UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Stadtteilentwicklung und Dorferneuerung

Ziel der Stadtteilentwicklung

Im Jahr 2012 wurde innerhalb der Siegener Stadtverwaltung eine Neuaufstellung der bisherigen Dorferneuerung vereinbart. Hintergrund war die Tatsache, dass sich die Arbeit der planenden Verwaltung in der jüngeren Vergangenheit vermehrt auf die größeren Zentren im Stadtgebiet konzentrierte und auch die Erkenntnis, dass eine Politik der Einzelmaßnahmen im Sinne der Dorferneuerung den aktuellen komplexen Herausforderungen auf Dorf- bzw. Stadtteilebene nicht Rechnung trägt. Es bedarf somit eines koordinierten Vorgehens und der Kooperation von Bürgerinnen und Bürgern mit der Stadtverwaltung. Maßnahmen sollen nachhaltig angelegt sein, indem sie interdisziplinär ausgerichtet und aufeinander abgestimmt sind. Ziel der Stadtteilentwicklung ist es daher, die Weichen für die Zukunft des Stadtteils zu stellen.

Stadtteilentwicklung - Methodik

Um einen "roten Faden" durch den Prozess der Stadtteilentwicklung zu ziehen, wurden in mehreren Stadtteilen Bürgerbeteiligungsverfahren durchgeführt. Die Planungen und Ideen sollen nicht in der Schublade verschwinden, sondern möglichst zügig und mit Hilfe bürgerschaftlichen Engagements umgesetzt werden. Damit die entwickelten Maßnahmen einen hohen Realitätsbezug aufweisen, wurde die nachstehende Methodik angewandt.

Abbildung: Entscheidungspyramide

Die trichterförmige Abbildung veranschaulicht das methodische Vorgehen:

  1. DENKBAR - Alle Ideen und Überlegungen werden genannt.
  2. WÜNSCHENSWERT - Passt diese Idee in unseren Stadtteil, wollen wir das?
  3. NOTWENDIG - Ist diese Idee (im Vergleich zu anderen Ideen) wirklich notwendig?
  4. MACHBAR - Kann die Idee umgesetzt werden? Wenn ja, von wem und bis wann?
  5. NACHHALTIG - Welche positiven Folgewirkungen entstehen durch die Idee?

     

Jede Idee, die im Prozess im Stadtteil entsteht, durchläuft diesen "Trichter". So kann sichergestellt werden, dass die zur Verfügung stehenden Mittel und Ressourcen vernünftig eingesetzt werden.

Welche Möglichkeiten gibt es (aktuell) für die Stadtteilentwicklung und Dorferneuerung?

Die Universitätsstadt Siegen hat ein großes Interesse daran, die einzelnen, individuell geprägten Stadtteile zu erhalten, nachhaltig zu entwickeln und entsprechend den gegenwärtigen und künftigen Erfordernissen zu gestalten. Daher gewährt einerseits die Stadt Zuwendungen für die Finanzierung von Maßnahmen der Dorfentwicklung. Andererseits gibt es die Möglichkeit, auf Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen zurückzugreifen: Für ländlich geprägte Stadtteile kommt hier das Dorferneuerungsprogramm des Landes NRW infrage. Dagegen können Projekte mit Heimatbezug aus dem gesamten Stadtgebiet durch das Landesprogramm "Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet." gefördert werden. Bei allen Förderprogrammen sollen Vereine, Institutionen und auch Privatpersonen bei der Umsetzung eigener Projekte unterstützt werden. Teilweise fungiert die Stadt hierbei als Antragssteller.

Die aktive Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger bei der Gesamtentwicklung ihres Stadtteiles bzw. Dorfes stärkt das soziale und kulturelle Zusammenleben und trägt nachhaltig zur Lebensqualität bei. Die Baugestaltung und -entwicklung sind wesentliche Elemente einer zukunftsorientierten Stadtteilentwicklung. Die Lebens- und Wohnqualität eines Dorfes wird auch durch die Erhaltung, Pflege und Entwicklung der ortsbildprägenden Bausubstanz bestimmt.

Für Rückfragen oder eine Beratung wenden Sie sich bitte an:
Stadt Siegen, Arbeitsgruppe Stadtentwicklung, Herr Bockemühl,
Rathaus Geisweid, Lindenplatz 7, 57078 Siegen,
Telefon: (0271) 404-2533, Telefax: (0271) 404-36-2533, E-Mailj.bockemuehl(at)siegen.de 

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