UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Landesweiter Warntag

Großbrände, Unwetter, Bombenentschärfungen - bei Gefahren werden Sie vor Ort gewarnt. Wie funktioniert das? Welche Warnmittel gibt es? Und wie sollten Sie sich im Ernstfall verhalten?

Seit 2018 findet in Nordrhein-Westfalen jährlich ein landesweiter Probealarm statt. Hierdurch soll das Thema "Warnung" wieder mehr ins Bewusstsein gerückt und die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung gestärkt werden. Im Unterschied zum bundesweiten Warntag wird hier ausschließlich das Warnmittel der Sirene erprobt. 

Um 11.00 Uhr werden hierfür zeitgleich in allen NRW-Kommunen die örtlichen Sirenen getestet. Mit der Warn-App "NINA" (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) wird landesweit eine Probewarnmeldung versendet.

Der nächste landesweite Warntag findet am Donnerstag, 9. März 2023, statt.

In diesem Jahr wird eine landesweite Warnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) zentral aus dem Lagezentrum der Landesregierung in der Warnstufe 1 ausgelöst.

Die Auslösung der Sirenen erfolgt in der Tonfolge Entwarnung (1 Minute) - Warnung (1 Minute) – Entwarnung (1 Minute) mit einer Pause von jeweils 5 Minuten zwischen den Tonfolgen.

Publikationen/ Downloads (verschiedene Sprachen/ different languages)

Flyer Warntag NRW

Flyer Warntag NRW (arabisch)

Flyer Warntag NRW (englisch)

Flyer Warntag NRW (französisch)

Flyer Warntag NRW (niederländisch)

Flyer Warntag NRW (russisch)

Flyer Warntag NRW (türkisch)

[Quelle: Ministerium des Inneren des Landes Nordrhein-Westfalen]


Bevölkerungsschutz

Elektronisches Sirenensystem mit Turmspitze der Nikolaikirche im Hintergrund (Foto: Feuerwehr Siegen)

Auf Grundlage des Konzeptes "Warnung der Bevölkerung" des Kreises Siegen-Wittgenstein übernimmt die Feuerwehr Siegen - Sachgebiet Bevölkerungsschutz - die Planung und Konzeption der Warnung und Information der Bevölkerung im Stadtgebiet Siegen.

Dazu gehört das Sirenenwarnsystem, die Warn-App "NINA" des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, die Facebook-Seiten der Kreisleitstelle Siegen-Wittgenstein und der Feuerwehr Siegen sowie der Twitter-Account der Feuerwehr Siegen.

Im Warn-Fall ist zusätzlich das Infotelefon bei Gefahrenlagen der Stadt Siegen unter

(0271) 404-4444

erreichbar.

Publikation

Faltblatt "Sirenen - Warnung und Information der Bevölkerung".

Sirenenwarnsystem

Um die Bevölkerung der Stadt Siegen auf mögliche Gefahren frühzeitig aufmerksam zu machen, betreibt die Stadt Siegen ein Sirenenwarnsystem aus derzeit 50 Sirenen im Stadtgebiet. Das Sirenenwarnsystem wurde unter anderem durch Zuweisungen vom Land Nordrhein-Westfalen ertüchtigt und ständig weiter ausgebaut.

Nach vorheriger Ankündigung werden die Sirenen mehrmals im Jahr auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft.

Sirenensignal: Warnung (Gefahr)

Abbildung des Sirenensignals zur Warnung der Bevölkerung bei Gefahr

Auf- und abschwellender Heulton für 1 Minute.

Bedeutung: Gefahr → Radio einschalten.

Sirenensignal anhören ...

Sirenensignal: Entwarnung (Gefahr vorüber)

Abbildung des Sirenensignals "Entwarnung"

1 Minute Dauerton.

Bedeutung: Gefahr ist vorüber.

Sirenensignal anhören ...

Sirenensignal: Probealarm

Abbildung des Sirenensignals für einen Probealarm

15 Sekunden Dauerton.

Bedeutung: Funktionsprobe der Sirenen.

 Sirenensignal anhören ...

