UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Stadtteilentwicklung Siegen-Seelbach

Zusammen mit Seelbacher Vereinen und Institutionen sowie mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern wurde das Stadtteilentwicklungskonzept für Seelbach erarbeitet. Während zwei Stadtteilwerkstätten und beim öffentlichen Bürgerforum wurden diverse Ideen, Anregungen, Wünsche und Lösungsansätze gesammelt und diskutiert. Diese wurden nun in einem sogenannten Stadtteilentwicklungskonzept zusammengefasst.

Am 30. September 2015 wurde das Stadtteilentwicklungskonzept Siegen-Seelbach vom Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Siegen beschlossen. Ziel ist es nun, die entwickelten Maßnahmen zielgerichtet und in enger Zusammenarbeit mit den Seelbacher Bürgerinnen und Bürgern umzusetzen.

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird in Zusammenarbeit mit der BlueBox (Stadtjugendring) weitergeführt, um die von ihnen bisher genannten Ideen und Maßnahmen zu vervollständigen und zu konkretisieren. Hier sollen ab Oktober 2015 zum einen die Kinder der Sonnenhangschule Ideen und Wünsche für ihr Schul- und Spielumfeld benennen. Zum anderen wird es Workshops mit den Jugendlichen in den Seelbacher Vereinen geben.

Hier können Sie das Stadtteilentwicklungskonzept Siegen-Seelbach als pdf-Dokument herunterladen.

Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) für Seelbach

Für den Stadtteil Siegen-Seelbach wird derzeit ein Dorfinnentwicklungskonzept (DIEK) durch das Planungsbüro DTP aus Essen erarbeitet.

Was ist ein Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK)?

Ein Dorfinnentwicklungskonzept ist ein informelles Planungs- und Steuerungsinstrument, das Dörfer bei der aktiven Gestaltung ihrer Zukunft unterstützt. Es betrachtet den dörflichen Siedlungsraum ganzheitlich und definiert konkrete Ziele und Maßnahmen zur nachhaltigen Sicherung und Stärkung der örtlichen Strukturen. Das von der Stadt Siegen beauftrage Planungsbüro DTP hat im Oktober 2017 mit der Erstellung des Dorfinnentwicklungskonzeptes begonnen. Die Erstellung des Dorfinnentwicklungskonzeptes wird von der Bundesrepublik Deutschland, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union finanziell unterstützt.

Mindestanforderungen und Methodik.

Warum ein Dorfinnentwicklungskonzept?

Das Dorfinnenentwicklungskonzept soll helfen, das dörfliche Profil zu schärfen und die vorhandenen Potentiale zu aktivieren, um allen Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils eine langfristige Perspektive bieten zu können. Durch die ganzheitliche und themenübergreifende Betrachtung des Stadtteils werden neben ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten auch kulturelle und demographische Herausforderungen miteinbezogen. Mögliche Handlungsfelder, die in diesem Kontext thematisiert werden, sind zum Beispiel die soziale Infrastruktur, Verkehr und Mobilität oder die Dorfgemeinschaft.

Darüber hinaus liegen Fördersätze für städtebauliche Maßnahmen, die auf Grundlage eines Dorfinnentwicklungskonzeptes umgesetzt werden, deutlich über denen ohne ein Dorfinnentwicklungskonzept (Stand: März 2018). Das Dorfinnentwicklungskonzept fördert die Entwicklung der Stadtteile demnach nicht nur konzeptionell, sondern auch finanziell. Es werden nicht nur städtische Projekte gefördert, sondern auch Projekte von Vereinen und Institutionen. Für private Eigentümer ist eine Förderung für denkmalgeschützte oder ortsbildprägende Gebäude möglich.

Entwurf Förderrichtlinien 2018.

Derzeit werden Dorfinnenentwicklungskonzepte und integrierte kommunale Entwicklungskonzepte (IKEK) als Voraussetzung für höhere Fördersätze politisch debattiert. Es ist eine Änderung der Förderrichtlinien abzusehen, die nicht mehr zum Erstellen dieser Konzepte verpflichtet. Kommunen und Stadtteile, die ein fertiggestelltes Konzept vorweisen können, sollen allerdings bei der Vergabe der Fördermittel im Rahmen der Vergaberichtlinien bevorzugt werden.

Bürgerbeteiligung

Das Dorfinnenentwicklungskonzept entsteht im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens, das es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, die Entwicklung ihres Stadtteils aktiv und maßgebend mitzugestalten. Hierbei werden selbstverständlich die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses aus dem Jahr 2015 aufgegriffen. Auch die Ergebnisse aus der Beteiligung der Kinder der Sonnenhangschule von 2016 (Stichwort "Stadtteildetektive") werden einbezogen.

Ortsbegehung

Die Stadt Siegen hat am 24. November 2017 mit dem Planungsbüro DTP in Seelbach eine Ortsbegehung mit dem Heimatverein organisiert. Im Rahmen dieser Begehung wurden durch die Beurteilung vor Ort und die Einschätzungen der Vertreterinnen und Vertreter des Heimatvereins Stärken, Mängel und Potentiale sowie erste Maßnahmenvorschläge für den Stadtteil Seelbach herausgestellt.

Eine Dokumentation der Ortsbegehung finden Sie hier:

Ortsbegehung Seelbach.

Bürgerforum

Einladungsplakat zum Bürgerforum Seelbach

Im nächsten Schritt sind das Alltagswissen und die konkreten Ideen der Anwohner gefragt. Diese sind für den Planungsprozess von besonderer Bedeutung und fließen unmittelbar in die Planung ein. Die Stadt Siegen und das Planungsbüro DTP laden daher alle Interessierten herzlich zu einem Bürgerforum ein:


Donnerstag, 26. April 2018, 16.30 Uhr,
Bürgerhaus Seelbach, Freudenberger Str. 486,
(Dauer ca. 2 Stunden)

 

 

Ziel der Veranstaltungen ist es, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zusammen die Stärken und Schwächen des jeweiligen Ortsteils herauszuarbeiten, die Handlungsschwerpunkte festzuhalten, die bestehenden Maßnahmenlisten zu aktualisieren und zu ergänzen sowie Mitstreiter für die Umsetzung zu gewinnen.

Gefördert durch:

Logo des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER)
Logo des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung Nordrhein-Westfalen