UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Großes Interesse bei ersten "Gerhardsseifen"-Besichtigungen

[05.04.2019] Die ersten beiden öffentlichen Führungen über die archäologische Ausgrabungsstätte "Gerhardsseifen" in Niederschelden stießen auf großes Interesse: Rund 100 Interessierte besichtigten gestern (Donnerstag, 5. April) die international bedeutsame Fundstätte der Eisenverhüttung im Siegerland.

Auf der Grabungsstelle stellten die Archäologen Dr. Jennifer Garner (Deutsches Bergbau-Museum Bochum) und Dr. Manuel Zeiler (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) die freigelegten Funde vor. Denn vor über 2000 Jahren war die Siegerländer Montanlandschaft eine blühende Region für Eisenproduktion.

In Siegen gelang den Archäologen in den Jahren 2009 bis 2012 bei ihren Ausgrabungen der Nachweis dieser bisher für die Eisenzeit in Mitteleuropa einzigarten großen Zahl an Werkstätten zur Eisenverarbeitung. „Die gute Erhaltung nicht nur der eisenzeitlichen, sondern auch der mittelalterlichen Verhüttungswerkstatt ist international einzigartig", so die Archäologen. Die Experten des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe und des Deutschen Bergbau-Museums sowie der Ruhr-Universität Bochum haben in diesem Kooperationsprojekt gleich zwei gut erhaltene Verhüttungsöfen ausgegraben.

Hier wurden sowohl ein Werkplatz aus der Keltenzeit als auch aus dem frühen Mittelalter vollständig freigelegt und darüber hinaus wertvolle Erkenntnisse zur Holkohleproduktion der Neuzeit gewonnen. Aktuell laufen die Ausschreibungen für den zu errichtenden Schutzbau zur Konservierung und geplanten kulturtouristischen Inwertsetzung der bedeutenden Fundstätte.

Hier geht's zur Pressemitteilung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe...

Kontakt: Stadt Siegen ⋅ Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Sabine Schutz ⋅ Telefon-Nr. (0271) 404-1256

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