UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Starkregen/ Hochwasser

Starkregen

Die erwartete Zunahme von Starkregenereignissen mit dem fortschreitenden Klimawandel ist bereits statistisch nachweisbar und setzt sich fort. Von Starkregen spricht der DWD (Deutsche Wetterdienst) bei großen Niederschlagsmengen pro Zeiteinheit (Regenmengen ab 15 l/qm in einer Stunde oder ab 20 l/qm in sechs Stunden). Informationen zu Änderungen des Starkregens und zu Anpassungsoptionen bietet das Kooperationsvorhaben "Klimaveränderung und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft" der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg auf ihrer Internetseite "KLIWA - Klimaveränderung und Wasserwirtschaft":

Kenngröße "Starkregen" (KLIWA - Klimaveränderung und Wasserwirtschaft)

Das Forschungsinstitut Wasser und Umwelt (fwu) der Universität Siegen und der Entsorgungsbetrieb der Stadt Siegen (ESi) arbeiten seit 2016 in einem Kooperationsprojekt unter dem Namen "Simulation von Starkniederschlägen im Stadtgebiet Siegen" (SiSSi) daran, die Gefahren von Starkregenereignissen für das Stadtgebiet Siegens zu erforschen. Ein Computermodell soll helfen, Sturzfluten und ihre Folgen zu simulieren - und so den Hochwasserschutz auf ein neues Niveau zu bringen:

Projekt SiSSi - Simulation von Starkniederschlägen im Stadtgebiet Siegen (Universität Siegen)

Die Vorhersage der genauen Lokalität dieser Ereignisse ist schwierig, deshalb können potentiell viele Bereiche der Stadt Siegen betroffen sein. Zur Schadensminderung ist neben kommunalen Vorbeugungsmaßnahmen vor allem auch das Engagement der Immobilienbesitzer gefragt, welche ihr Objekt bestmöglich sichern sollten. Gemäß einer Analyse des Umweltbundesamtes kann durch eine geeignete Bauvorsorge an Wohngebäuden das Schadenspotenzial durch Starkregenereignisse um fast 40 Prozent gemindert werden.

Das können Sie als Bürger gegen die Folgen von Starkregen tun - Präventionsmaßnahmen:

Stark gegen Starkregen (Lippeverband)

Die Verbraucherzentrale NRW berät zum Schutz vor Starkregen.

Schutz vor Starkregen (Verbraucherzentrale NRW)

Ungeachtet der Vorkehrungen der Stadtentwässerung und anderer kommunaler Akteure sind auch die privaten Haus- und Grundstückseigentümer dafür verantwortlich, Elementarschäden wirksam zu minimieren. Der Leitfaden Starkregen - Objektschutz und zur baulichen Vorsorge vermittelt Ihnen dafür wertvolle Hinweise:

Leitfaden Starkregen - Objektschutz und bauliche Vorsorge, PDF-Dokument (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung)

Hochwasser

Bei Flusshochwässern ist die Gefährdungsabschätzung etwas einfacher. Diese entstehen bei Schneeschmelzereignissen oder andauernden großflächigen Niederschlägen. Bürger innerhalb bekannter Überschwemmungsgebiete sollten vorsorgende Maßnahmen zum Objektschutz treffen. In Deutschland gilt gemäß §5 WHG (Wasserhaushaltsgesetz): "Jede Person, die durch Hochwasser betroffen sein kann, ist im Rahmen des ihr Möglichen und Zumutbaren verpflichtet, geeignete Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor nachteiligen Hochwasserfolgen und zur Schadensminderung zu treffen". Zu den privaten Hochwasservorsorgemaßnahmen zählen beispielsweise hochwasserangepasste Innenausstattungen, eine angepasste Nutzung der Räumlichkeiten sowie das Verbessern der jeweiligen Gebäudestruktur.

Möchten Sie überprüfen ob sich ihre aktuelle oder zukünftige Immobilie in einem von Flusshochwässern gefährdeten Bereich befindet, können Sie dies hier tun. Wählen Sie dafür das Teileinzugsgebiet (TEZG) Sieg aus und dass jeweilige Kartenblatt.

Flussgebiete NRW: Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten (Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen)

Erfahren Sie mit wenigen Klicks, wie stark das Hochwasser-Risiko an Ihrem Wohnort ist:

Hochwasser-Check (Verbraucherportal des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.)

Die Hochwasserschutzfibel gibt nicht nur einen Einblick in die Aufgaben der Kommunen beim Hochwasserschutz, sondern gibt Bauherren, Hausbesitzern und Mietern gleichermaßen wertvolle Hinweise. Auch für Architekten und Ingenieure, die im Rahmen der Gebäudeplanung die Schutzkonzepte entwerfen, kann sie eine wichtige Planungshilfe sein und dazu beitragen Schäden zu vermeiden:

Hochwasserschutzfibel - Objektschutz und bauliche Vorsorge (Fachinformation Bundesbau)

Der Literatur- und Wissenspool des kommunalen Netzwerkes – KomNetAbwasser zum Thema Starkregenvorsorge bündelt fachübergreifende Informationen zu Objekt- und Rückstauschutz, Elementarschadensversicherung, Klimawandel und mehr.

KomNetAbwasser (Kommunales Netzwerk der Abwasserbetriebe)

Vorbereitung auf den Ernstfall Hochwasser. Im Zuge der fortschreitenden Landnutzung, werden immer größere Flächen bebaut, die vom Hochwasser bedroht sind.

Verbrauchertipp Hochwasserschutz (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit)

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt Tipps zur Vorsorge, aber auch zum Verhalten während und nach einem Hochwasser.

Vorsorge und Verhalten bei Hochwasser (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe)

Das Hochwasserportal ist eine interaktive Deutschlandkarte, die es ermöglicht, auf einen Blick zu erkennen, an welchen Flüssen es aktuell Hochwasser gibt. Die Karte zeigt Informationen zu den Wasserständen an über 1.300 Pegeln aus ganz Deutschland. Im Falle eines Hochwassers warnt ein Farbcode vor kleinen, mittleren, großen oder sehr großen Hochwassern.

Länderübergreifendes Hochwasserportal (gemeinsame Initiative der deutschen Bundesländer)

NINA - Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes bietet wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung, Großbrand oder Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer.

Warn-App NINA (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe)

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum "Hochwasserschutz" erhalten Sie gleich hier ...

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