UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Klimaförderprogramm-Anträge bis Ende November möglich

[08.11.2022] Das Klimaförderprogramm der Stadt Siegen wird stark nachgefragt: Die städtische Stabsstelle Klimaschutz hat bereits Hunderte Bürgerinnen und Bürger im Stadtgebiet beim Umstieg auf alternative Energiequellen für mehr Klimaschutz und Energieunabhängigkeit unterstützt.

In diesem Jahr können sich Siegener Privatpersonen noch bis Ende November Zuschüsse zu förderfähigen Maßnahmen sichern. Eine neue Antragsstellung ist laut Förderrichtlinie dann ab 2023 wieder möglich. Darunter fallen beispielsweise Photovoltaik-Anlagen an Balkonen, Lastenräder, die Umwandlung von Schottergärten, der Tausch von Fenstern und Türen, Baumpflanzungen im Garten oder die Dämmung von Gebäuden mit Naturdämmstoffen.

Über das Klimaförderprogramm sind Zuschüsse zu individuellen Investitionen für den Klimaschutz wie die Klimafolgenanpassung möglich. Zu den Förderbausteinen gehören Mobilität, Bauen und Sanieren, erneuerbare Energien oder Projekte zur Klimafolgenanpassung. Dabei sind besonders Zuschüsse zu den kompakten Balkon-Kraftwerken, die Mini-Solaranlagen aus der Steckdose, nachgefragt. Lars Ole Daub, städtischer Klimaschutzbeauftragter und Leiter der Stabsstelle Klimaschutz, nennt Zahlen: "Aktuell haben wir schon mehr als 300 Förderanträge von Privatpersonen bewilligt. Von den rund 100.000 Euro Fördermitteln sind bereits rund 60.000 Euro abgerufen worden."

Susanne Hoffmann-Stein aus Weidenau hat das Förderprogramm bereits erfolgreich für ein Solarpaneel auf dem Hausdach genutzt: "Den Förder-Antrag online auszufüllen und einzureichen, war unkompliziert. Schon nach kurzer Zeit hatten wir eine positive Rückmeldung“, so die Siegenerin, die auch mit der "Ausbeute" an regenerativer Sonnenenergie sehr zufrieden ist: „Rund 400 Kilowattstunden erzeugen wir mit einem Modul, den Großteil nutzen wir selbst." Aktuell dauert die Bearbeitung wegen der hohen Nachfrage jedoch etwas länger, informiert die Stabsstelle Klimaschutz.

Das Klimaförderprogramm bietet den Bürgern die Möglichkeit, ohne große Bürokratie schon bei kleinen Maßnahmen Energie einzusparen. Mit Blick auf die aktuelle Energiekrise, den Krieg in der Ukraine und die enormen Teuerungsraten im Energiesektor gelte: „Jede Kilowattstunde zählt“, so Daub weiter. Bei dem Klimaförderprogramm handelt es sich um eine freiwillige Leistung aus städtischen Haushaltsmitteln, die per Ratbeschluss getroffen wurde und die Aktivitäten der Stadt hinsichtlich Klimaschutz und Klimafolgenanpassung weitreichend unterstützt.

3.000 Euro maximal pro Jahr und Haushalt

Die Verbesserung des Stadtklimas ist nur einer der gewünschten Nebeneffekte des Klimaförderprogramms, das der Rat der Stadt Siegen mit der überarbeiteten Leitlinie "Richtlinie zum Klimaschutz und Anpassungsförderprogramm" beschlossen hatte. Anträge stellen können Bürgerinnen und Bürger mit Erstwohnsitz in Siegen, Mieterinnen und Mieter sowie Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien im Stadtgebiet. Dabei können verschiedene Maßnahmen in einem Antrag kombiniert werden.

Die Fördersumme beträgt maximal 3000 Euro pro Jahr und Haushalt. Lars Ole Daub: "Hitze, Sturm, Starkregen und Dürre nehmen in Intensität und Häufigkeit zu. Beim Thema Klimafolgenanpassung geht es konkret darum, sich darauf einzustellen und die Umgebung entsprechend zu gestalten, etwa mit mehr Grün, mehr Verschattung und mehr Versickerungsmöglichkeiten."

Entscheidend für den Förderantrag ist, dass die Maßnahmen nach dem 1. Januar 2021 umgesetzt wurden. Eine Beratung ist telefonisch möglich bei Erik Berge, Stabsstelle Klimaschutz, unter (0271) 404-3213.

Die Förderbestimmungen wie auch das Online-Antragsformular finden sich hier ...

Pressekontakt: Stadt Siegen ⋅ Referat für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Sabine Schutz ⋅ Telefon-Nr. (0271) 404-1220

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