UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Vorsorge beim Telefonieren mit Handys

Die Belastung der Mobilfunkstrahlung ist beim Telefonieren - wenn auch zeitlich begrenzt - um ein Vielfaches stärker als die eines benachbarten Mobilfunksenders. Aus Gründen der Gesundheitsvorsorge sollten deshalb die Felder, denen Nutzer von Handys ausgesetzt sind, möglichst gering gehalten werden. Dies gilt besonders für Kinder und Jugendliche, die sich noch in der Entwicklung befinden und gesundheitlich empfindlicher reagieren.

Für diejenigen, die auf die Nutzung von Handys nicht verzichten wollen, können ihre individuelle Strahlenbelastung mit den folgenden Tipps möglichst niedrig halten:

Beim Mobilfunk werden hochfrequente elektromagnetische Felder zur Übertragung von Informationen eingesetzt. Auch Handys strahlen diese Felder aus, und das direkt am Kopf. Nach Auffassung des Bundesamtes für Strahlenschutz gibt es bei Einhaltung der Grenzwerte derzeit keine wissenschaftlichen Beweise für gesundheitliche Beeinträchtigungen.

Die Belastung der Mobilfunkstrahlung ist jedoch beim Telefonieren - wenn auch zeitlich begrenzt - etwa 1.000 bis 10.000 mal stärker als die eines benachbarten Mobilfunksenders. Aus Gründen der Gesundheitsvorsorge sollten deshalb die Felder, denen die Nutzer von Handys ausgesetzt sind, möglichst gering gehalten werden. Ganz besonders gilt dies für Kinder und Jugendliche, die sich noch in der Entwicklung befinden und gesundheitlich empfindlicher reagieren.

Diejenigen, die auf die Nutzung von Handys nicht verzichten wollen, können ihre individuelle Strahlenbelastung mit den nachstehenden Tipps möglichst niedrig halten:

  • In Situationen, in denen genauso gut mit einem Festnetztelefon wie mit einem Handy telefoniert werden kann, sollte das Festnetztelefon genutzt werden.  
  • Telefonate per Handy sollten kurz gehalten werden, um ein mögliches gesundheitliches Risiko zu verringern. Für Dauergespräche ist ein Festnetztelefon die bessere Alternative. 
  • Bei unvermeidlichen Dauergesprächen mit dem Handy sollte nach einigen Minuten zum anderen Ohr gewechselt werden. 
  • Nur während des Sprechens sendet das Handy mit hoher Leistung. Wer zuhört, wird erheblich weniger bestrahlt. Dies gilt allerdings nur in ruhiger Umgebung, da Umgebungsgeräusche ebenfalls übertragen werden. 
  • Im Auto sollte nur über eine Außenantenne (am besten vom Fachmann fest eingebaut) telefoniert werden. Die Metallkarosserie des Autos lässt Handystrahlen nur schlecht heraus; das Handy sendet daher meist mit maximaler Leistung. 
  • Für Vieltelefonierer sind tragbare Freisprecheinrichtungen (sogenannte Headsets) zu empfehlen. Sie bestehen aus einem Ohrhörer und einem Mikrofon, die über ein Kabel an das Handy angeschlossen werden. Man muss das Handy beim Telefonieren nicht ans Ohr halten und kann es in sicherer Entfernung vom Kopf positionieren. Dieser wird dadurch beim Telefonieren geringeren Feldern ausgesetzt. 
  • Das Versenden von SMS-Nachrichten ist unbedenklich, da das Handy hierzu nicht an den Kopf gehalten werden muss und die SMS-Versendung nur Sekundenbruchteile dauert. 
  • Kinder unter 16 Jahren sollten Handys nur in Ausnahmefällen für unbedingt notwendige kurze Gespräche oder zum Versenden von SMS-Nachrichten verwenden. 
  • Achten Sie stets auf einen guten Empfang beim Telefonieren. Bei maximaler Netzsignalstärke (wird auf dem Display des Handys angezeigt) sendet auch das Handy mit stark reduzierter Leistung. Die Leistung, mit der das Handy sendet, richtet sich also nach der Güte der Verbindung zur nächsten Basisstation. 
  • Das Handy sollte beim Telefonieren nur an seiner unteren Hälfte gehalten werden, um die Funktion der Antenne nicht zu beeinträchtigen. 
  • Der Verbindungsaufbau sollte abgewartet werden. Während des Verbindungsaufbaus sendet das Handy mit maximaler Leistung. Daher empfiehlt es sich, das Freizeichen nicht mit dem Handy am Ohr abzuwarten. 
  • Personen, die die Störempfindlichkeit ihres Herzschrittmachers nicht kennen, sollten das eingeschaltete Handy nicht in der Westentasche oberhalb des Herzschrittmachers tragen und beim Telefonieren die vom Herzschrittmacher abgewandte Kopfseite benutzen.  
  • Personen mit Hörgeräten können ebenfalls durch ein in unmittelbarer Nähe betriebenes Handy gestört werden. Die Pulsfrequenz beim Mobilfunk von 217 Hertz (Einheit) wird von manchen Hörgeräteträgern als "Brummen" wahrgenommen. Wirksame Abhilfe wird auch hier durch das Anlegen des Handys auf der dem Hörgerät abgewandten Seite des Kopfes oder durch die Verwendung von Handys mit einer vom Kopf weg gerichteten Sendeantenne geschaffen. 
  • Verwenden Sie Handys, bei denen der Kopf des Nutzers möglichst geringen Feldern ausgesetzt ist. Je geringer die Feldintensität, desto geringer ist der Eintrag an Energie in das Körpergewebe. In Frage kommen Handymodelle mit einem möglichst geringen SAR-Wert (SAR = Spezifische Absorptionsrate - Einheit: Watt/Kilogramm). Dieser Wert ist ein Maß für die Energiemenge, die vom bestrahlten Gewebe beim Telefonieren durchschnittlich aufgenommen wird. Er sollte möglichst unter 0,6 W/kg (Watt/Kilogramm) liegen. Als sehr gering wird die Strahlung von Handys mit einem SAR-Wert von bis zu 0,2 W/kg bezeichnet. Der SAR-Wert eines Handys muss in der Bedienungsanleitung angegeben werden.

Die aktuellen SAR-Werte in Deutschland können Sie hier einsehen ...

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Allgemeine Fragen zum Thema Mobilfunk sowie zu Anlagen in Ihrer Nachbarschaft beantworten Ihnen gern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Umwelt.

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