UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) Trupbach

Um die künftige Entwicklung des Stadtteils Trupbach gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten, wurde im Jahr 2018 gemeinsam mit dem Planungsbüro DTB aus Essen ein Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) für den Stadtteil erarbeitet. Mit Hilfe des Konzeptes als informelles Planungs- und Steuerungsinstrument soll die aktive Gestaltung der Zukunft Trupbachs unterstützt und forciert, sowie Strategien, Ziele und konkrete Projekte im Stadtteil definiert werden. Die Erstellung des Dorfinnenentwicklungskonzeptes wurde mit Hilfe von Mitteln der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Nordrhein-Westfalen finanziell unterstützt.


Meldungen

Ortsmitte Trupbach: Bürgerbeteiligung und Erstellung eines Gestaltungsentwurfs abgeschlossen

[19.01.2023] In der zweiten Jahreshälfte 2022 wurde ein weiteres Projekt aus dem DIEK Trupbach umgesetzt: Die Erstellung eines Gestaltungsentwurfs für die Ortsmitte Trupbach.

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Gedenkstätte "Buzz-Aldrin-Platz" in Trupbach feierlich eröffnet

[06.10.2022] Der Siegener Stadtteil Trupbach hat ab sofort einen "Buzz-Aldrin-Platz": Im Rahmen einer Feierstunde wurde die zentral in der Ortsmitte gelegene neue Gedenkstätte im...

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17. Oktober: Abschluss-Workshop zur Bürgerbeteiligung in Trupbach

[05.10.2022] Die Bürgerbeteiligung zur Gestaltung der Trupbacher Ortsmitte geht in die finale Runde: Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Vorstellung der...

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Bürgerbeteiligung zum Gestaltungsentwurf für die Ortsmitte Trupbach

[17.08.2022] In absehbarer Zeit soll der öffentliche Raum der zentralen Ortsmitte Trupbach umgestaltet werden und zukünftig mehr Raum für Fußgänger, Aufenthalt und Begegnung...

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Erarbeitung des DIEK

Da die Bürgerinnen und Bürger als "lokale Experten" über die besten Kenntnisse zu Problemen und Handlungsbedarfen in Trupbach verfügen, entstand das Dorfinnenentwicklungskonzept mit Hilfe eines umfassenden Beteiligungsverfahrens. So wurde den Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, die Entwicklung ihres Stadtteils aktiv und maßgebend mitzugestalten. Dazu fanden eine Ortsbegehung mit dem Heimatverein und ein Bürgerforum statt, an dem rund 60 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen und ihre Ideen und Wünsche zur künftigen Gestaltung ihres Stadtteils einbringen konnten. Im anschließenden Abschlussforum, das gemeinsam mit dem Nachbarort Seelbach durchgeführt wurde, wurden die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens und der Erarbeitung des Konzeptes vorgestellt.

Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) Siegen-Trupbach: Dokumentation Ortsbegehung.

Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) Siegen-Trupbach: Ergebnisdokumentation Bürgerforum.

Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) Siegen Trupbach | Siegen-Seelbach: Ergebnisdokumentation Abschlussforum.

Grundlage des entwickelten Dorfinnenentwicklungskonzeptes war eine Bestandsanalyse zu Themenbereichen wie Bevölkerungsstruktur, Wirtschaft, Verkehrssituation, Nahversorgung, dorfgemeinschaftliches Leben, Ortsbild, Wohnbaupotentiale und Grünstruktur. Darauf baute die SWOT-Analyse [SWOT =  Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken)] auf, die Stärken, Schwächen, Potentiale und Risiken der künftigen Entwicklung zusammenfasste und aus der entsprechende Handlungsbedarfe abgeleitet wurden. Im Anschluss wurden ein Leitbild und verschiedene Handlungsfelder definiert. Ergebnis des Konzeptes war die Umsetzungsstrategie mit den entwickelten Leit- und Startprojekten, die künftig sukzessive verwirklicht werden sollen. Im Dezember 2018 wurde das Konzept vom Rat der Universitätsstadt Siegen beschlossen.

Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) Siegen-Trupbach: Endbericht.

Umsetzung der Maßnahmen aus dem DIEK

Nach der Verabschiedung des DIEK wurde damit begonnen, die erarbeiteten Maßnahmen umzusetzen. Oftmals besteht bei den einzelnen Maßnahmen vor der konkreten Umsetzung noch Abstimmungsbedarf, in welcher Form genau diese verwirklicht werden können.

Zu den bereits umgesetzten Projekten zählt die künstlerische Gestaltung verschiedener Strom- und Verteilerkästen mit ortstypischen Motiven, die das Ortsbild von Trupbach aufwerten. Solche gestalteten Strom- und Verteilerkästen sind beispielsweise an der sogenannten Buswende und der Kapellenschule zu sehen. Zudem wurde im Rahmen der barrierefreien Umgestaltung der Kapellenschule eine mobile Rampe angeschafft, die den Zugang zum Gebäude erleichtert. Neue Hinweisschilder im Ort, die unter anderem auf den Sportplatz als Parkplatz für Wanderer der Trupbacher Heide verweisen, unterstützen die Orientierung für Autofahrer in Trupbach.

