigkeit der Samen mehrere Jahre beträgt. Durch diese lange Keimfähigkeit der Samen im Boden ist damit zu rechnen, dass sich die Anzahl der Stauden solange nicht signifikant reduzieren wird, bis sich der Vorrat noch keimfähiger Samen im Boden deutlich reduziert hat. Festzustellen ist jedoch, dass die weitere Ausbreitung der Herkulesstaude an den Gewässern im Stadtgebiet gestoppt scheint und die Bekämpfung mit Herbiziden nachhaltige Erfolge zeigt.

Im Rahmen der Gewässerunterhaltung ist deshalb beabsichtigt, auch in den kommenden Jahren mit der Bekämpfung des Riesen-Bärenklau im Rahmen der Gewässerunterhaltung im Stadtgebiet fortzufahren.

Drüsiges Springkraut

Foto "Indisches Springkraut"

Das großflächig an den Ufern der Sieg und der Ferndorf vorkommende Drüsige Springkraut wird im Rahmen der Gewässerunterhaltung nicht bekämpft.

Japanischer Stauden-Knöterich / Topinambur:

Der Japanische Stauden-Knöterich und der Topinambur werden im Stadtgebiet derzeit nicht systematisch bekämpft, da einerseits ihre Vorkommen noch begrenzt sind und andererseits hierfür noch keine wirksamen Bekämpfungsmethoden bekannt sind.

Beifuß-Ambrosie:

Bisher erfolte lediglich eine Beseitigung von Einzelexemplaren in privaten Hausgärten. Größere Vorkommen sind nicht bekannt.

Wo siedeln sich Neophyten bevorzugt an?

Neophyten stellen an ihren Standort keine besonderen Ansprüche. Dies ist unter anderem ausschlaggebend für ihren Verbreitungserfolg. Instabile Biotope mit wechselnden Eigenschaften werden bevorzugt besiedelt. Der Fahrtwind entlang von Straßen und Bahndämmen oder die Wasserströmung von Fließgewässern sorgen dafür, dass flugfähige und schwimmfähige Samen bzw. von der Strömung abgerissene Sprossteile über weite Strecken transportiert werden.

Welche Rolle spielt der Mensch bei der Verbreitung?

Für die Hauptverbreitungsursachen von gebietsfremden Pflanzenarten sorgt der Mensch. Durch Bautätigkeit entstehen offene Bodenflächen; durch die Wiederverwendung von Bodenmaterial können Neophyten an neue Standorte transportiert werden; Nutzungsänderungen in der Land- und Forstwirtschaft eröffnen Bestandslücken, in die Neophyten Fuß fassen können. Häufig werden Gartenabfälle in der freien Landschaft entsorgt, ein Weg, auf dem schon vielen gebietsfremden Pflanzenarten der "Sprung über den Gartenzaun" gelungen ist

Wo haben sich in Siegen problematische Neophyten ansiedeln können?

Riesen-Bärenklau (Heracleum matagazzianum)

An folgenden Wuchsstellen haben sich größere Bestände des Riesen-Bärenklau (auch Herkulesstaude genannt) entwickeln können:

 

  • Sieg
    Bereiche Einkaufszentrum Weidenau und Weidenauer Hallenbad, beidseitige Ufer am Hallenbad Eiserfeld, beidseitige Ufer Ortseingang Niederschelden und Bereich der Eisenbahnbrücke Niederschelden. 
  • Ferndorf
    Bereich der Kläranlage Dillnhütten, unterhalb des Kreiskrankenhauses Weidenau.
  • Weiß
    Bereiche vor "Schleifmühlchen" und am Löhrtor-Gymnasium.   
  • Eisernbach
    Beidseitige Ufer- und Auenbereiche zwischen Eisern und Eiserfeld.   
  • Obersdorfbach
    Beidseitige Ufer- und Auenbereiche oberhalb Eisern zwischen Buswendeplatz und Einmündung in die L 562.

Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera)

Das Indische Springkraut hat sich mittlerweile über weite Uferabschnitte der Sieg und der Ferndorf im Stadtgebiet ausbreiten können. Es ist bisher jedoch nicht an den kleineren Nebenbächen zu finden.

