UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Feuersalamander fotografieren und Fundstelle melden

[18.05.2020] Wie es um den Bestand der Feuersalamander in der Krönchenstadt bestellt ist, untersucht Andreas Lange, Lehramtstudent der Universität Siegen, gemeinsam mit der städtischen Umweltabteilung im Rahmen seiner Masterarbeit.

Er ist nachtaktiv und seine Färbung ist unverwechselbar. Er ist ein typisches Tier der Mittelgebirgsregion und war im Jahr 2016 "Lurch des Jahres". Die Rede ist vom Feuersalamander, dessen Population stark zurückgeht.

Der "Salamandra salamandra", wie der wissenschaftliche Name lautet, verliert nicht nur nach und nach seine bevorzugten Lebensräume, sondern muss seit 2013 gegen einen Pilz - die so genannte Salamanderpest - kämpfen. „Befallene Tiere bekommen Pusteln auf der Haut und sterben nach nur wenigen Tagen. Ist der Pilz erst einmal im Lebensraum angekommen, wird der komplette Feuersalamanderbestand in diesem Bereich in wenigen Jahren erloschen sein“, erklärt Dr. Martin Wiedemann von der städtischen Umweltabteilung.

Der Feuersalamander bevorzugt feuchte Laubmischwälder und klare, saubere Bäche. „Manchmal zeigt er sich auch tagsüber, wenn es nach längerer Trockenheit mal wieder regnet“, so der Experte. Anders als bei vielen anderen mitteleuropäischen Lurchen legt der Feuersalamander keine Eier, sondern kiementragende Larven im Wasser ab.

Um die derzeitige Population in Siegen bestimmen zu können, benötigen die Biologen die Hilfe der Siegener Bürgerinnen und Bürger. Wer einen Feuersalamander im Garten, auf dem Spazierweg oder an anderen Orten im Stadtgebiet sieht, kann dies Dr. Martin Wiedemann unter Tel.: (0271) 404-3447 oder per E-Mail: m.wiedemann(at)siegen.de melden.

Aber Vorsicht: Die in den Drüsen der Feuersalamander erzeugten Sekrete können ein leichtes Brennen auf der Haut von Menschen auslösen. „Deshalb sollten die Amphibien nicht berührt werden. Ein Foto des Feuersalamanders sowie die Fundstelle reichen uns als Information vollkommen aus“, so Wiedemann abschließend.

Pressekontakt: Stadt Siegen ⋅ Referat für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Sabine Schutz ⋅ Telefon-Nr. (0271) 404-1220

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