UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Namenserklärungen für Spätaussiedler und Vertriebene

Welche Möglichkeiten zur Änderung von Vor- und Familiennamen bietet das Bundesvertriebenengesetz und wer kann eine Erklärung hierfür abgeben?

Spätaussiedler und Vertriebene sowie deren Ehegatten und Abkömmlinge, die Deutsche Staatsangehörige im Sinne des Artikel 116 Absatz 1 Grundgesetz sind, bisher aber noch keine Namenserklärung nach abgeben haben (beispielsweise bei der Einreise vor dem entsprechendem Bundesverwaltungsamt   bei Ausstellung des Registrierscheins) können durch Erklärung nach § 94 Bundesvertriebenengesetz ...

  • Bestandteile ihres Namens ablegen, die im deutschen Namensrecht nicht vorgesehen sind (Vatersnamen).
     
  • die männliche Form ihres Familiennamens annehmen, wenn dieser nach dem Geschlecht oder dem Verwandschaftsverhältnis sprachlichen Abwandlungen unterliegt.
     
  • eine deutschsprachige Form ihres Familiennamens oder ihres Vornamens annehmen; gibt es eine solche Form des Vornamens nicht, so können sie neue Vornamen annehmen.

Haben jedoch der Spätaussiedler oder seine Vorfahren den Namen in einer deutschen Form geführt und lässt sich die Schreibweise in lateinischer Schrift durch Urkunden oder sonstige Unterlagen nachweisen, so ist die deutsche Namensform maßgebend. Einer Erklärung nach § 94 Bundesvertriebenengesetz bedarf es in diesen Fällen nicht.

Welche Unterlagen müssen für eine Erklärung nach dem Bundesvertriebenengesetz vorgelegt werden?

Welche Unterlagen vorzulegen sind, ist vom Einzelfall abhängig. Bitte setzen Sie sich daher in jedem Fall zunächst persönlich oder vorab telefonisch mit uns in Verbindung.

Alle Urkunden, Dokumente und Bescheinigungen sind Im Original vorzulegen. Kopien reichen für eine Vorgangsbearbeitung nicht aus. Unterlagen in fremder Sprache sind deutsche Übersetzungen, von einem öffentlich beeidigten Dolmetscher, beizufügen.

Sollten von Ihnen Urkunden in kyrillischer Schrift vorgelegt werden, bedürfen diese Urkunden auf jeden Fall einer Übersetzung durch öffentlich beeidigten Dolmetscher nach der ISO-Transliterationsnorm R 9.  Bei Spätaussiedlern und Vertriebenen können alte deutsche Urkunden hilfreich sein.

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