UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Ge(h)Denken - 75. Gedenktag am 16. Dezember 2019

Am 16. Dezember 1944 erlebte die Stadt Siegen die schrecklichsten Minuten ihrer Geschichte. Über 50.000 Bomben wurden abgeworfen und unsere Stadt versank in Schutt und Asche, hunderte Menschen starben im Bombenhagel des Krieges, der seinen Weg zurück fand, von wo er ausging. Daran erinnern wir Bürgerinnen und Bürger jährlich und nun zum 75. Mal - in diesem Jahr mit dem Stillen Gedenken an der Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft am Dicken Turm, einem ökumenischen Gottesdienst und kulturellen wie informativen Veranstaltungen im Vorlauf und am Tag selbst.

Gedenktag 16. Dezember 2019

15.00 Uhr
Stilles Gedenken an der Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft am Dicken Turm (Stadt Siegen)

ab 15.30 Uhr
Kundgebung "Ge(h)Denken 2019 - gegen Krieg und Faschismus" auf dem Scheinerplatz (Aktionsbündnis Frieden Südwestfalen)

Redebeiträge unter anderem von Ingo Baldermann zum persönlichen Erleben von Faschismus und Krieg 1933 bis 1945 und von Stephan Klenzmann zu aktuellen faschistischen und rassistischen Entwicklungen in unserer Region. Musikalische Begleitung von Peter Schmitt.

18.00 Uhr
Ökumenischer Gottesdienst in der Nikolaikirche "Wie liegt die Stadt so wüst" mit den Pfarrern Armin Pulfrich (evangelisch) und Wolfgang Winkelmann (katholisch)

Die Kantorei Siegen musiziert folgende Motetten: Rudolf Mauersberger: "Wie liegt die Stadt so wüst“Heinrich von Herzogenberg: Selig sind, die da Leid tragenMichael Grill: Osseh shalom

ab 19.00 Uhr
Foto-Ausstellung "Eine Stadt in Trümmern - der 16. Dezember 1944 und das zerstörte Siegen" im Foyer des Apollo Theater (Stadt Siegen)

Die Stadt Siegen erinnert mit der Ausstellung an den Jahrestag des Bombenangriffs zum Ende des Zweiten Weltkriegs, der das Gesicht der Stadt für immer verändert hat. Das Stadtarchiv Siegen zeigt mit Unterstützung des Referats für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit großformatige Original-Fotografien, die die Folgen des Luftangriffs für die Menschen in Siegen dokumentieren. Die Ausstellung ist am Montagabend, 16. Dezember 2019, ab 19.00 Uhr im Foyer des Apollo-Theaters zu sehen. Sie ist gedacht als städtischer Beitrag zur lokalen Erinnerungskultur und des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewalt.

20.00 Uhr
"Ge(h)Denken - Ein Tag, aufzustehen und Gesicht zu zeigen" im Apollo Theater (Junge Theater)

Auch die jungen Theater der Stadt - das Bruchwerk Theater, das Junge Apollo und das Junge Theater Siegen - gedenken gemeinsam dieses Tages und durchleuchten auf der Apollo-Bühne die Schrecken des absurden Krieges. Getrieben von dichten Schlagwerkklängen der Musiker Marco Bussi und Dominik Hahn hinterfragen die jungen Darstellerinnen und Darsteller den Sinn des Erinnerns, gewähren Einblicke in das verzweifelte Leben Siegener Mitbürger der Kriegszeit und setzen sich in verführerischen Wortspielen auch mit dem Heute auseinander. Denn: An der Sprache sind sie zu erkennen, die neuen Hetzer und Treiber.


Freitag, 13. Dezember 2019

16.30 Uhr
"Laut gegen das Vergessen"

Bereits am Freitag, den 13.12.2019, findet im Rahmen des Ge(h)Denken die Veranstaltung "Laut gegen das Vergessen" statt. Los geht es um 16.30 Uhr im Kinder- und Jugendtreff Weidenau (Gärtnerstraße 24) mit zwei Workshops. Im Anschluss kann man gemütlich zum Vortex spazieren. Dort beginnt um 19.30 Uhr das Konzert gegen rechts mit For Heads Down, Molly Punch und Microphone Mafia. Der Eintritt ist frei.


Sonntag, 15. Dezember 2019

ab 16.00 Uhr
Heimat.Fremde. (Junges Theater Siegen mit Aktives Museum Südwestfalen, unterstützt von "Demokratie leben" und Bruchwerk Theater)

Szenische Ausstellung zur Zwangsarbeit im Siegerland in der Zeit des Nationalsozialismus. Sonntag, 15. Dezember 2019, Bruchwerk Theater, Siegbergstraße 1, 57072 Siegen. Einlass ab 16.00 Uhr. Die Ausstellung ist für Besucher bis zum letzten Einlass um 17.30 Uhr geöffnet, Dauer des Rundganges zirka 30 Minuten.

Das Jugendensemble von "Junges Theater Siegen" hat sich zum Ziel gesetzt, die Erinnerung an die bis zu 12.000 Menschen, die in der Zeit des NS als Zwangsarbeiter/innen aus ganz Europa in unserer Region ausgebeutet wurden, wach zu halten. Dazu wurde eine szenische Ausstellung erarbeitet, die den Besuchern Einblicke in Sichtweisen und Lebensläufe sowohl von Zwangsarbeitern als auch von Siegerländer Bürgern geben soll.

Förderung durch: Bundesfamilienministerium und Bundesprogramm 'Demokratie Leben!'
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