UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Baum des Jahres

Das "Kuratorium Baum des Jahres" bestimmt seit 1989 jährlich einen Baum des Jahres.
Es wurden zunächst bedrohte und seltene Baumarten ausgewählt, weitere Kriterien können aber auch Schönheit, Beliebtheit, ökologische und landschaftliche Bedeutung sein. Die Jahresbäume unterstreichen die ökologische Bedeutung der verschiedenen Baumarten und sensibilisieren die Menschen für einen schonenden Umgang mit der Natur.

Zum Baum des Jahres 2019 hat das Kuratorium die Flatter-Ulme in den Mittelpunkt gestellt. Wer die buschigen Blüten der Flatter-Ulme einmal im Wind hat tanzen sehen, weiß woher die Art ihren Namen hat. 2019 rückt die Baum des Jahres Stiftung damit eine Ulmenart ins Licht der Öffentlichkeit, die bisher wenig bekannt ist. Umso spannender ist ihr vielseitiges Potential - insbesondere im urbanen Bereich.

Der Volksmund nennt Ulmen auch Rüster. Die Flatter-Ulme ist ein hochgewachsener Baum (circa 35 Meter) der Feuchtwälder und Flussauen. Zusammen mit Stiel-Eiche, Esche, Berg-Ahorn und Feld-Ulme prägt sie dort die sogenannten Hartholz-Auenwälder. Sie hält dauerhaft feuchte Böden und längere Überflutungsperioden problemlos aus. Ganz besonders: Die Flatter-Ulme bildet als einzige heimische Baumart Brettwurzeln aus. (Diese kennt man sonst von Urwaldriesen und dienen einer höheren Stabilität).

Auch wenn die Flatter-Ulme die Nähe des Wassers liebt, kommt sie auch auf trockeneren Standorten gut zurecht. Ihre Zweige dienten früher dem Vieh als Winterfutter. Wenn es um die Verarbeitung ihres Holzes geht, ist die Flatter-Ulme jedoch eher eine Diva. Das Holz punktet mit schöner Musterung und Zähigkeit, lässt sich jedoch schwer bearbeiten. (Quelle: Dr. Silvius Wodarz Stiftung)

 

 

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