UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Leitlinien für die Standortwahl von Mobilfunk-Sendeanlagen in Siegen

Im Juni 2003 haben sich die kommunalen Spitzenverbände und die Mobilfunknetzbetreiber auf einheitliche Rahmenbedingungen für die Standortwahl von Mobilfunksendern verständigt. Mit diesen Empfehlungen soll in den einzelnen Kommunen die Standortsuche vereinheitlicht und vereinfacht werden. Ziel der Leitlinien ist es, eine bedarfsgerechte und wirtschaftliche Versorgung zu ermöglichen und gleichzeitig die notwendigen Anforderungen des Landschafts- und Umweltschutzes zu gewährleisten.

In Anlehnung an die o. g. Empfehlungen sollen auch im Stadtgebiet Siegen bei der künftigen Standortauswahl folgende Leitlinien berücksichtigt werden:

  • In städtischen Gebieten mit einer hohen Wohnsiedlungs- und Arbeitsplatzdichte sollen Sendeanlagen nicht gebündelt werden.

Begründung:

In dicht besiedelten Bereichen sollte eine möglichst gleichmäßige Verteilung von schwach emittierenden Mobilfunk-Sendeanlagen angestrebt werden. Je engmaschiger das Netz der Basisstationen ist, desto schwächer kann die Leistung der Sender bei guter Empfangsqualität der Handys sein. Die Strahlenbelastung durch Basisstationen und durch Handys wäre somit insgesamt geringer.

  • In schwach besiedelten Außenbereichen sollen Sendeanlagen auf Sendemasten oder anderen geeigneten Bauwerken gebündelt werden.

Begründung:

Eine Bündelung mehrerer Sendeanlagen an einem Standort ermöglicht eine möglichst optimale Ausnutzung vorhandener und zukünftiger Antennenstandorte, da deren Konzentration im schwächer besiedelten Außenbereich mit einer damit verbundenen höheren Strahlenexposition unproblematischer ist und zudem einen Beitrag zur Schonung des Landschaftsbildes darstellt.

  • Neue Sendeanlagen sollen im Abstand von mindestens 100 Meter zu sensiblen Nutzungen einhalten. Als sensible Nutzung sind insbesondere Grundschulen, Kindertagesstädten, Kindergärten und Kinderspielplätze anzusehen.

Begründung:

Bei Kindergärten und Grundschulen ist davon auszugehen, dass es sich weitgehend um Bereiche mit wenigen Mobiltelefonaten handelt, so dass hier Sendeanlagen mit größerem Abstand und geringerer Strahlenexposition in Bezug auf die Einrichtung vorteilhafter sind. Durch einen Abstand von 100 Meter zu Sendeanlagen kann die Immissionsbelastung deutlich verringert werden.

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