UNIVERSITÄTSSTADT SIEGEN

4. November 2018 bis 10. März 2019: Ausstellung "Sigmar Polke und die 1970er Jahre" im Museum für Gegenwartskunst Siegen

Im Fokus: Sigmar Polke Ausstellungsansicht Museum für Gegenwartkunst Siegen, Sammlung Lambrecht-Schadeberg
Sigmar Polke und die 1970er Jahre Ausstellungsansicht Museum für Gegenwartskunst Siegen
Sigmar Polke, Strahlen Sehen, 2006/2007 Sammlung Lambrecht-Schadeberg / Rubenspreisträger der Stadt Siegen Museum für Gegenwartskunst Siegen (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2018

"Sigmar Polke und die 1970er Jahre" wirft mit mehr als 350 Exponaten einen kaleidoskopischen Blick auf Polkes künstlerische Produktion sowie sein Netzwerk in jener Zeit. Zu sehen sind ca. 200 Fotografien von Sigmar Polke sowie rund 100 fotografische Arbeiten von Künstlern aus Polkes Netzwerk. Zudem werden 35 Gemälde bzw. Arbeiten auf Papier und einige Filme präsentiert. Ergänzend dazu breitet die Ausstellung dokumentarisches Material wie Magazine, Künstlerbücher etc. aus.

Die Orte des Geschehens sind zunächst der Gaspelshof in Willich bei Düsseldorf, einem Künstlertreffpunkt und zugleich Satellit der Düsseldorfer Szene, danach Zürich mit seiner lebendigen Untergrundszene und zudem Bern als Standort der wichtigen Galerie Toni Gerber und des legendären Kurators Harald Szeemann.

Beispielhaft zeigt sich an den Orten, an denen Sigmar Polke lebte, wie weit verzweigte Verbindungen zwischen Künstlern aufgebaut und versponnen wurden. Ähnlich wie in Deutschland gab es eine starke Aufbruchsstimmung in der Schweiz, allen voran die Aktivitäten der feministischen Künstlerinnen in der Frauenrakete in Zürich.

Die Fotokamera Polkes war bei allen Reisen, Ausstellungseröffnungen, freundschaftlichen Aktivitäten und gemeinsamen Spielen dabei. Das Leben war eine Performance. Und immer ging es ihm wie den anderen Künstlern darum, die künstlerische Produktion und den künstlerischen Habitus neu zu finden. Prägend war die Übertragung der Kritik an bürgerlichen Ordnungen auf die eigene Lebensführung, so dass Kunst, revolutionärer Zeitgeist und Alltag sich gegenseitig durchdrangen.

Die Künstlerinnen und Künstler: Sigmar Polke und James Lee Byars, Balthasar Burkhard, Anton Bruhin, Michael Buthe, Bice Curiger, Barbara Davatz, Radka Donnell, Achim Duchow, Astrid Heibach, Ernst Mitzka, Rebecca Horn, Iwan Schumacher, Christof Kohlhöfer, Urs Lüthi, Manon, Klaus Mettig, Harald Naegeli, Markus Raetz, Ursula Rodel, Stefan Runge, Barbara Schneider, Jean-Frédéric Schnyder, Memphis Schulze, Katharina Sieverding, Katharina Steffen, David Weiss, Max Wiederkehr, Andreas Züst und viele andere, die auf den Fotos zu entdecken sind.

Ergänzend werden in einer Sonderpräsentation 18 Gemälde, zwei Grafikserien und ein Objekt  von Sigmar Polke aus den verschiedensten Phasen seines Schaffens zu sehen sein. Die Arbeiten gehören zum Bestand der Sammlung Lambrecht-Schadeberg/Rubenspreisträger der Stadt Siegen, die dauerhaft im Museum für Gegenwartskunst Siegen beheimatet ist.

Ausstellungseröffnung

Sonntag, 4. November 2018, 12.00 Uhr

Es sprechen:

Winfried Schwarz, 1. Vorsitzender des MGK Siegen
Verena Böcking, Stellvertretende Bürgermeisterin der Universitätsstadt Siegen
Eva Schmidt, Direktorin
Christian Spies, Kurator der Sammlung Lambrecht-Schadeberg

Begleitprogramm

Das Begleitprogramm finden Sie im Veranstaltungskalender des Museums für Gegenwartskunst oder im Ausstellungsflyer.

Katalog

Ein Katalog erscheint im Frühjahr 2019.

Museum für Gegenwartskunst Siegen

Zur Homepage des Museums für Gegenwartskunst Siegen ...

 

 

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