UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Siegdeiche in Niederschelden sollen saniert werden

[04.10.2021] Im Rahmen der Novellierung des Landeswassergesetzes NRW wurden landesweit alle Unterhaltungspflichtige an Fließgewässern verpflichtet, die Standsicherheit und Funktionstüchtigkeit von Hochwasserschutzdeichen zu überprüfen.

Dies betraf auch die Hochwasserschutzdeiche an der Sieg im Bereich Niederschelden, die dort seit Jahrzehnten die Bebauung des "Inseldorfes" vor Überschwemmungen schützen.

Ein von der Stadt Siegen in Auftrag gegebenes Gutachten liegt seit kurzem vor. Das Gutachten zeigt auf, dass die Deichanlage den heute geltenden Regelwerken und Normen nicht mehr entspricht und unmittelbarer Handlungsbedarf besteht.

Die in den zurückliegenden Jahrzehnten vorgenommenen Baumpflanzungen und der vorhandene Aufwuchs sind nach den heutigen Richtlinien auf Deichanlagen unzulässig. Darüber hinaus wurde aufgezeigt, dass die Deichanlage einen inhomogenen Aufbau besitzt und das notwendige Freibord in einem Teilbereich für ein 100-jähriges Abflussereignis nur eingeschränkt vorhanden ist. Im Hochwasserfall ist ein notwendiger Deichverteidigungsweg am Deichfuß nicht vorhanden.

Die Bezirksregierung Arnsberg als zuständige Aufsichtsbehörde hat ebenfalls den dringenden Handlungsbedarf festgestellt und die Stadt Siegen aufgefordert, umgehend Maßnahmen zur Ertüchtigung der Deichanlage zu ergreifen. Zur Vorbereitung und Umsetzung der notwendigen Maßnahmen wird seitens der Stadt Siegen kurzfristig eine Machbarkeitsstudie zur Ertüchtigung der Deichanlage in Auftrag gegeben.

Da die Sanierung der Deiche voraussichtlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen wird, ist es zum Schutz der Bevölkerung unumgänglich, die Bäume und den Bewuchs auf der rund 2 Kilometer langen Deichanlage unverzüglich zu beseitigen. Nur so kann ein Aufbrechen des Deichkörpers im Hochwasserfall vermieden werden. Ein Aufschub wird durch die Bezirksregierung nicht geduldet. Mit den Fällarbeiten wird voraussichtlich noch im Oktober begonnen.

Die katastrophalen Hochwasserereignisse der jüngeren Vergangenheit haben gezeigt, dass Hochwasserschutzeinrichtungen eine zunehmende Bedeutung zukommen. Gerade in Mittelgebirgslagen führen Starkregenereignisse zu schnell auftretenden Überflutungen, die ein großes Schadpotential beinhalten können. Die Erhaltung des Hochwasserschutzes und die Beseitigung erkannter Defizite sind deshalb mit hoher Priorität voranzutreiben.

Pressekontakt: Stadt Siegen ⋅ Referat für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Sabine Schutz ⋅ Telefon-Nr. (0271) 404-1220

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