UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Girls' und Boys' Day: Schülerinnen und Schüler erzählen ...

Schülerinnen und Schüler erzählen vom Girls' und Boys' Day

"Traut Euch Fragen zu stellen. Es lohnt sich!"

Von ihren Erfahrungen in 2017 an "ihrem" Jungen- und Mädchentag haben Siegener Schülerinnen und Schüler erzählt: Lara (14), Mattea (15), Colin (13), Lilly (15), Albanita (16), Luca und Oswald (beide 14) und Jonas (17).

Ihre Einsatzorte waren beispielsweise die Veranstaltungstechnik in der Siegerlandhalle, die Stadtgärtnerei der Grünflächenabteilung, die Stadtbücherei, die städtische IT-Abteilung oder die Vermessungsabteilung. Gemeinsames Fazit: „Traut Euch, Fragen zu stellen! Es lohnt sich!“

Welche Bereiche habt Ihr beim letzten "Girls' und Boys' Day" kennengelernt?

Lara: Ich war im Geisweider Rathaus bei der Geoinformation und Vermessung. Das Berufsbild interessiert mich, mein Vater arbeitet auch in dem Bereich.

Mattea: Ich habe mich für die IT-Abteilung im Siegener Rathaus entschieden, weil ich mich sehr für Informatik interessiere.

Colin: Ich lese total gerne, und war deshalb in der Stadtbibliothek. Später könnte ich studieren und Bibliothekar werden oder eine Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste machen. Mich haben meine Lehrer in der Schule auf den Tag aufmerksam gemacht.

Lilly: Ich habe an der Universität Siegen eine Schnuppervorlesung zum Thema Wasserbau gehört. Danach haben wir mit mehreren Frauen gesprochen, die als Programmiererin, Chemikerin oder Physikerin arbeiten, die haben uns von ihrer Arbeit erzählt. In der neunten Klasse ist der Girls' und Boys' Day bei uns in der Schule Pflicht.

Jonas, Du hast 2014 beim Girls' und Boys' Day mitgemacht?

Jonas: Genau. Ich habe mich bei der Ausbildungsmesse für den Tag beworben und dann bei der Stadtgärtnerei und beim Garten- und Landschaftsbau reingeschnuppert. An dem Tag sind wir zu den einzelnen Baukolonnen im Stadtgebiet gefahren und ich konnte mir die Arbeit dort anschauen. Danach war ich in der Stadtgärtnerei und hab mich da umgeguckt. Das hat mir gut gefallen.

Das war ja im Jahr 2014. Und jetzt bist du Azubi bei der Stadt?

Jonas: 2016 im August habe ich die Ausbildung angefangen. Im Jahr davor habe ich vor Ostern noch ein zweiwöchiges Praktikum in der Stadtgärtnerei gemacht und beispielsweise mit der 'Topfmaschine' gearbeitet. Ich habe gemerkt, ich habe einen grünen Daumen (lacht) und habe mich dann dort beworben.

Was habt ihr beim Girls' und Boys' Day erlebt?

Colin: In der Bibliothek fand an dem Tag eine Luther-Rallye in der Bibliothek statt, an der verschiedene Schulklassen teilnahmen. In der Bibliothek lagen Bücher aus, die in der alten Schrift, in der Luther damals geschrieben hat, gestaltet waren. Wir haben die Rallye vorbereitet und danach hat man uns die ganze Bibliothek gezeigt.

Lara: In der Vermessung konnte man messen, bis wohin eine Grundstücksgrenze geht. Wenn zum Beispiel neue Häuser gebaut werden, werden die Grenzen oft überzogen. Deshalb muss man erst die Grenzpunkte vermessen. Ich habe ein Prisma gehalten, das über die Satelliten die Weiten misst. Damit kann man auf 10 Zentimeter genau messen, bis wohin eine Grenze geht.

Mattea: Wir haben eine Präsentation über die verschiedenen Berufe im IT-Bereich angesehen und die Inhalte der Ausbildungsberufe Fachinformatikerin und Informatikkauffrau kennengelernt. Dann haben wir uns die Arbeitsplätze angeschaut und waren in der KDZ [jetzt: Südwestfalen-IT, Anmerkung der Redaktion], der Kommunalen Datenzentrale, und haben dort mit Azubis gesprochen. Bei der KDZ konnten wir auch etwas programmieren und wir durften ein Quiz machen, passend zu der Präsentationen über die Berufe.

Albanita: Nach der Schnuppervorlesung über Wasserbau haben uns die Doktorandinnen erzählt, wie die Familie auf ihre Berufswahl reagiert hat und wie es ist, mit so vielen Männern zusammen zu arbeiten. Ich fand es interessant, dass alle Familien die Frauen unterstützt haben. Keiner hat komisch reagiert.

Oswald: Wir waren im Schlosspark und haben uns alles angeguckt. Außerdem durften wir auch selber an einer Topfmaschine in der Stadtgärtnerei Pflanzen eintopfen.

Wie seid ihr an dem Schnuppertag betreut worden?

Mattea: Ich hatte in der IT-Abteilung einen festen Betreuer, ein Auszubildender hat uns viel zum Thema Ausbildung erzählt. In der KDZ haben sich auch Mitarbeiter und Auszubildende um uns gekümmert.

Colin: Bei uns in der Stadtbibliothek waren das ein Bibliotheksmitarbeiter und eine Praktikantin, die auch schon mal beim Girls' und Boys' Day mitgemacht hat. Die beiden haben uns den ganzen Tag begleitet.

Lilly und Albanita: Der Tag hat uns sehr gut gefallen. Es war nicht so, dass gesagt wurde, ihr sitzt jetzt da und hört uns zu, sondern wir wurden beachtet.

Was würdet ihr den künftigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Girls' und Boys' Day raten?

Lilly: Sie sollten sich auf die neue Situation einlassen und sich unbedingt trauen, Fragen zu stellen.

Colin: Man sollte sich nicht einen Bereich aussuchen, bei dem man denkt, dass man da wenig machen muss. Das ist langweilig! In der Bibliothek konnte ich zum Beispiel ziemlich viel mithelfen und das macht ja auch viel Spaß.

Hat Euch der Tag darin bestärkt, dass ihr in Zukunft in für Jungen oder Mädchen eher untypischen Bereichen arbeiten möchtet?

Lara: In der Vermessung arbeiten mehr Männer als Frauen. Aber es ist ja eigentlich auch egal, ob da mehr Männer oder Frauen waren, man soll ja das machen, was einem Spaß macht und sich nicht von anderen beeinflussen lassen.

Mattea: In der IT waren auch mehr Männer als Frauen, aber ich würde trotzdem nicht sagen, dass es ein Männerberuf ist. Es gibt ja auch viele Frauen, die sich für IT und Informatik interessieren.


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Plakatmotiv zum Girls' Day
Plakatmotiv zum Boys' Day

Gärten sind Frauensache? Von wegen! Frauen und Technik? Passt super! Mit diesen zwei Slogans macht die städtische Gleichstellungsstelle auf den "Schnuppertag" aufmerksam.

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