Japanischer Stauden-Knöterich (Fallopia japonica)

Der Stauden-Knöterich ist inzwischen an den Ufern von Sieg und Ferndorf weiter verbreitet, wobei sich z. T. größere Bestände entwickelt haben, so z. B. an der Sieg am Ende der Straße "Siegufer". Daneben kommt er vereinzelt auch abseits der Fließgewässer an Straßenböschungen, Schuttplätzen und anderen gestörten Standorten vor.

Topinambur (Helianthus tuberosus)

Das Vorkommen von Topinambur beschränkt sich zur Zeit auf die Siegaue zwischen Eiserfeld und Niederschelden. Hier sind an den Ufern zum Teil auch ausgedehnte flächige Bestände zu finden.

Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia)

Nach einem Aufruf in der örtlichen Presse sind im Jahr 2008 insgesamt 15 Meldungen von Vorkommen der Beifuß-Ambrosie in Privatgärten bei der städtischen Abteilung Umwelt eingegangen. In allen Fällen handelte es sich um Einzelpflanzen, die sich unter oder in der Nähe von Vogelfutterplätzen entwickelt hatten. Dies ist als eindeutiger Beleg dafür zu sehen, dass die Beifuß-Ambrosie über verunreinigtes Vogelfutter in die Gärten eingeschleppt wurde. Die Pflanzen wurden beseitigt und über den Hausmüll entsorgt.

Die örtliche Presseberichterstattung hatte im übrigen zur Folge, dass auch in anderen Kommunen des Kreises zahlreiche Gartenbesitzer Exemplare der Beifuß-Ambrosie festgestellt haben. Dies zeigt, dass es sich hierbei nicht um ein lokales sondern eher allgemeines bundesweites Problem handelt.

Die Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisifolia) ist eine stark allergene, invasive Pflanze, die ursprünglich aus Nordamerika stammt und sich bereits in mehreren europäischen Ländern massiv ausgebreitet hat. Die Gefahr, die von dieser Pflanze ausgeht, liegt in der hohen Allergenität ihrer Pollen. Diese lösen allergische Reaktionen der Augen und der Atemwege aus und führen häufiger zu Asthma. Der späte Blütezeitpunkt von Ambrosia artemisifolia im August und September bedeutet eine zusätzliche Belastung der Pollenallergiker durch die Verlängerung der Pollensaison, wenn die Gräserpollen nur noch in geringen Mengen fliegen.

Die städtische Abteilung Umwelt wird auch in den kommenden jahren regelmäßig die Öffentlichkeit über die Problematik der Beifuß-Ambrosie informieren, um so ein unkontrolliertes Ausbreiten der Pflanze im Stadtgebiet möglichst zu verhindern.

Welche Erfahrungen wurden bisher bei der Bekämpfung des Riesen-Bärenklau gemacht?

Als Bilanz der bisher kreisweit durchgeführten Maßnahmen zur Bekämpfung des Riesen-Bärenklau ist Folgendes festzuhalten:

  • Nach langen Jahren der mechanischen Bekämpfung sind die meisten Kommunen dazu übergegangen, aus Kostengründen und Gründen der Effektivität den Riesen-Bärenklau mit Herbiziden zu bekämpfen.
  • Die Bekämpfung erfolgt bei den Kommunen in der Regel durch den örtlichen Bauhof. In Einzelfällen war bzw. ist der ehrenamtliche Naturschutz mit in die Bekämpfung eingebunden. In einem Fall wurde die Bekämpfung von Restvorkommen an eine Garten- und Landschaftsbau-Firma vergeben.
  • Als Herbizide bei der Riesen-Bärenklau-Bekämpfung werden die Mittel "Round Up" und "Garlon 4" eingesetzt. Die Anwendung erfolgt in der Regel mittels der Docht-Streichmethode oder der Rückenspritze. Das Mittel "Garlon 4" ist umweltverträglich mit der Rückenspritze einzusetzen, da es nicht zu einem totalen Absterben aller umliegenden Gräser führt. Allerdings ist "Garlon 4" nur bei einjährigen, jungen Pflanzen im Wachstumsbeginn einsetzbar.
  • Bei Einzelpflanzen und kleineren Beständen des Riesen-Bärenklau hat sich ein Abstechen des Wurzelrhizoms als effektivste Bekämpfungsmethode erwiesen. Bei größeren Beständen ist dies finanziell und personell nicht mehr leistbar.
  • Vom Kreis Siegen-Wittgenstein wird derzeit geprüft, ob künftig die Bekämpfung größerer Vorkommen des Riesen-Bärenklau als Pflege- und Entwicklungsmaßnahme in Landschaftspläne aufgenommen werden kann.

