UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Preis für Interkulturelles Engagement zum 30. Mal verliehen

[05.10.2020] Es war ein "runder" Festakt: Zum 30. Mal richteten der Integrationsrat und die Universitätsstadt Siegen jetzt (Freitag, 2. Oktober) die Verleihung des Preises zum "Interkulturellen Engagement 2020" aus, die coronabedingt in diesem Jahr in den Gläsersaal der Siegerlandhalle verlegt wurde.

„Das ist ein beachtlicher Geburtstag, die Auszeichnung hat auch eine hohe symbolische Bedeutung“, sagte Bürgermeister Steffen Mues in seinem Grußwort. Die Feier bildete in diesem Jahr den Abschluss der Interkulturellen Tage in Siegen.

Preisträger in diesem Jahr ist Gedi Ali Metan, der gebürtig aus Somalia stammt. Seit vielen Jahren kümmert er sich in Siegen um geflüchtete Menschen, dolmetscht bei Behördengängen und Arztbesuchen, leistet ehrenamtliche Fahrdienste, ist Vorsitzender des Somalischen Vereins und betreut unter anderem zwei Fußballmannschaften. „Für manche Menschen mag es das Größte sein, beschenkt zu werden. Für Herrn Metan ist es schön, anderen Menschen zu helfen“, heißt es im Vorschlagsformular für den mit 500 Euro dotierten Preis.

„Wir feiern drei Jahrzehnte, in denen sehr viele eindrucksvolle Projekte vorgestellt werden konnten. Es gibt in Siegen unglaublich viele aktive Menschen, die sich in der Integrationsarbeit engagieren“, betonte Bürgermeister Mues in seinem Rückblick auf 30 Jahre Preisverleihung.

Mues skizzierte das Engagement der Stadt Siegen für Toleranz und Weltoffenheit. So gehöre Siegen dem Städtebündnis der "sicheren Häfen" und der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus an. Dank Fördergelder aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" konnten 15 Siegener Initiativen mit insgesamt 35.000 Euro unterstützt werden, führte Mues aus. Zudem stelle die Stadt Siegen für "integrative Akteure" seit 2016 auch das "KIQ - KulturIntegrationQuartier" im ehemaligen Schulgebäude in der Koblenzer Straße 90 zur Verfügung.

Veli Aydin, stellvertretender Vorsitzender des Integrationsrates, dankte im Anschluss den scheidenden Mitgliedern des Integrationsrates - der sich nach der Wahl in der konstituierenden Sitzung im Dezember neu zusammensetzt - für die geleistete Arbeit aus und gratulierte den neu gewählten Mitgliedern.

Moderatorin Emetullah Hokkaömeroglu stellte in Form von kurzen Portraits die in diesem Jahr nominierten Personen und Organisationen vor: die Gemeinnützige Weiterbildungsgesellschaft Achenbach, Volker Nöll, der Siegener Künstler Thomas Kellner sowie die Veranstaltungsreihe "Trialog der Religionen". Die Nominierten erhielten für ihr Engagement eine Anerkennungsurkunde der Stadt Siegen.

Gedacht ist der "Preis für Interkulturelles Engagement" als Auszeichnung und öffentliche Anerkennung für beispielhafte Aktionen und Initiativen, die sich für ein friedliches Miteinander zwischen ausländischen und deutschen Mitbürgern in der Stadt Siegen engagieren.

Pressekontakt: Stadt Siegen ⋅ Referat für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Sabine Schutz ⋅ Telefon-Nr. (0271) 404-1220

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