UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Mobilfunk, was ist das ?

Mobiles Telefonieren

Das mobile Telefonieren mit Handys wird nicht nur im geschäftlichen sondern auch im privaten Bereich immer mehr zum Bestandteil des täglichen Lebens. Nach aktuellen Schätzungen telefonieren mittlerweile bundesweit ca. 50 Millionen Menschen mobil. Damit wird die Anzahl der Festnetzanschlüsse bereits heute übertroffen. Moderne Funknetze erfüllen somit zunehmend die wachsenden Bedürfnisse vieler Menschen nach mobiler Kommunikation, wobei mit Hilfe hochfrequenter Felder nicht nur Telefonate sondern auch Internetdaten, Musik und andere Informationen übertragen werden. Voraussetzung für diese Entwicklung war und ist der rasante Aufbau flächendeckenden Netzes mit Mobilfunksendeanlagen. Nach aktuellen Schätzungen sind derzeit bundesweit ca. 40.000 Mobilfunksendeanlagen in Betrieb.

Meldungen über mögliche Gesundheitsgefahren durch die dort abgestrahlten elektromagnetischen Felder führen jedoch seit einigen Jahren zunehmend zu einer Verunsicherung und zu Widerständen in der Bevölkerung gegen den weiteren Ausbau des Mobilfunknetzes. Konflikte zwischen betroffenen Anwohnern und Mobilfunkbetreiber werden dabei in der Regel auf der örtlichen Ebene ausgetragen und erfordern zunehmend auch die Initiative der Kommunen. Die nachstehenden Kapitel enthalten eine kurze Zusammenfassung der Mobilfunk-Thematik sowie Vorschläge zum weiteren Umgang hiermit im Stadtgebiet Siegen.

Die wesentlichen Bestandteile des Mobilfunks sind tragbare Mobiltelefone (Handys), die Mobilfunk-Basisstationen mit ihren Sendeantennen, die Funkverbindungsstellen und die Telefonnetzverbindungen.

Eingeschaltete Handys und ein naher Mobilfunk-Sendemast stehen ständig in Funkverbindung. Auf diese Weise werden alle Handys im Empfangsbereich eines Senders identifiziert. Die erkannten Handys werden an die Funkverbindungsstelle weiter gemeldet. Über die Funkverbindung zwischen dem Handy und dem Sendemast wird die Sendeleistung des Handys in Abhängigkeit von der Verbindungsqualität gesteuert. Die Rufnummer des Handys sowie Gespräche und andere Informationen werden in beiden Richtungen analog (C-Netz) oder digital (D- und E-Netze) übertragen.

Alle o. g. Netze haben die gleiche Struktur. Um ein bestimmtes Gebiet wie z. B. das Stadtgebiet Siegen zu versorgen, wird dieses in einzelne Teilgebiete - sogenannte Funkzellen - aufgeteilt. Diese verteilen sich wabenförmig über das ganze Stadtgebiet, haben jedoch eine unterschiedliche Größe. Der Durchmesser einer Funkzelle ist von der Anzahl der Mobilfunknutzer und dem Datenaufkommen abhängig und reicht von 200 Meter in Innenstädten bis zu 15 Kilometer auf dem Land.

Je mehr Senderstandorte es gibt, desto kleiner kann die einzelne Funkzelle gehalten werden. Je kleiner die Funkzelle ist, desto geringer kann die Sendeleistung der einzelnen Antennenanlage sein. Um eine flächendeckende Mobilfunkversorgung in Deutschland zu erreichen, sind nach Schätzungen von Fachleuten ca. 40.000 aneinander grenzende Funkzellen erforderlich.

Sendeanlagen / Basisstationen

Bei den derzeitigen Mobilfunknetzen wie auch dem zukünftigen UMTS-Netz wird der Kontakt zwischen Handy und Netz durch die Sendeanlage hergestellt. Die Installation des Senders erfolgt dabei in der Regel auf erhöhten Punkten wie etwa Türmen, Silos, Hochhäusern, Schornsteinen oder Masten. Je näher der Sender am Handynutzer ist, desto geringer kann die Sendeleistung gehalten werden, mit der gearbeitet wird. Von jeder Sendeanlage (Basisstation) wird ein begrenztes Gebiet (Funkzelle) erschlossen. Die Abstrahlung der Funkwellen durch die Sendeantenne erfolgt überwiegend horizontal und nur in eine Richtung (Hauptsenderichtung).

Dadurch ergibt sich direkt unter der Antenne ein Sendeschatten mit nur schwacher Feldstärke. Die Stärke der elektromagnetischen Felder nimmt in der Hauptsenderichtung mindestens proportional mit dem Abstand ab. Der Energiegehalt der Funkwellen sinkt quadratisch mit der Entfernung, d. h. er verringert sich auf ein Viertel, wenn sich der Abstand verdoppelt. Dadurch und aufgrund des Sendeschattens treten in der Regel Felder auf, deren Stärke nur einen Bruchteil der Felder entspricht, die durch Handys im Kopfbereich entstehen. Beim Eindringen in ein Gebäude werden die Funkwellen nochmals erheblich gedämpft.

Die Basisstation besteht grundsätzlich aus der Sendeanlage, genauer gesagt dem Antennenträger mit Sende- und Empfangseinrichtung sowie einer Versorgungseinheit, in der Schalt- und Steuerungselemente untergebracht sind. Die Basisstation nimmt die Handysignale über die Antenne auf und gibt sie über herkömmliche Telefonleitungen oder Richtfunk an die nächstgelegene Funkvermittlungsstelle weiter.

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