Regionale 2013
Siegen - Zu neuen Ufern
Regionale 2013
Siegen - Zu neuen Ufern
Laufend aktualisierte Informationen zum Projekt "Siegen - Zu neuen Ufern" finden Sie hier:
www.siegen-zu-neuen-ufern.de.
Allgemeine Informationen
Siegen kommt als einzigem Oberzentrum und einwohnerstärkster Stadt im REGIONALE-Raum eine besondere Rolle zu. Gleichzeitig kämpft Siegen mit Abwanderung und den Beeinträchtigungen, die durch den Zweiten Weltkrieg und die zahlreichen Bausünden der folgenden Jahrzehnte entstanden sind. Das Siegener REGIONALE-Projekt setzt hier an zwei Stellen an, um Abhilfe zu schaffen:
Das Untere Schloss, derzeit als Gefängnis und Behördentrakt genutzt, soll eine neue Rolle übernehmen. Statt Gefängniszellen und Amtsstuben werden Wissenschaft, Wirtschaft und Jugend Einzug halten. Ein für Deutschland einmaliges Projekt ist die geplante Einrichtung der Siegener ("Südwestfälischen") Mittelstandsakademie (SMA) als Teil der Universität Siegen, die im Unteren Schloss ihre Arbeit aufnehmen soll. Die Akademie wird speziell die Weiterbildungsbedarfe der südwestfälischen Unternehmen decken und eine engere Verflechtung von Wirtschaft und Bildungseinrichtungen gewährleisten. Die REGIONALE-Projektidee der Stadt Siegen sieht zudem die Freilegung der - durch die Innenstadt verlaufenden - Sieg vor. Als Imagefaktor und verbindendes Element der Region soll sie stärker ins südwestfälische Bewusstsein gehoben werden. Ebenfalls auf dem städtebaulichen Programm steht die Verlegung des Sieg-Radwanderweges durch die Innenstadt. Weiterhin sind im Rahmen eines gesamtstädtischen Entwicklungskonzepts verschiedene bauliche Eingriffe geplant, die unter anderem die bauliche Trennung von Ober- und Unterstadt auflösen und so die einheitliche Erfahrbarkeit der Stadt wiederherstellen sollen.
Dazu gehören der Umbau der Bahnhofstraße, die Erneuerung des Bahnhofsgebäudes, die Modernisierung der gesamten Infrastruktur des Hauptbahnhofes, die Neuordnung des Straßenverkehrs sowie die Umplanung des öffentlichen Personennahverkehrs.
"Siegen - zu neuen Ufern" bietet die einmalige Chance, Impulsprojekte für eine nachhaltige und zukunftsfähige Stadtentwicklung zu initiieren.
Der Stadt kann es mit diesem Projekt gelingen, sich mit ihren oberzentralen Funktionen stellvertretend für die gesamte Region zu profilieren und eine vorbildliche Prozessstruktur für den Stadtumbau zu etablieren.
Bisherige Schritte
Die Stadt Siegen hat detaillierte Grundlagenarbeit geleistet. Im Rahmen des Projektes "Siegen - Zu neuen Ufern" wurden die einzelnen Bausteine sorgfältig erarbeitet und in einem breiten öffentlichen Dialog diskutiert. Alle relevanten Akteure sind eingebunden und es gibt eine breite Zustimmung zu dem Projekt. Mittlerweile sind alle Maßnahmen Bestandteil des "Integrierten Handlungskonzeptes Siegen - Zu neuen Ufern", das in den städtischen Gremien und parallel dazu im "Forum Innenstadt" vorgestellt und intensiv beraten wurde. Der einstimmige Beschluss des Rates der Stadt Siegen erfolgte in der Sitzung am 27.10.2010. Der integrative Ansatz sichert die Einbindung der einzelnen Projekte in ein innerstädtisches Gesamtkonzept. Dieses Konzept stellt die Leitlinien der Siegener Innenstadtentwicklung für die nächsten zwei Jahrzehnte dar.
Einige der Maßnahmen sind inhaltlich weit fortgeschritten:
Die Siegener Mittelstandsakademie ist bereits als An-Institut der Universität Siegen eingerichtet, ein Zuwendungsbescheid für die Anschubfinanzierung ist vom nordrhein-westfälischen Innovationsministerium erteilt worden.
Einen weiteren wichtigen Impuls stiftet das
Projekt "Ringlokschuppen", dessen einmalige Konzeption Eisenbahn- und Industriegeschichte, Historie, Kultur und Städtebau modellhaft miteinander verbindet. Dieses Projekt konnte nur durch das herausragende Engagement der Siegener Bürgerschaft entstehen.
Seit dem 26.02.2010 ist die Vorstellung des künftigen Blicks auf die Sieg und ihr Umfeld im Zentrum der Stadt konkret. Nach einem europaweit ausgelobten freiraumplanerischen Wettbewerb setzte sich in einem zweistufigen Verfahren bei einer einstimmigen Entscheidung des Preisgerichts das Atelier Loidl, Landschaftsarchitekten, Berlin mit Schultz-Brauns & Reinhart Architekten, München, und BPR, Dr. Bernhard Schäpertöns & Partner, Beratende Ingenieure, München, durch.
Diese Planungen konnten zwischenzeitlich weiter konkretisiert werden, und bilden nach einstimmigem Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses des Rates der Stadt Siegen vom 08.09.2010 die Grundlage für die Anträge auf Bewilligung von Fördermitteln nach der Stadterneuerungs- und der EU-Wasserrahmenrichtlinie.
Im Rahmen der Qualifizierung des Projektes wurde am 15.12.2010 durch das höchste Gremium der Südwestfalen Regionale 2013 der 3. Stern erteilt. Als eines der ersten Konzepte im Zuge des regionalen Strukturprogramms für Südwestfalen hat "Siegen - Zu neuen Ufern" damit alle Qualifizierungshürden genommen.
Das Investitionsvolumen für die Umgestaltung der Sieg in Siegen-Mitte beträgt über 14 Millionen Euro. Zwischenzeitlich liegen der Stadt Siegen Bewilligungsbescheide des Landes in Höhe von 10.827 Millionen Euro vor. Der Baubeginn ist für Juli 2012 vorgesehen.
Projektträger
Projektträger ist die Stadt Siegen. Unterstützt wird diese je nach Maßnahme durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, das Innovationsministerium, den Kreis Siegen-Wittgenstein, die Universität Siegen die Deutsche Bahn AG und private Dritte. Zusätzlich zu den offiziellen Projektträgern stehen verschiedene Vereinigungen und Gesellschaften hinter den geplanten Vorhaben. Demnach bestehen gute Voraussetzungen für die Etablierung und Sicherung von bürgerschaftlichem Engagement.
Kontakt
Stadt Siegen
Gerald Kühn
Telefon: (0271) 404-2414
Telefax: (0271) 404-2701
E-Mail: g.kuehn@siegen.de
Südwestfalen Agentur GmbH
Daniel Fühner
Telefon: (02761) 83511-17
Telefax: (02761) 83511-29
E-Mail: d.fuehner@suedwestfalen.com





