UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

Oberstadtbrücke

Motiv auf dem Widerlager "inversieg", Quelle: Hans-Reinhart Meise/Stylefiasko e.V.

Motiv auf dem Widerlager: "inverSieg"
Entwurf: Arbeitsgemeinschaft Au34, Siegen (Julian Iseli, Lisa Pfeifer, Luisa Schmidt), 2019
Sieger des Gestaltungswettbewerbs für das Widerlager der Siegener Oberstadtbrücke
Ausführung: Hans-Reinhart Meise, Stylefiasko e.V. (2021)
Sprühlack, Beschichtung

Kunstwerk "inverSieg"

Bei dem von der Universitätsstadt Siegen im Herbst 2019 ausgelobten Wettbewerb "Künstlerische Gestaltung der Oberstadtbrücke" wurden insgesamt 55 Vorschläge eingesandt. Die Bandbreite an Ideen war unerwartet groß. Aus den fristgerecht eingereichten Vorschlägen wurden zu 18 Entwürfe von einer siebenköpfigen Fachjury nominiert, aus denen dann bei der Jurysitzung das Motiv "inverSieg" der Siegener Arbeitsgemeinschaft von Architekturstudierenden Au34 als Siegermotiv ausgewählt wurde. Die Realisierung des Kunstwerks beschloss der Kulturausschuss der Universitätsstadt in öffentlicher Sitzung am 20. November 2019.

Malerische Umsetzung

Die malerische Umsetzung des Entwurfs mit Sprühlack auf der etwa 12 mal 2,40 m großen Betonfläche erfolgte im April 2021 durch den Siegener Verein Stylefiasko e.V. unter Hans-Reinhart Meise. Zur Erläuterung des Motivs wird die Laudatio zu dem Entwurf zitiert:

Der Gestaltungsvorschlag "inverSieg" der Arbeitsgemeinschaft Au34 für das Widerlager der Siegener Oberstadtbrücke zeigt das topografische Höhenprofil Siegens als abstrakte Linienzeichnung. Geprägt wird die einzigartige Situation durch die sieben markanten Berge (Heidenberg, Fischbacherberg, Häusling, Giersberg, Wellersberg, Rosterberg, Siegberg) mit seinem Siegtal.

Ein besonderer Aspekt des Motivs liegt in der dreidimensionalen Tiefenwirkung auf der zweidimensionalen Betonfläche. Diese erreichen die Verfasser durch das - allerdings umgekehrt als üblich - angewandte Farbspektrum der Höhenschichten in Verbindung mit ihren Schatten.

Durch die Inversion (Umkehrung) der Höhenstruktur ergeben sich aus den Bergen die Täler und aus der ursprünglich am tiefsten liegenden Sieg die "höchste" Ebene für den Betrachter. Dieses Konzept bildet die Grundlage für den Titel inverSieg - das inverse Siegen.

Das grün-blaue Farbspektrum bezieht sich sowohl auf die Patina der Bronzestatuen Henner und Frieder als Wahrzeichen auf der Brücke als auch auf die präsente Begrünung im Stadtgebiet.

Der Entwurf besticht durch seine Eigenständigkeit, seine scheinbar einfache, aber sensible Präzision und gleichzeitig durch seine unverwechselbare Identifikation mit dem besonderen Ort.

[Verfasserin: Dr. Patricia Merkel, Jurymitglied]

Aus der Entwurfserläuterung der Arbeitsgemeinschaft Au34 (Julian Iseli, Lisa Pfeifer und Luisa Schmidt), 2019

"'inverSieg' verbildlicht Siegens Topografie. Invers bedeutet umgekehrt. Täler werden zu Bergen und Berge zu Tälern. Die Sieg wird demnach zur 'höchsten' Ebene für den Betrachter. Eine Orientierung bietet das als goldener Punkt dargestellte 'Krönchen' der Nikolaikirche, das Wahrzeichen Siegens. Wir erhoffen uns durch diese Gestaltung eine Belebung und eine Transformation des derzeitigen 'Unortes' zu einem Ort mit Qualität inmitten der Innenstadt­­­.

Wir erhoffen uns durch diese Gestaltung eine Belebung und eine Transformation des derzeitigen 'Unortes' zu einem Ort mit Qualität inmitten der Innenstadt­­­".

GPS-Koordinaten (Breiten- und Längengrad):
50.874549, 8.019563

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