UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Heizöltanks - die versteckte Gefahr

Jedes Jahr ereignen sich auch im Siegerland Ölunfälle mit privaten Heizöltankanlagen, bei denen es zum Austritt von Heizöl in die Umwelt kommt. Neben dem finanziellen Schaden können mit solchen Unfällen erhebliche Verunreinigungen von Boden und Grundwasser entstehen. Nicht zuletzt ist ein Heizölschäden im Haus mit viel Dreck und erheblichem Gestank verbunden.
Ob unterirdisch, in einer Auffangwanne im Keller oder über dem Erdboden, in der Regel machen sich Hauseigentümer nur Gedanken, wenn der Tank leer ist und wieder aufgefüllt werden muss. Bei vielen Heizungsanlagen wurden zwar in den letzten Jahren die Heizkessel modernisiert, die Öltanks befinden sich dagegen häufig noch in ihrem Ursprungszustand. Wenn dann unglückliche Umstände eintreten (zum Beispiel Leckagen, Fehlverhalten von Betreiber und Öllieferant), kann schnell aus einer lauernden Gefahr ein konkreter Ölunfall mit weitreichenden Folgen werden.

Um diese Gefahr zu verringern, schreiben die wasserrechtlichen Vorschriften eine regelmäßige Überprüfung der Sicherheitsvorrichtungen von Öltanks vor. Folgende Regelungen gelten für die Prüfpflicht von Heizöltanks durch einen unabhängigen zugelassenen Sachverständigen:

Befindet sich das Grundstück in einem Wasserschutzgebiet (Zone I - IIIA), dann müssen

  • unterirdische (im Erdreich eigebaute) Öltanks alle 2,5 Jahre geprüft werden.
  • Oberirdische Öltanks (zum Beispiel Tanks, die im Keller aufgestellt sind), wenn mehr als 10.000 Liter gelagert werden können, alle 5 Jahre geprüft werden.

Für alle anderen Grundstücke gilt:

  • Unterirdische (im Erdreich eigebaute) Öltanks  müssen alle 5 Jahre geprüft werden.
  • Oberirdische Öltanks (zum Beispiel Tanks, die im Keller aufgestellt sind), wenn mehr als 10.000 Liter gelagert werden können, müssen alle 5 Jahre geprüft werden.

Von Sachverständigen erhält die Untere Wasserbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein eine Kopie des Prüfberichtes. Sollten Mängel festgestellt werden, müssen diese unverzüglich von einem Fachbetrieb behoben werden. Nach Abschluss der Arbeiten teilt der Hauseigentümer die Beseitigung der Mängel der Unteren Wasserbehörde mit.

Für alle neuen Tankanlagen ab 1.000 Liter muss eine Sachverständigen- oder Fachbetriebsbescheinigung vorgelegt werden.

Bei Fragen, die mit der Überprüfung von Öltankanlagen im Zusammenhang stehen, hilft die Untere Wasserbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein, Telefon: (0271) 333-2007, weiter.

Hier kann auch eine Liste der Sachverständigen angefordert werden. Diese Liste kann auch im Internet beim Kreis Siegen-Wittgenstein ("Bürgerservice" » "Wer? Was? Wo?" » "Formulare" » Buchstabe S "Sachverständige VAwS") heruntergeladen werden.

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