UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

"Großprojekt" Kanalneubau in Weidenau gestartet

[14.11.2017] In vier Bauabschnitten verlegt der städtische Entsorgungsbetrieb (ESi) rund 2,5 Kilometer Kanäle im Stockweg, Billweg und in der Hochstraße in Weidenau. ESi-Betriebsleiter Ulrich Krüger und Bürgermeister Steffen Mues stellten das "Großprojekt" am Montag, 13. November 2017, bei einem Pressetermin vor.

Im Juni 2020 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Der Wochenanfang war zugleich Starttermin für die umfangreiche Kanalbaumaßnahme, deren Gesamtkosten sich auf rund 6,65 Mio. Euro belaufen. „Bei diesen Arbeiten werden allein 18.000 Kubikmeter Boden bewegt und 8000 Quadratmeter Straßenoberfläche im Rahmen des Kanalneubaus aufgebrochen und erneuert“, sagte Bürgermeister Mues.

Die Verlegung der Kanäle erfolgt in den Straßen Billweg, im Stockweg bis zur Einmündung Schultestraße sowie in Teilen der Hochstraße und Jung-Stilling-Straße. Außerdem sind die Zuläufe aus den Seitenstraßen zu erneuern. Darüber hinaus erhalten 200 angeschlossene Grundstücke einen neuen Anschluss an den Abwasserkanal.

Mues betonte, dass die Beeinträchtigungen aufgrund der Erneuerung der Infrastruktur so gering wie möglich gehalten werden: „Alle Projektbeteiligte haben detaillierte Pläne ausgearbeitet, um den Verkehr umzuleiten bzw. die Buslinien aufrecht zu erhalten, damit es zu so wenigen Störungen wie möglich kommt.“ Erster Bauabschnitt ist der Stockweg zwischen Känerbergstraße und Hagedornweg, der bis März 2019 abgeschlossen sein soll.

Beteiligt sind neben der Stadt Siegen auch der Wasserverband Siegen-Wittgenstein (WVSW) und die Siegener Versorgungsbetriebe (SVB). Das Kanalnetz wird dabei in Abschnitten erneuert, „die Baustelle ,wandert‘ entsprechend der einzelnen vier geplanten Bauabschnitte. Wir werden uns von unten nach oben hocharbeiten“, erläuterte ESi-Betriebsleiter Ulrich Krüger. Er dankte allen am Projekt Beteiligten für die konstruktive Arbeit bereits im Vorfeld: „Ein besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, die Anlieger so gering wie möglich zu beeinträchtigen.“

Bürgermeister Mues verwies auf "Synergieeffekte" aufgrund des Kanalprojektes: So werde die städtische Straßen- und Verkehrsabteilung in der Hochstraße die Fahrbahn erneuern, der Billweg wird einen 2,50 Meter breiten Geh- und Radweg erhalten. „Aber selbstverständlich wird auch im Stockweg und den angrenzenden Einmündungen kein ‚Flickenteppich‘ hinterlassen.“

Notwendig ist die Kanalerneuerung, da die alten Kanalrohre zum Teil schadhaft, vor allem aber zu klein geworden sind im Durchmesser für die Mengen an Wasser, die sie durchleiten müssen. Die Kanäle am Stockweg sind mittlerweile um die 60 Jahre alt, und für die heutigen Wassermengen u.a. durch die starke Besiedelung und Versiegelung von Flächen nicht ausgelegt.

Hier geht es zur Pressemitteilung des Entsorgungsbetriebs mit den einzelnen Bauabschnitten im Detail:

Kanalprojekt Billweg/Stockweg

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