UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Aktuelles zur Stickstoffdioxidbelastung in Siegen

Seit mehreren Jahren werden in zwei stark befahrenen Straßenzügen in der Siegener Innenstadt (Sandstraße, Frankfurter Straße) Messungen der Stickstoffdioxidbelastung durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) durchgeführt.

Zum Einsatz kommen hierbei sogenannte Passivsammler, mit deren Hilfe jeweils Monats- und Jahresmittelwerte der Stickstoffdioxidbelastung ermittelt werden.

Für das Jahr 2020 stellte sich die Situation in der Sandstraße wie folgt dar:

Die Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2)an der Sandstraße in der Siegener Innenstadt ist in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich gesunken. Das geht aus den Messdaten hervor, die das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) für die Straßenmessstellen in NRW jetzt veröffentlicht hat.

Mit 32 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft (µg/) im Jahr 2020 lag der gemessene NO2-Wert in der Sandstraße erneut deutlich unter dem Jahres-Grenzwert von 40 Mikrogramm, teilt die städtische Umweltabteilung mit. Bereits im Jahr 2019 lag der Jahresmittelwert der NO2-Konzentration mit 38 Mikrogramm erstmals unter dem Grenzwert (2018: 41 µg/, 2017: 46 µg/, 2016: 47 µg/).

Diese Entwicklung liegt im Landestrend, da auch alle anderen Messstellen in NRW mittlerweile unter dem Grenzwert liegen. Laut einer Begleituntersuchung des LANUV weist die coronabedingte Veränderung des Mobilitätsverhaltens bezogen auf den Jahresmittelwert aber nur einen geringen Effekt auf: "Wir sprechen landesweit von einer Abnahme um etwa ein Mikrogramm durch den Corona-Lockdown", sagt Dr. Bernhard Kraft, Leiter der städtischen Umweltabteilung.

Während in der Phase des ersten Lockdowns Mitte März bis Ende April ein positiver Effekt in Richtung weniger Belastung nachgewiesen werden konnte, relativierte sich dies über das gesamte Jahr betrachtet. Verkehrsmessungen zeigten, dass der Verkehr in den Innenstädten schnell wieder nahezu auf Vor-Lockdown-Niveau lag, so das Landesamt.

Den größten Effekt in Siegen hatten die städtischen Maßnahmen zur Verlagerung des Durchgangsverkehrs in der Sandstraße auf die Hüttentalstraße (HTS). So wurde die Verkehrsdichte reduziert. Dazu gehören die angepassten Rotphasen an den Ampeln und die Errichtung einer weiteren Linksabbiegespur an Kochs Ecke im Herbst 2019.

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