UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Stadt Siegen beschließt Energie-Einsparpaket

[08.07.2022] Die Stadt Siegen wird aufgrund der zunehmend angespannten Versorgungslage unter anderem bei Heizung, Warmwasser und Beleuchtung von städtischen Gebäuden deutlich Energie einsparen.

Einen konkreten Katalog mit kurz- wie langfristigen Maßnahmen hat ein erstmals ins Leben gerufener Energie-Krisenstab der Stadt Siegen gestern Nachmittag (Donnerstag, 7. Juli) beschlossen.

Der Krisenstab besteht derzeit aus Bürgermeister Steffen Mues, dem Verwaltungsvorstand und verschiedenen städtischen Abteilungen wie der Technischen Gebäudewirtschaft, der Sport- und Bäderabteilung, der Schulverwaltung, dem Entsorgungsbetrieb ESi, dem Ordnungsamt und den Siegener Versorgungsbetrieben (SVB). Aktuell untersucht die Verwaltung, wo weiteres Einsparpotenzial besteht, um auf die kommenden Wintermonate vorbereitet zu sein.

Auf dem Prüfstand stehen nahezu alle städtischen Gebäude und Einrichtungen, in denen ein hoher Gas- und Stromverbrauch anfällt. Angesichts der aktuellen Versorgungslage soll damit der Gasverbrauch (auch für Stromerzeugung) gedrosselt werden. Auch kleinere Maßnahmen sollen umgesetzt werden - „selbst wenn diese nur symbolischen Charakter haben, denn die Stadt Siegen nimmt ihre Vorbildfunktion ernst. Unser Ziel ist, jetzt Gas zu sparen, damit es im Winter nicht kalt wird. Gleichzeitig soll das öffentliche Leben natürlich weiter stattfinden“, sagte Bürgermeister Steffen Mues.

„Das ist das Ziel für die nächsten Monate, auch als Appell gedacht, damit wir im Winter nicht plötzlich ohne Energie dastehen. Wir leisten als Stadt Siegen damit unseren Beitrag, um eine drohende konrekte Mangellage in der Energieversorgung abzuwenden.“

Nachdem in den städtischen Frei- und Hallenbädern in den vergangenen Wochen die Temperatur bereits um zwei Grad abgesenkt wurde, wird in den Freibädern Geisweid und Kaan-Marienborn die Beheizung der Schwimmbecken komplett auf die vorhandenen Solaranlagen umgestellt, um das Wasser zu erwärmen. In den Hallenbädern wird die Wassertemperatur auf 25 Grad abgesenkt.

Geprüft wird auch, die Warmwasserbereitung und Raumtemperatur in verschiedenen städtischen Einrichtungen verträglich zu begrenzen. Schon eine Absenkung um ein Grad spart nach Angaben der Technischen Gebäudewirtschaft fünf bis sechs Prozent der Heizkosten. Die Verantwortlichen der Stadt Siegen appellieren außerdem, unbedingt die Regeln des richtigen Lüftens einzuhalten, konkret Stoß- statt Dauerlüften in den Gebäuden, um Energie zu sparen.

Die Fassadenbeleuchtung öffentlicher Gebäude im Stadtbild, die vor allem aus touristischen Gründen erfolgt, wurde bereits abgestellt, beispielsweise am Dicken Turm, der Nikolaikirche, am Oberen wie Unteren Schloss und an der Marienkirche, das Abstellen der Beleuchtung der Siegerlandhalle soll noch folgen. Weiterhin beleuchtet bleiben aber die Bodenflächen rund um die Siegerlandhalle etwa auf den Parkplätzen aus Gründen der Sicherheit.

Das Abstellen der Beleuchtung geschieht vor allem mit Blick auf die Symbolwirkung, denn durch den Einsatz der LED-Technik besteht bereits ein hohes Einsparpotenzial. Bei der Straßenbeleuchtung wird ein Abschalten geprüft mit der obersten Maßgabe, dass Sicherheitaspekte nicht berührt werden.

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte in der vergangenen Woche die zweite Stufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Der Deutsche Städtetag, in dem die Universitätsstadt Siegen Mitglied ist, hatte Empfehlungen für mögliche Energiespar-Maßnahmen in den Kommunen vorgeschlagen.

Pressekontakt: Stadt Siegen ⋅ Referat für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Sabine Schutz ⋅ Telefon-Nr. (0271) 404-1220

Diese Website benutzt Cookies
Wir benutzen Cookies, um unsere Website stetig zu verbessern. Wenn Sie ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen auf unserer Seite weitersurfen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.
x