UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Neubau

Wer heute ein Gebäude errichtet muss viele Dinge beachten. Es gibt rechtliche Rahmenbedingungen, welche einzuhalten sind, zahlreiche Förderprogramme können genutzt werden, zudem sind viele Entscheidungen zu treffen, etwa zu Baumaterialien, Dämmstoffen, Energieträgern und Gebäudetechnik. Das Ziel eines weitgehend klimaneutralen Gebäudebestandes sollten Sie sich dabei als Standard zu Eigen machen. Nicht zuletzt verdeutlicht die zum 1. Januar 2021 eingeführte CO2-Steuer für Benzin, Diesel, Heizöl und Gas die Marschroute für alle Gebäude und ihren kommenden Lebenszyklus.

Die bisher bekannten gesetzlichen Rahmenbedingungen aus Energieeinsparungsgesetz (EnEG), der Energieeinsparverordnung (EnEV) und dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) wurden zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) zusammengefasst, welches ab November 2020 gilt. Die dabei geforderten gesetzlichen Mindeststandards sind jedoch zunächst unzureichend für die Erreichung des notwendigen klimaneutralen Gebäudebestandes, welcher sich nur durch einen niedrigen Energiebedarf (Passivhausstandard) und den Verzicht auf fossile Brennstoffe realisieren lässt. Daher sollten Bauherren von Neubauten oder Komplettsanierungen bereits jetzt darauf achten.

Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Für die Umsetzung eines Neubaus ist es empfehlenswert vorab Energieberatungsangebote zu nutzen und eine professionelle Baubegleitung einzubinden um die Qualität der Ausführung sicherzustellen und die Gewerke aufeinander abzustimmen. Darüber hinaus müssen verschiedenste Entscheidungen in der Planungsphase getroffen werden. Hilfestellung bei der Umsetzung gibt es in Form von Förderungen.

Förderungen

Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wurde die energetische Gebäudeförderung des Bundes im Jahr 2021 neu aufgesetzt:

Bundesförderung für effiziente Gebäude (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

Welche Förderungen es gibt, erfahren Sie auf der Internetseite "FörderNavi" der EnergieAgentur.NRW:

Förder.Navi (EnergieAgentur.NRW)

In wenigen Sekunden alle Zuschüsse, Fördermittel und -programme von KfW, BAFA, Bund, Ländern, Kommunen und Stadtwerken finden:

FördermittelCheck (co2online)

Unabhängiges Verbraucherportal zum Thema Bauen und Sanieren:

Fördermittelsuche (Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände - Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. und baufoerder.de)

Sie interessieren sich für ein neues Haus oder eine neue Eigentums­wohnung? Wenn Sie jetzt bauen oder eine neue Immobilie kaufen, können Sie mit KfW-Fördermitteln rechnen:

Förderung für neue Häuser und Eigentumswohnungen (KfW)

Baustoffe

WECOBIS bietet für die wichtigen Bauproduktgruppen und Grundstoffe umfassende, strukturiert aufbereitete, herstellerneutrale Informationen zu gesundheitlichen und umweltrelevanten Aspekten einschließlich möglicher Anwendungsbereiche:

WECOBIS - Ökologisches Baustoffinformationssystem (Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat)

Sie stehen vor der Sanierung oder dem Neubau Ihres Hauses? Finden Sie heraus, welcher Dämmstoff zu Ihrem Gebäude passt:

Dämmstoff.Navi (Energie.Agentur.NRW)

Neben einem hochwertigen Energiestandard unter der Verwendung von Naturdämmstoffen sowie einer erneuerbaren Wärme- und Stromversorgung, gibt es ein weiteren maßgeblichen Ansatz für Bauherren ihre Gebäude klimafreundlich zu gestalten, nämlich die Auswahl des Baumaterials.

Gemäß Wald und Holz NRW ist die Nutzung von Holz dreifach klimafreundlich. Zum einen wird während des Wachstums eines Baums Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Atmosphäre in Form von Kohlenstoff im Holz gebunden und zum anderen durch die stoffliche Nutzung des Holzes langfristig der Atmosphäre entzogen. Zudem werden Emissionen eingespart, die bei der Herstellung deutlich energieintensiverer Baustoffe wie etwa Stahl und Beton entstehen, und so der CO2-Ausstoß reduziert (Substitutionseffekt). Laut Thünen-Institut werden allein durch die Substitution jährlich bis zu 57 Millionen Tonnen CO2 in Deutschland eingespart. Die Klimaschutzleistung des Holzbaus ist dementsprechend umso höher, je mehr Holz eingesetzt wird und hält solange vor, wie das Holzhaus steht. Selbst wenn es eines Tages wieder abgebaut wird, kann das Holz selbst nach dem sogenannten Kaskadennutzungsprinzip wiederaufbereitet und wiederverwendet oder aber energetisch genutzt werden. 

Die Fachberatung Holzbau von Bauen mit Holz.NRW unterstützt in Form einer kostenlosen Startberatung bei der Realisierung von Planungs- und Bauaufgaben im Zusammenhang mit der Schaffung von Wohnraum:

Bauen mit Holz zur Schaffung von Wohnraum in Nordrhein-Westfalen (Bauen mit Holz.NRW)

Die Fachberatung vom Informationsdienst Holz richtet sich an Architekten, Ingenieure, öffentliche und private Bauherren, Lernende und Lehrende sowie Medienvertreter bundesweit:

Planen und Bauen mit Holz (Informationsverein Holz e.V.)

Brennstoffe, Energieträger, Wohnungslüftung und Ratgeber zur Nachhaltigkeit

Ausführliche Informationen über Brennstoffe und Energieträger sowie deren Vor- und Nachteile finden Sie in diesem Überblick:

Brennstoffe & Energieträger (co2online)

Bei Fragen zur Wohnungslüftung, können Sie sich beim europäischen Testzentrum für Wohnungslüftungsgeräte informieren:

Infoportal Wohnungslüftung (Europäisches Testzentrum für Wohnungslüftungsgeräte e.V. - TZWL)

Schon heute gibt es Häuser, die mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen. Die Nachfrage nachökologischen, nachhaltigen Wohnkonzepten steigt. Tipps für Nachhaltigkeit beim Hausbau gibt es in diesem Ratgeber:

Ratgeber Nachhaltigkeit (aktion pro eigenheim)

Das Informations- und Kompetenzzentrum für zukunftsgerechtes Bauen befasst sich mit der öffentlichen Vermittlung von bau- und klimapolitisch zentralen Themen und Inhalten des Modellvorhabens "Effizienzhaus Plus" und dem Innovationsprogramm Zukunft Bau:

Informations- und Kompetenzzentrum für zukunftsgerechtes Bauen (IKzB)

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