UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Mobilfunk und Gesundheit

Die rasche und flächendeckende Einführung des Mobilfunks hat bei vielen Bürgerinnen und Bürgern Sorgen und sogar Ängste geweckt. Befürchtet werden mögliche gesundheitsschädigende Wirkungen der vom Mobilfunk ausgehenden elektromagnetischen Felder (Elektrosmog). Symptome wie Migräne, Schlaflosigkeit oder Erkrankungen wie Krebs wurden in jüngster Zeit mit den hochfrequenten Feldern der Mobilfunkanlagen in Verbindung gebracht. Eine Vielzahl von Studien und Untersuchungen beschäftigt sich mit möglichen gesundheitlichen Folgen der Mobilfunktechnik. Hierbei wird zwischen folgenden gesundheitsrelevanten Auswirkungen unterschieden:

Thermische Effekte

Hochfrequente elektromagnetische Felder erzeugen Wärme. Dieser Effekt wird heute z. B. in zahlreichen Haushalten durch den Einsatz von Mikrowellengeräten ausgenutzt. Eine vergleichbare Erwärmung findet grundsätzlich auch im menschlichen Körper statt, indem elektromagnetische Strahlung von diesem absorbiert und in Wärme umgewandelt wird. Diese Erwärmung des Körpers kann im Extremfall den natürlichen Temperatur-Regelmechanismus stören und zu Schädigungen des Gewebes führen.

Die thermischen Auswirkungen von Mobilfunksendeanlagen sind nach allgemeinem Kenntnisstand bei Einhaltung der geltenden Grenzwerte zu vernachlässigen.

Zahlreiche Studien belegen, dass auch der Gebrauch von Handys und die damit verbundene lokale Erwärmung des Gewebes offensichtlich keine gesundheitlichen Auswirkungen hat.

Nichtthermische Effekte

Wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt ist die Frage, ob elektromagnetische Felder des Mobilfunks über den thermischen Effekt hinaus noch weitere Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben. In zahlreichen Untersuchungen wurden Effekte hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf biologische Systeme beobachtet, für die aufgrund der geringen Intensitäten eine thermische Wirkung ausgeschlossen werden kann (z.B. Störungen des Immunsystems, des Enzymhaushalts, von Zellfunktionen oder des Hormonsystems).

Die Forschungsergebnisse sind auf diesem Gebiet jedoch noch nicht eindeutig. Den zahlreichen Hinweisen auf beobachtete nichtthermische Effekte stehen ebenso zahlreiche Untersuchungsergebnisse gegenüber, bei denen keine derartigen Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung nachgewiesen werden wurden.

Insbesondere wurden bisher die Langzeitwirkungen gepulster elektromagnetischer Felder noch nicht ausreichend untersucht.

Sowohl die Strahlenschutzkommission als auch das Bundesumweltministerium kommen nach Auswertung der vorliegenden Studien zu dem Ergebnis, dass eine Gesundheitsgefährdung bei Einhaltung der heute geltenden Grenzwerte nicht nachweisbar ist. Aufgrund der großen Verbreitung des Mobilfunks wird jedoch auch von hier weiterer Forschungsbedarf gesehen.

  • Diagnose/Therapiegeräten in Krankenhäusern und Arztpraxen
  • Herzschrittmachern
  • Insulinpumpen
  • Hörgeräten oder Innenohr-Prothesen

Indirekte Gefahren

Durch Beobachtung und gezielte Untersuchungen erwiesen sind indirekte Gefahren, die auf die elektromagnetische Beeinflussung medizinischer Geräte oder Körperhilfen durch Handys zurückzuführen sind. Hierzu zählen mögliche Funktionsstörungen von

Durch ein Nutzungsverbot in gefährdeten Gebäuden und Empfehlungen zur Handhabung von Handys kann diesen Gefahren wirkungsvoll begegnet werden.

Die elektromagnetischen Felder von Mobilfunk-Sendeanlagen könnten nur im unmittelbaren Nahbereich Auswirkungen auf Herzschrittmacher haben. Ein (unbeabsichtigter) Aufenthalt im Nahbereich einer solchen Anlage ist jedoch aufgrund des Standortes und der festgeschriebenen Sicherheitsabstände zu den Sendeantennen nicht möglich.

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