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Siegen - Zu neuen Ufern

Wettbewerb "Siegen - Zu neuen Ufern":
Jury wählte Siegerentwürfe aus - Planungsbüros nehmen den Fluss in die Stadtmitte


Die drei besten Entwürfe des freiraumplanerischen Wettbewerbs zur Neugestaltung der Sieg in Siegen-Mitte wurden von einer 20-köpfigen Jury unter Leitung von Prof. Dr. Bernd Borghoff, Universität Siegen, am Freitag, dem 26. Februar 2010, ausgewählt.

Den 1. Preis erhielt das Berliner Planungsbüro Design Loidl, der 2. Preis ging an den Entwurf des Büros YESDESIGN LANDSCAPES, Wien, den 3. Platz belegte das Büro Pola, Berlin. Prämiert sind die Plätze 1 bis 3 mit 11.000, 7.000 beziehungsweise 4.000 Euro.

Der Vorschlag des Ateliers Loidl überzeugte die Jury durch seine "sachliche, klare, robuste und konsequente Gestaltung, die einen großzügigen öffentlichen Raum von hoher Aufenthaltsqualität und Nutzungsqualität ausbildet und die Sieg im wahrsten Sinne des Wortes in die Mitte nimmt." Wichtig war der Jury ebenfalls, dass "Loidl" die Brückenverbindung zwischen Ober- und Unterstadt "mit einer hohen, einladenden Orientierungs- und Funktionsqualität" ausgestattet hat.

Der Entwurf des Büros Yes Design zeichnet sich laut Jury durch die originelle Verteilung der Fußwege auf mehrere, nämlich insgesamt fünf Überwegungen, über die Sieg aus. "Das vielleicht etwas modische auf jeden Fall junge und frische Design", so die Jury in ihrer Begründung, "verzichtet auf eine dominante, eindeutige Platzformlösung. Es entstehen vielmehr vielfältige Aufenthaltsmöglichkeiten auf beiden Ufern, die Bezug nehmen zum vorhandenen und weiterzuentwickelnden Fußwegesystem der Innenstadt." Die massiven Brüstungen wurden vom Preisgericht allerdings sehr kontrovers diskutiert.

Am Entwurf des Büros Pola, Berlin, gefiel der Jury insbesondere die "differenzierte Interpretation der Flußufer, wobei das Ostufer - wie heute auch - städtisch und hart gestaltet wird, während das Westufer insbesondere landschaftlich und mit organischer Formensprache ausgeprägt ist."

Bei der Sitzung vom 26. Februar handelte es sich um die zweite, ganztägige Diskussion unter Experten aus den Bereichen Städtebau, Architektur und Landschaftsplanung, Vertretern von Politik und Verwaltung sowie Vertretern bürgerschaftlicher Interessengruppen. Zwölf Entwürfe waren für den Wettbewerb "Siegen - Zu neuen Ufern" zugelassen worden, sechs davon standen für die zweite Jurysitzung zur Bewertung an.

Bürgermeister Steffen Mues hob in seiner Erklärung zur Juryentscheidung die " extrem konstruktive und professionelle" Arbeit des Gremiums hervor Mues: "Wir haben in beiden Sitzungen [...] intensiv und sehr ernsthaft über Gestaltung, aber auch über Funktionalität und vor allem die Verbindung zwischen Unter- und Oberstadt diskutiert. Nach Auffassung aller Teilnehmer waren die Vorschläge, die die Neugestaltung des Maria-Rubens-Platzes zum Inhalt hatten, nicht preiswürdig." Besonders erfreut zeigte sich der Bürgermeister, dass die Festlegung der Plätze 1 bis 3 von der vielköpfig und heterogen zugesammengesetzten Jury einstimmig getroffen wurde.

Bild: Jury
20 Fachleute berieten sich in der Jury des Wettbewerbs "Siegen - zu neuen Ufern", bis die drei Siegerentwürfe stattfanden.

Nach der Entscheidung der Jury folgen nun im April Vergabegespräche mit den drei Erstplatzierten. Anregungen der Jury können im Zuge dieser Verhandlungen noch berücksichtigt werden.

In der Sitzung des Rates vom 16. Juni soll die abschließende Entscheidung fallen, welcher Entwurf weiter verfolgt wird. Dieser wird dann Grundlage des Förderantrags, mit dem sich die Stadt Siegen für den 3. Stern im Zuge der Südwestfalen Regionale 2013 bewirbt.

Ausstellung im Rathaus Siegen


Bereits am Dienstag, den 9. März 2010, wird um 17.00 Uhr im Rathaus Siegen, Ratssaal, eine Ausstellung aller eingereichten Wettbewerbsbeiträge eröffnet. Zur Ausstellung sprechen Bürgermeister Steffen Mues und Dirk Glaser, Geschäftsführer der Regionale-Agentur. Die Preisträger des Wettbewerbs werden anwesend sein. Die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an der Ausstellungseröffnung teilzunehmen. Die Entwürfe werden bis Ende März im Foyer des Rathauses Siegen zu den üblichen Öffnungszeiten der Verwaltung zu sehen sein.

Bild: Trennlinie
Kontakt: Stadt Siegen • Medien- und Öffentlichkeitsarbeit 
Astrid Schneider  (Pressesprecherin) • Dr. Sabine Schutz



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Bild: Zwei überlebensgroße Standbilder haben ihren Platz am Brückenkopf der Siegbrücke: Hüttenmann und Bergmann

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Ausschnitt aus der Sonderveröffentlichung 'Siegen - Zu neuen Ufern', Ausgabe Nr. 1, September 2011