UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Ehemaliger Luftschutzbunker wird verfüllt

[12.09.2017] Autofahrer und Anwohner der Marienborner Straße 289 in Kaan-Marienborn können derzeit beobachten, wie dort mit großem Aufwand ein Stollen verfüllt wird. Es handelt sich um einen ehemaligen Luftschutzbunker, der einsturzgefährdet ist.

Eigentümer ist nach Angaben der städtischen Umweltabteilung der Bund, in dessen Auftrag die Verfüllung durchgeführt wird.

Der Bunker weist zwei Öffnungen zur Straße hin auf, die über einen U-förmigen-Stollen miteinander verbunden sind. Der Stollen hat einen senkrechten Lüftungsschacht nach oben.

Da der Stollen von Fledermäusen besiedelt wird, musste im Vorfeld ein Fledermausgutachten von einem Planungsbüro angefertigt werden. Da die Verkehrssicherheit gefährdet war, wurde eine artenschutzrechtliche Genehmigung zur Verfüllung von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein erteilt, die mit Auflagen versehen war.

Hierzu gehörte insbesondere die Öffnung der Grube Ameise im oberen Leimbachtal für Fledermäuse. Außerdem erfolgt die Verfüllung des Hohlraumes außerhalb der Zeit, in der Fledermäuse den Bunker als Winterquartier nutzen (Mai bis September), sodass keine geschützten Tiere getötet werden.

Die städtische Umweltabteilung war im Vorfeld der Maßnahme gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde bei der Auswahl und Durchführung der Ausgleichsmaßnahmen beteiligt.

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