Sirenensignal: Feueralarm (Alarmierung der Feuerwehr)

Abbildung des Sirenensignals "Alarmierung der Feuerwehr"

1 Minute Dauerton, zweimal unterbrochen.

Bedeutung: Signal zur Alarmierung der örtlichen Feuerwehr.

Die Siegener Feuerwehr warnt auch bei größeren Feuerwehreinsätzen in ländlich geprägten Stadtteilen. Dies hat folgende Vorteile: 

  1. Die Bürger sind informiert - und gewarnt (!), dass freiwillige Feuerwehrleute mit ihren Pkw schnell zum Feuerwehrgerätehaus unterwegs sind. 
  2. Die Bürger werden frühzeitig aufmerksam und können möglicherweise bei einem Brand in der Nachbarschaft selbst warnen bzw. helfend eingreifen.

Sirenensignal anhören ...

Modulares Warnsystem (MoWaS)

Das Modulare Warnsystem (MoWaS) des Bundes ist ein leistungsfähiges Warn- und Kommunikationssystem. Es wird gemeinsam genutzt von Bund und Ländern für die Warnung und Information der Bevölkerung im Zivilschutz- und Katastrophenfall.

Die Übertragung der Warnmeldung erfolgt via Satellit. Satellitenkommunikation ist im Gegensatz zu landgestützten Übertragungswegen wie UKW oder Mobilfunk unempfindlicher gegen Störungen wie Stromausfälle.

MoWaS gliedert sich in die Bereiche Auslösung, Warnmultiplikatoren und Warnmittel:

Auslösung

Der Bereich Auslösung umfasst die sogenannten MoWaS-Sende- und Empfangssysteme in den Lagezentren von Bund und Ländern sowie in angeschlossenen Leitstellen der unteren Katastrophenschutzbehörden (in der Regel Landkreise und kreisfreie Städte).

Derzeit sind mehr als 300 Stationen bundesweit im Einsatz. Neben satellitenbasierten Vollsystemen steht ein webbasiertes Eingabeportal zur Verfügung, über das Warnmeldungen als Vorlage elektronisch an die Vollsysteme übermittelt und von dort aus ausgelöst werden können.

Warnmultiplikatoren

Warnmultiplikatoren sind

  • Behörden, Organisationen und Unternehmen (beispielsweise Deutsche Bahn),
  • alle öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und
  • ein Großteil der privaten Medienhäuser, Internet- und Pagingdienste sowie
  • App-Betreiber (beispielsweise Warn-Apps NINA, KATWARN, BIWAPP),

von denen die Warnmeldungen an ihre Kundinnen und Kunden bzw. Nutzenden (also letztendlich an die Bevölkerung als eigentlichen Adressaten) weitergeleitet werden.

Die Warnmeldungen werden von der herausgebenden Stelle mit einer Warnstufe versehen, entsprechend der Gefährdungslage. Dabei gibt es eine Unterscheidung in drei Warnstufen:

1 hoch –› Amtliche Gefahrendurchsage

2 mittel –› Amtliche Gefahrenmitteilung

3 niedrig –› Gefahreninformation

Zwischen Warnmultiplikatoren und BBK als Betreiber von MoWaS besteht eine Vereinbarung. Diese verpflichtet die Warnmultiplikatoren dazu, Warnmeldungen zu veröffentlichen bzw. zu übermitteln. In den Multiplikatorenvereinbarungen ist definiert, wie die Multiplikatoren (vor allem die Rundfunksender) Warnmeldungen gemäß der Warnstufen verarbeiten müssen bzw. sollten.

Warnmittel

Im Bereich Endgeräte (bzw. Endanwendungen) sind im Zusammenhang mit MoWaS alle Warnmittel erfasst, über die die Warnmultiplikatoren Warnmeldungen ausgeben und der Bevölkerung zur Verfügung stellen. Dazu zählen beispielsweise Radio, Fernsehen, Internet, Mobilfunk-Apps und digitale Stadtanzeigetafeln.

[Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe]

Cell Broadcast (Warnung direkt aufs Handy)

Warnung direkt aufs Handy - mit der in Deutschland jetzt neu eingeführten Technik Cell Broadcast werden Warnungen an viele Mobilfunkgeräte in einem Gefahrengebiet geschickt.

Erfahren Sie beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, was Cell Broadcast ist und ob ihr Handy für Warnmeldungen über Cell Broadcast empfangsbereit ist ...

Warn-App NINA

Abbildung: Symbol der Warn-App NINA des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Die kostenfreie Notfall-Informations- und Nachrichten-App (NINA) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) warnt und informiert bundesweit, aber auch standortbezogen vor Gefahrenlagen.

Die Warnungen und Informationen werden direkt auf das Smartphone oder Tablet gesendet. Ferner bietet NINA ereignisbezogene Verhaltenshinweise und praktische Notfalltipps.

Weitere Informationen und eine Bedienungsanleitung zum kostenfreien Herunterladen der Warn-App NINA erhalten Sie beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe [siehe: Warn-App "NINA"].

Aktuelle Warnmeldungen in Deutschland

Für weitere Betriebssysteme steht unter www.warnung.bund.de eine Website zur Verfügung, die für die mobile Nutzung optimiert wurde und die Sie ebenfalls über amtliche Warnungen und Informationen aus den Bereichen Bevölkerungsschutz, Wetter und Hochwasser informiert.

Wann wird gewarnt?

Um die Gefährdung so gering wie möglich zu halten, warnt die Stadt Siegen die Bevölkerung bei Einsatzlagen wenn bedrohende Gefahren für Leben, Gesundheit oder Eigentum vieler Menschen bestehen.

Weiterhin wird die Bevölkerung informiert, wenn objektiv keine Gefahren bestehen, aber subjektiv Gefahren vermutet werden könnten (Anscheinsgefahr).

Es wird gewarnt bei:

  • Schadstoffaustritten,
  • Großbränden,
  • Unwetter,
  • Kampfmittelfunden/ Bombenentschärfungen,
  • weiteren Gefahren.

Wo wird informiert?

Informationsquellen im Gefahrenfall

WarnApp NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

Radio Siegen (Antenne: Siegen UKW 88,2 MHz)

WDR 2 Radio (Antenne: Siegen UKW 97,1 MHz

Kreisleitstelle Siegen-Wittgenstein bei Facebook

Feuerwehr Siegen bei Facebook

Feuerwehr Siegen bei Twitter

www.bevoelkerungsschutz-siegen.de oder www.siegen.de/bevoelkerungsschutz (Warnungen werden nur im Ereignisfall angezeigt)

Verhaltenshinweise bei Gefahr

Jede Gefahrenlage erfordert von der Bevölkerung entsprechende Verhaltenshinweise, um die Gefährdung zu reduzieren. Auch wenn Sie nicht unmittelbar betroffen sind, können Sie durch ein besonnenes Verhalten wirkungsvoll zu einer schnelleren Gefahrenabwehr und Schadensbeseitigung beitragen. Sofern die Bevölkerung durch die Stadt Siegen oder in Grenzgebieten durch Nachbarstädte gewarnt wird, wird folgendes Verhalten von der Bevölkerung erwartet und erfordert:

  1. Ruhe bewahren.
  2. Gebäude aufsuchen.
  3. Türen und Fenster schließen.
  4. Kindern und hilfsbedürftigen Menschen helfen.
  5. Passanten aufnehmen.
  6. Radio einschalten - Informationen beachten (bei Stromausfall: Autoradio).
  7. Nachbarn im Haus informieren.
  8. Klimaanlagen und Belüftungen ausschalten.
  9. Notrufe (110 oder 112) nicht blockieren! Nur im Notfall anrufen! 

Vermeiden Sie in jedem Fall, dass Einsatzkräfte bei Bränden und Unglücksfällen durch Schaulustige behindert werden. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind auf freie Straßen und Zufahrtswege angewiesen. Bleiben Sie dem Schadensort fern und blockieren Sie keine Verkehrswege. Schnelle Hilfe benötigt freie Wege!

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