UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Grundstein für zentralen Bauhof Fludersbach gelegt

[29.08.2019] Eine "Zeitkapsel" mit Tageserinnerungen ruht nun im Grundstein: Bürgermeister Steffen Mues legte heute offiziell den ersten Stein für das städtische Projekt "Zentraler Bauhof Fludersbach". Auf 1.400 Quadratmeter Gesamtfläche entstehen zwei große Neubauten mit Hallen für die Stadtreinigung und die Grünflächenabteilung.

„Allen, die hier vor Ort am Weiterwachsen des neuen Betriebsgeländes tatkräftig mitwirken, wünsche ich erfolgreiche und vor allem unfallfreie Bauarbeiten“, begrüßte Mues bei einem Pressetermin die anwesenden Gäste, darunter auch die politischen Vertreter der beteiligten Ausschüsse.

Mit den bisher veranschlagten 5,5 Mio. Euro Gesamtkosten für Abbruch, Umbau und die beiden Neubauten gehört der "Zentrale Bauhof" zu den größten innerstädtischen Bauprojekten, die ohne Fördermittel gestemmt werden. Es kann realisiert werden dank der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit und Inhouse-Planung, namentlich der Zentralen Gebäudewirtschaft und der Grünflächenabteilung.

Auf dem Areal der ehemaligen hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache wird zum einen ein neues zweigeschossiges Gebäude für die Stadtreinigung mit Fahrzeughallen im Untergeschoss gebaut. Hier ist künftig Platz für die sechs städtischen Müllfahrzeuge, das Sperrmüllfahrzeug und zwei Großkehrmaschinen. Auf der Etage darüber entstehen Umkleide- und Sanitärräume für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein Aufenthaltsraum für 60 Personen. Rechts des Bunkers hat künftig die Grünflächenabteilung eine neue Werkstatt für Groß- und Kleingeräte mit einer Wartungsgrube und einer zweiten Waschhalle für kleinere Fahrzeuge. Im Sommer nächsten Jahres sollen die Gebäude bezugsfertig sein.

Weniger Fahrstrecke, kürzere Wege

Die Betriebshöfe Fludersbach und Maccostraße im Siegener Süden werden zusammengelegt. „Der neue Standort hat enorme Synergieeffekte. Das Personal- und Maschinenmanagement wird entschieden verbessert und einfacher, wenn alle Geräte und die ganze Mannschaft vor Ort sind“, sagte Mues. Künftig gelte: weniger Fahrstrecke, kürzere Wege.

Bereits im Jahr 2015 war der sog. "Querriegel" mit Durchfahrt, der Verwaltungstrakt und die alte Leitstelle der Feuerwehr abgerissen worden. Von der alten Feuerwache blieb nur das Gebäude an der Straße Fludersbach erhalten. Dieses wurde bis 2016 für rund 800.000 Euro renoviert und von der Stadtreinigung bezogen. Das war der erste und zweite Bauabschnitt des Projekts.

Eine Verzögerung entstand 2018, als sich beim dritten Bauabschnitt herausstellte, dass der Untergrund aufwändig tragfähiger gemacht werden musste, indem durch ein spezielles Verfahren Schotter in den Boden eingetrieben wurde. Dies bedingte zuvor eine umfangreiche Untersuchung des Baugrunds auf Kampfmittel, da der Baubereich innerhalb eines Bombenabwurfgebietes liegt.

20.000-Liter-Zisterne sammelt Hangwasser

Eine Besonderheit ist die 20.000-Liter-Zisterne, die auf dem Betriebsgelände eingegraben wurde. Für die Zisterne wird das Hangwasser abgefangen, das aus dem Erdreich hinter den Gebäuden fließt. Es wird für den Betrieb der Kehrmaschinen oder im Sommer zum Gießen der Grünflächen und zur Baumbewässerung genutzt. Sichtbar ist auch noch der alte Schlauchturm, an dem früher die Schläuche der Feuerwehr zum Trocknen hingen. Dieser hat jetzt eine Pelletheizung im Keller, die den Altbau wie auch die beiden Neubauten versorgt – damit steht wohl auch Siegens höchster Heizturm in der Fludersbach.

Kontakt: Stadt Siegen ⋅ Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Sabine Schutz ⋅ Telefon-Nr. (0271) 404-1256

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