Gestalteter Strom- und Verteilerkasten an der Buswende (Foto: Stadt Siegen)
Gestalteter Strom- und Verteilerkasten an der Kapellenschule (Foto: Stadt Siegen)
Neues Hinweisschild an der Ortsdurchfahrt Trupbach (Foto: Stadt Siegen)

Zur Verbesserung der Fußgängerfreundlichkeit wurden weitere Projekte umgesetzt: Zwei kleine Pfade wurden aufgearbeitet und leichter begehbar gemacht. Der Pfad von der Turnhalle bis zum Parkplatz am Sportplatz und der Pfad in der Ortsmitte parallel zum Trupbach zwischen der Trupbacher Straße und dem Seelbacher Weg können so künftig besser als Fußweg genutzt werden. Für Hundebesitzer stehen mittlerweile an beliebten Spazierstrecken Hundekotbeutelspender. Auch der Fußweg zwischen Seelbach und Trupbach nördlich der Landesstraße im unteren Bereich der Waldfläche Wurmberg (von der Straße "Weidenbruch" in Seelbach bis unterhalb der Straße "Seelbacher Weg" in Trupbach) ist inzwischen leichter begehbar und wird künftig von der Stadt Siegen mehrmals im Jahr freigeschnitten, um ihn für die Öffentlichkeit in einem angenehm begehbaren Zustand zu erhalten.

Auch der Radverkehr zwischen Seelbach und Trupbach wurde durch die Markierung eines Radschutzstreifens an der Freudenberger Straße optimiert. Die Aufstellung weiterer Ruhebänke im Ort ist in Planung.

Im Sommer und Herbst 2022 wurde gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern durch das Büro Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH (Dortmund) in Abstimmung mit der Verwaltung ein weiteres Projekt aus dem DIEK umgesetzt und ein Gestaltungsentwurf für die Ortsmitte erarbeitet. Der Beteiligungsprozess und die Erstellung des Gestaltungsentwurfs wurde durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Förderprogramms "Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen.", Förderelement "Heimat-Werkstatt" gefördert.

Im Rahmen des Beteiligungsprozesses konnten sich die Bürgerinnen und Bürger bei zwei Workshop-Veranstaltungen und zusätzlich auch online über die digitale Beteiligungsplattform des Landes NRW beteiligen und ihre Ideen und Wünsche für die Ortsmitte äußern. Dabei wurden insbesondere verschiedene Möglichkeiten und Vorschläge zu folgenden Themen diskutiert:

  • Schaffung von Flächen für Aufenthalt und Begegnung;
  • Öffnung des Trupbachs;
  • Verkehrsführung und Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung an der Trupbacher Straße.

Der der auf dieser Basis erarbeitete Gestaltungsentwurf besteht aus einer Planung für die Gestaltung der Straße im Bereich der Ortsmitte sowie der angrenzenden öffentlichen Räume. Zudem sind Detailpläne für zwei Bereiche erarbeitet worden: Einerseits für den Bereich rund um die historische Kapellenschule, wo auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Offenlegung des Trupbachs vorgesehen ist und andererseits für den Bereich des ehemaligen Kriegerdenkmals (Einmündung Walzenweg). Hier soll ein Dorfplatz mit Aufenthaltsqualität entstehen. Die Umsetzung der Ortsmittengestaltung soll im Rahmen der Sanierung der Gesamtmaßnahme Ortsdurchfahrt Trupbacher Straße erfolgen.

Siehe hierzu auch die Meldung vom 19. Januar 2023: Ortsmitte Trupbach: Bürgerbeteiligung und Erstellung eines Gestaltungsentwurfs abgeschlossen

Aufwertung des Areals rund um den Backes

Ein weiteres umfangreiches Projekt ist die Aufwertung des Areals rund um den Backes. Da der Backes derzeit aufgrund der schwierigen topographischen Lage nur schwer erreichbar ist, soll eine Rampe zwischen dem Backes und der Turnhalle gebaut und der anschließende Weg ertüchtigt werden. Zudem soll eine Umgestaltung des Spielplatzes mit neuen Spielgeräten und Sitzgelegenheiten erfolgen. Mit der Rampe soll eine barrierearme stufenlose Zuwegung zwischen Turnhalle und Backes geschaffen und die Erreichbarkeit des Backes und des Spielplatzes verbessert werden, insbesondere für mobilitätseingeschränkte Personen und für Familien mit Kinderwagen. Durch die neue Rampe können auch die Toiletten der Turnhalle bei Festen und Veranstaltungen am Backes leichter genutzt werden. Für die Umsetzung des Projektes wurden Fördermittel beim Förderprogramm "Dorferneuerung" des Landes Nordrhein-Westfalen beantragt und mit Zuwendungsbescheid im November 2022 zugesagt. Die Umsetzung ist im Laufe des Jahres 2023 geplant.

Gefördert durch:

Logo des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER)
Heimat-Wort-Bild-Marke (Quelle: Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen)
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