UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

27. September 2019 bis 26. Januar 2020: Lena Henke - "My Fetish Years", Ausstellung im Museum für Gegenwartskunst Siegen

Lena Henke, "UR Tritt", 2019, (c) The artist, courtesy Bortolami, New York. Photo John Berens
Lena Henke, Ur-Mutter, 2019 Foto: Museum für Gegenwartskunst Siegen
Lena Henke, "Aldo Rossi's Sleeping Elephant", 2018 Photo by Gunnar Meier

8. Förderpreis zum Rubenspreis der Stadt Siegen

Lena Henke (geboren 1982) heißt die neue Preisträgerin des 8. Siegener Förderpreises zum Rubenspreis 2019. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 5000 Euro sowie eine Ausstellung und eine Publikation verbunden. Die festliche Preisverleihung findet am 27. September 2019, um 18.00 Uhr im Museum für Gegenwartkunst Siegen statt. Anschließend eröffnet dort die Ausstellung "My Fetish Years" mit Arbeiten der Künstlerin aus den letzten zehn Jahren ihres Schaffens.

Ein grellgelber Körper, gefertigt aus wetterbeständigem, synthetischem Kautschuk - ebenso schlafender Elefant wie postmoderne Architektur; ein knallroter Huf aus Forton, changierend zwischen Pferdefuß, Baumstamm und Ziegelstein; dazu eine skulpturale Familienaufstellung in tiefviolettem Gummi gegossen – zugleich Portrait einer Sammlung figurativer Plastik des 20. Jahrhunderts.

Lena Henke (geboren 1982 in Warburg, lebt und arbeitet derzeit in New York) arrangiert ihre vielfältigen, skulpturalen Arbeiten oft in umfangreichen Rauminstallationen. Ihre Kunstwerke erinnern an Städteplanung und Land-Art, sie greifen Themen wie interhumane Beziehungen, Sexualität und Fetischismus auf. Stets unterwandert Henke dabei auf spitzfindige Weise und mit einem humoristischen Unterton die patriarchalischen Strukturen der Kunstgeschichte. Mit Strategien der Intervention, Aneignung und Kontrolle untersucht die Künstlerin ihre Werke im Verhältnis zu sich selbst und ihrem familiären Umfeld. In ihrer Formsprache finden sich Referenzen auf den Minimalismus, die sie mit surrealistischer Motivik verbindet. Auf diese Weise untersucht Henke das Straßenleben und ergründet die Ideen von Städteplanern und Stadttheoretikern wie Jane Jacobs, Roberto Burle Marx als auch Robert Moses.

Zur Ausstellung

Die Ausstellung "My Fetish Years" im Museum für Gegenwartskunst Siegen versteht sich als Blick zurück nach vorn. Die bisher umfassendste Einzelausstellung der Rubensförderpreisträgerin liefert einen Überblick zu zehn Jahren künstlerischem Schaffen. Zudem werden neue Werkgruppen speziell für Siegen entstehen und künstlerische Fragestellungen mit einem Ausblick zusammengeführt.

Ausstellungseröffnung

Freitag, 27. September 2019, 18.00 Uhr

Begrüßung

Thomas Thiel, Museum für Gegenwartskunst Siegen

Preisverleihung

Preisverleihung durch Steffen Mues, Bürgermeister der Stadt Siegen

Laudatio

Stefanie Böttcher, Kunsthalle Mainz

Museum für Gegenwartskunst Siegen

Zum Museum für Gegenwartskunst Siegen ... 

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