UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Stadt Siegen erhält erstmals eigene Bienenvölker

Die Stadt Siegen begrüßte heute (Donnerstag, 27. Juni 2019) rund 50.000 neue (Mit-) arbeiterinnen: Zwei Honigbienen-Völker bezogen am Vormittag ihr neues Quartier auf einer Wiese unterhalb der Aussichtsplattform "Großer Krebs" im Siegener Schlosspark. Bürgermeister Steffen Mues nahm die Bienenvölker stellvertretend für die Stadt Siegen entgegen. "Sie stehen symbolisch für unsere städtische Insektenwelt, die mit verschiedenen Maßnahmen zum Insektenschutz mehr Lebensraum, Nahrung und Schutz erhalten sollen", sagte Mues.

Die beiden Bienenvölker bestehen jeweils aus einer Königin, rund 50.000 Arbeiterinnen und Hunderten männlichen Drohnen. Sie stammen vom Bienenstand des Stadtförsters und Hobby-Imkers Jan Marc Heitze und wurden 2018 als Ableger gebildet. Ein Forstwirt der städtischen Grünflächenabteilung wird sich künftig um die Bienenvölker kümmern.

Ihr Honig könnte künftig als "Siegener Stadthonig" bei besonderen städtischen Anlässen verschenkt werden - der erste seiner Art wird noch für dieses Jahr erwartet, so Jan Marc Heitze. "Die Bienen und ihr Honig haben eine enorm positive Symbolwirkung für unsere Maßnahmen zum Insektenschutz", sagte Jan Marc Heitze, der eine Kostprobe des Honigs mitgebracht hatte.

Die städtische Umweltabteilung und die Grünflächenabteilung hatte im April die Aktion "Siegener Blütenzauber" gegen das Insektensterben gestartet. Inzwischen wurden mehr als 2.600 kostenlose Samentütchen an Siegener Bürgerinnen und Bürger ausgegeben. Eine Fläche, die für mehr als 14.000 Quadratmeter artenreiche Biotope im Stadtgebiet ausreicht. Dr. Bernhard Kraft, Leiter der Umweltabteilung, freut sich über den Erfolg der Aktion.

Tütchen mit Blumensamen können weiterhin kostenlos bei der Umweltabteilung im Rathaus Geisweid abgeholt werden. "Insekten sind für unser Ökosystem unverzichtbar, unter anderem für Nährstoffkreisläufe, den Abbau organischer Masse, die biologische Schädlingskontrolle, die Gewässerreinigung und die Fruchtbarkeit des Erdbodens", sagte Kraft. Ohne Bestäubung durch Insekten würden die Erträge die Obst- und Gemüseanbau drastisch zurückgehen, so Kraft weiter.

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