UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Erforderliche Unterlagen zur Beurkundung eines Sterbefalls

Welche Unterlagen sind zur Beurkundung eines Sterbefalls vorzulegen?

  • Sterbefallanzeige und Todesbescheinigung

    • Ist der Sterbefall in einem Krankenhaus, Altenheim oder einer ähnlichen Einrichtung eingetreten, wird von dem entsprechenden Krankenhaus, Altenheim oder ähnlichen Einrichtung die schriftliche Sterbefallanzeige, sowie die von einem Arzt ausgestellte Todesbescheinigung benötigt.
    • Ist der Sterbefall zu Hause eingetreten, wird auf jeden Fall die Todesbescheinigung benötigt.
    • Wird der Tod von der zuständigen Polizeibehörde angezeigt, wird die Sterbefallanzeige der Polizei inklusiv der Freigabe durch die Staatsanwaltschaft sowie die Todesbescheinigung benötigt.
       

  • Personalausweis bzw. Nationalpass und Aufenthaltsbescheinigung der zuständigen Meldebehörde

    • War die/der Verstorbene deutsche(r) Staatsangehörige(r) wird grundsätzlich der Personalausweis benötigt.
    • War die/der Verstorbene ausländische(r) Staatsangehörige(r) wird grundsätzlich der Nationalpass benötigt.
    • War die/der Verstorbene in einer anderen Stadt gemeldet als in Siegen, ist eine aktuelle Meldebescheinigung für die Beurkundung der zuständigen Meldebehörde als Adressennachweis vorzulegen, um evtl. fehlerhafte Angaben in der Sterbefallanzeige auszuschließen. Selbst durch Vorlage des Personalausweises muss nicht zwingend davon ausgegangen werden, dass dieser die aktuelle Meldeanschrift enthält (beispielsweise bei kurzfristigem Umzug in ein Seniorenheim)

War die/der Verstorbene ...

  • ledig, ist die Geburtsurkunde oder eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenbuch vorzulegen (gegebenenfalls mit Übersetzung durch einen beeidigten Dolmetscher).
  • verheiratet, ist die Geburtsurkunde und die Eheurkunde (gegebenenfalls mit Übersetzung durch einen beeidigten Dolmetscher) oder ein beglaubigter Registerausdruck des Eheregisters vorzulegen . War die Ehe aufgehoben, so ist der Beschluss des Familiengerichtes erforderlich.
  • in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, wird die Geburtsurkunde und die Lebenspartnerschaftsurkunde inklusiv aller Bescheinigungen über eventuell erfolgter Namensänderungen nach der Begründung der Lebenspartnerschaft benötigt. Ist die Lebenspartnerschaft aufgelöst, ist der entsprechende Auflösungsnachweis erforderlich.
  • geschieden, ist die Geburtsurkunde und die Eheurkunde und das rechtskräftige Scheidungsurteil (gegebenenfalls mit Übersetzung durch einen beeidigten Dolmetscher)oder ein aktuell beglaubigter Registerausdruck des Eheregisters mit Auflösungsvermerk vorzulegen. Ausländische Scheidungsurteile bedürfen immer eines gesonderten Anerkennungsverfahrens in Deutschland.
  • verwitwet, ist die Geburtsurkunde, Eheurkunde und die Sterbeurkunde des Ehegatten (gegebenenfalls mit Übersetzung durch einen beeidigten Dolmetscher) oder ein beglaubigter  Registerausdruck des Eheregisters mit einer entsprechenden Folgebeurkundung über den Tod des Ehegatten vorzulegen.
  • mit einem Ehegatten verheiratet der für tot erklärt wurde, wird die Geburtsurkunde und die Eheurkunde (Heiratsurkunde) benötigt (gegebenenfalls mit Übersetzung durch einen beeidigten Dolmetscher). Zusätzlich bedarf es in jedem Fall des rechtskräftigen Beschlusses über die Todeserklärung des früheren Ehegatten oder eine beglaubigte  Abschrift des Heiratseintrages mit dem Vermerk über die Für-Todes-Erklärung.

Hinweise für Spätaussiedler

Für Spätaussiedler(in) oder Vertriebene(r), wird zusätzlich der

  • vollständige Registrierschein, der Vertriebenenausweis/Spätaussiedlerbescheinigung sowie Nachweise über eine eventuelle Namenserklärung/ Namenserklärungen benötigt.

    • Sollten Urkunden in kyrillischer Schrift vorgelegt werden, bedürfen diese Urkunden auf jeden Fall einer Übersetzung durch einen beeidigten Dolmetscher nach der internationalen Transliterationsnorm R 9.
    • Alte deutsche Urkunden, die noch vorhanden sein sollten, sind sehr wichtig.
    • Falls eventuell Kinder der/des Verstorbenen bereits in der Bundesrepublik geboren sind oder in der Bundesrepublik geheiratet haben, ist ebenfalls von großer Wichtigkeit

Sollten eventuell Namensänderungen bzw. Namensablegungen von Vatersnamen nicht nachgewiesen werden können (falls keine Erklärungen in der Bundesrepublik hierzu abgegeben worden sind, beispielsweise bei der Einreise vor dem entsprechendem Bundesverwaltungsamt bei Ausstellung des Registrierscheines oder später bei einem Standesamt, müssen bei der Beurkundung des Sterbefalles die russischen Schreibweisen transliteriert werden und in die Urkunden eingetragen werden.

Falls erst nach der Beurkundung des Sterbefalles eine eventuell doch frühere Namensänderung nachgewiesen werden kann, muss evtl. erst ein Antrag beim Personenstandsgericht des Amtsgerichtes Siegen auf Berichtigung des Sterbefalleintrages gestellt werden.
Der Zeitraum dieses Antrages bis zur Verkündung des Beschlusses kann unter Umständen sehr lange andauern.

Daher sollten im Vorfeld alle Urkunden im Original und mit Übersetzungen vorgelegt werden, die den Angehörigen zur Verfügung stehen, um jede eventuelle später folgende Problematik vorab klären zu können.
Schreibweisen von Namen von Spätaussiedlern und Vertriebenen, die in ausgestellten Personalausweisen vorhanden sind, bedeuten keinesfalls die Übertragung und Übernahme derer in Personenstandsurkunden.

Gebühren

3 Sterbeurkunden sind gebührenfrei, jedoch zweckgebunden für

  • Krankenkasse,
  • Rente,
  • Bestattung.

Darüber hinaus kostet die erste Urkunde 12,00 Euro und jede weitere die Hälfte der Gebühr.

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