UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Neues "Stadtgrün" für Siegen auf vielen Grünflächen

[09.05.2018] Mehr als 10.000 neue Wildblumenstauden, Sträucher und Gräser erblühen derzeit im Stadtgebiet auf städtischen Grünflächen und Verkehrskreiseln. Entweder frisch angelegt wie vor sechs Wochen am Kreisel in der Weidenauer Bismarckstraße oder bereits im vierten Wachstumsjahr in der Eiserfelder Ortsmitte.

„Wir leben in der grünsten Großstadt Deutschlands, und auch in unseren Innenstadt-Lagen wollen wir Bewohnern wie Besuchern ein ansprechendes Wechselspiel aus Grün und farbigen Blüten bieten. Das sieht nicht nur schön aus, sondern bringt auch im Hinblick auf die biologische Vielfalt einen Mehrwert“, sagte Bürgermeister Steffen Mues, der jetzt vor Ort in Eiserfeld das heranwachsende "Stadtgrün" mit den Fachleuten von der städtischen Grünflächenabteilung in Augenschein nahm. „Unser Ziel ist deshalb eine nachhaltige Bepflanzung.“

Hinter dem Pflanzenwachstum steckt ein durchdachtes gärtnerisches Konzept, denn die städtische Grünflächenabteilung setzt auf einen ökologischen Pflanzen-Mix an Straßen und stark versiegelten Flächen: „Die Pflanzen werden entsprechend des Standortes und den dort herrschenden stadtklimatischen Bedingungen ausgesucht. Sie sind dadurch an das Stadtklima sehr gut angepasst und kommen mit starker Hitze, Salzauftrag im Winter und verunreinigter Luft durch den Straßenverkehr klar“, erklärt Nina Fischer, zuständige Planerin bei der städtischen Grünflächenabteilung.

Rund 10.500 Stauden, krautige Pflanzen, Sträucher und Gräser sind in dieser Gartensaison bereits gepflanzt worden. Aufgrund des schnellen Wechsels von Winter- auf Sommertemperaturen laufen die Arbeiten für die rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegekolonnen in den letzten Wochen im gesamten Stadtgebiet auf Hochtouren. „Die Natur ist regelrecht explodiert“, erklärt Nina Fischer.

Grüne Abwechslung je nach Saison

In dem hellen Kalkschotter, dem so genannten "Steinmulch", wachsen die Pflanzen auf den Flächen jetzt immer deutlich sichtbarer heran: „Ob verschiedene Grüntöne, Blattstrukturen oder unterschiedliche Blüten, auf den Flächen ist während der gesamten Saison immer Abwechslung“, erklärt Nina Fischer. „Der Trend geht weg von reinen Rasen- und Bodendeckerflächen.“ Die "Blühstauden-Mischpflanzungen" sind nicht aufwändiger in der Pflege, bieten aber einen "großen optischen und ökologischen Mehrwert".

Denn diese "Trittsteinbiotope" - so der Fachbegriff - bieten wichtige Nahrungsquellen und Lebensräume für kleine Insekten und Bienen. Die Blühstauden etwa haben so genannte "nicht gefüllte" Blüten, auf denen Insekten ihre Nahrung leichter finden.

Ein weiterer Vorteil: Die Flächen sind weniger arbeitsintensiv und beanspruchen weniger Pflanz- und Jätaufwand, auch das tägliche Gießen entfällt, erklärt Nina Fischer. Die meisten der überwiegend heimischen Gewächse wie Wolfsmilch, Parklilie, Iris oder Fetthenne muss man nur einmal pflanzen, denn sie vermehren sich von selbst in den Folgejahren weiter.

Die beliebten und pittoresken Blühbeete mit Stiefmütterchen, Geranien und anderen "Klassikern" haben im Stadtbild aber auch ihren festen Platz: Allein am Oberen Schloss werden passend zur jeweiligen Saison rund 1.400 Quadratmeter "Wechselflorfläche" im Wechsel der Jahreszeiten bepflanzt.

Kontakt: Stadt Siegen ⋅ Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Sabine Schutz ⋅ Telefon-Nr. (0271) 404-1256

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