Wie kann die Einschleppung von Neophyten verhindert werden?

Beim Umgang mit gebietsfremden Arten und Maßnahmen zu deren Begrenzung sollten grundsätzlich die folgenden drei Ebenen berücksichtigt werden:

Vorsorge

Die Ausbreitung gebietsfremder Arten wurde und wird meistens vom Menschen unbedacht eingeleitet. Daher kommt der Aufklärung und Bewusstseinsbildung die größte Bedeutung zu. Die Baumschulen und Gartencenter bieten mittlerweile ein riesiges Sortiment an Stauden und Gehölzen fremdländischer Herkunft an. Besonders dann, wenn die dort angebotenen Pflanzen mit den Eigenschaften "schnellwüchsig", "ausdauernd", "bestandsprägend" oder "anspruchslos" charakterisiert werden, sollte eine erhöhte Vorsicht gelten. Die Ausbreitung von Neophyten kann häufig bereits verhindert werden, wenn Privatleute bewusster mit gebietsfremden Arten umgehen und z. B. keine Gartenabfälle in der freien Landschaft entsorgen oder auf eine "Bereicherung" der Natur durch das Ausbringen neuer Arten verzichten.

Auch in der freien Landschaft wirtschaftende Berufsgruppen (Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau, Imkerei, Straßen- und Landschaftsbaubetriebe, Verkehrswegeunterhaltung etc. ) sollten auf einheimische Arten zurückgreifen und die unbeabsichtigte Ausbreitung gebietsfremder Arten durch ihre Aktivitäten verhindern (Beispielsweise: Verschleppung von Samen oder Pflanzenteilen durch Erdbewegungen).

Monitoring

Die Beobachtung der Bestandsentwicklung und Ausbreitung bereits eingeführter gebietsfremder Arten stellt die Grundlage für eventuelle rechtzeitige Kontroll- oder Bekämpfungsmaßnahmen dar. Vor diesem Hintergrund hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW zum Beispiel vor einigen Wochen eine Meldeaktion bei Kommunen für die Beifuß-Ambrosie gestartet.

Die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein erstellt derzeit ein Internet-basiertes Neophyten-Kataster für das Kreisgebiet. Hierdurch soll erstmals ein kreisweiter Überblick über aktuelle Vorkommen und die Ausbreitung problematischer Neophyten ermöglicht werden. Die Fundortdaten sollen dabei von den kreisangehörigen Kommunen erhoben und eingegeben werden. Die Abteilung Umwelt der Stadt Siegen hat mit der Erarbeitung eines stadtweiten Katasters für problematische Neophyten begonnen und beteiligt sich an dem oben genannten kreisweiten Kataster.

Akzeptanz, Kontrolle und Bekämpfung

Die meisten bereits in Deutschland vorkommenden gebietsfremden Arten haben sich in die heimischen Ökosysteme integriert und sind daher als neuer Bestandteil der Flora zu akzeptieren.

Auch viele problematische Arten werden nicht mehr ausrottbar sein, so dass sie nur in Einzelfällen bekämpft werden sollten, um sie unter Kontrolle zu halten oder lokal auszurotten. Dazu müssen ihre Auswirkungen im konkreten Fall bekannt sein und die Bekämpfung rechtfertigen (z.B. Bedrohung seltener oder gefährdeter Arten und Lebensräume oder besonders negative Auswirkungen auf den Naturhaushalt, die menschliche Gesundheit oder wirtschaftliche Aktivitäten).

Im Stadtgebiet Siegen sind diese Voraussetzungen derzeit für den Riesen-Bärenklau gegeben.

Aufgrund des hohen Allergie auslösenden Potentials der Beifuß-Ambrosie wird auch deren etwaige Ansiedlung im Stadtgebiet beobachtet. Soweit Einzelpflanzen oder Pflanzenbestände festgestellt werden, erfolgt deren umgehende Beseitigung.

Wo gibt es weitere Informationen?

Weitere Informationen über Neophyten finden Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Naturschutz.

Infoflyer "Ambrosie" des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW.


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