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KrönchenCenter

Vom "Tietz" zum Treffpunkt für Kultur und Medien


Bild: Die Eröffnung des Kaufhauses ´Tietz` zog 1928 Tausende von Menschen anEin Blick zurück in die Geschichte: Von 1928 bis Ende 1999 diente das Gebäude als Warenhaus; der erste Name war "Tietz", dann - die längste Zeit - "Kaufhof". Zuletzt ging man ins "Kerber". Nachdem der Vorhang auch über dieses Kapitel fiel, wurde die "Wiederbelebung" des geschichtsträchtigen Gebäudes in den folgenden Jahren zur Top-Priorität der Stadtentwicklung. Die Bemühungen der städtischen Projektgruppe "Reaktivierung Kaufhof" waren schließlich von Erfolg gekrönt: Am 22. Dezember 2004 konnten die Projektgesellschaft Heidenberg (inzwischen: Projekte für Siegen) und die Stadt Siegen die Immobilie zum Teileigentum erwerben. Der nächste Schritt war konsequenterweise die Entwicklung eines Nutzungskonzepts durch die neuen Eigentümer, das einen Mix aus Einkauf, Kultur und Kommunikation vorsieht - Startschuss für eine neue Ära in der Geschichte des Kaufhofgebäudes.

Fritz Busch mit Hans Pfitzner bei der Vorbereitung der Stuttgarter Aufführung der Oper ´Palestrina`, circa 1920. [Quelle: Brüder-Busch-Archiv mit Brüder-Busch-Gedenkstätte im Max-Reger-Institut/Elsa-Reger-Stiftung.]Nachdem bereits seit Ende November 2006 ein Dornseifer-Frischemarkt im Basement seine Toren geöffnet hat, wodurch das Versorgungsdefizit der Oberstadt für den Bereich Lebensmittel ausgeglichen werden soll, werden im 1. bis 3. Obergeschoss auf insgesamt rund 6.000 Quadratmetern Fläche die städtischen Institute Bücherei, Volkshochschule und Stadtarchiv einziehen. Die übergeordnete Idee ist, die bisher im Stadtgebiet verteilten Einrichtungen - zu denen auch noch die wissenschaftliche Bibliothek des Siegerlandmuseums sowie die "BrüderBuschGedenkstätte" (bislang in der Oranienstraße) zählen - zu einem kommunalen Kommunikations- und Bildungszentrum zusammenzufassen. Davon, so sind die Verantwortlichen überzeugt, werden alle genannten Kultureinrichtungen profitieren. Denn sie alle hatten bislang mit einer unzulänglichen Unterbringung zu kämpfen, eine zunehmende Belastung für Mitarbeiter/innen wie Kunden/innen. Insbesondere die Stadtbibliothek - bisher im Haus Seel, in Weidenau, Geisweid und Eiserfeld untergebracht - und das Stadtarchiv, bisher in der Oranienstraße, hatten keinen Spielraum für eine dringend notwendige Ausdehnung. Auch für die Volkshochschule bedeutet die Unterbringung von Geschäftsstelle und Unterrichtsräumen an einem Standort eine erhebliche Aufwertung, da mit der zentralen Anlaufstelle die Identifikation der Kunden mit "ihrer" Volkshochschule wesentlich erleichtert und künftig gefördert wird.

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Stadtbibliothek: Leselandschaft und Angebote für bibliophilen Nachwuchs


Die bessere, zentrale Unterbringung wird sich auch positiv auf das Angebot der städtischen Kultureinrichtungen auswirken. Beispiel Stadtbibliothek: Sie wird künftig ihr verbessertes Medienangebot auf mehr als 1.400 Quadratmetern präsentieren. Institutsleiter Ulrich Vollmer freut sich vor allem über die hieraus ergebende Chance, eine wahre Leselandschaft inklusive Lesecafé und Schülercenter zu gestalten. Im Fokus der künftigen Bibliotheksarbeit werden Kinder und Jugendliche stehen. Um ihren Unterhaltungs- und Freizeitinteressen gerecht zu werden, sollen künftig noch mehr elektronische und audiovisuelle Medien (zum Beispiel CD’s) angeschafft werden.

Volkshochschule: Noch größeres Kursangebot macht mobil


Positive Auswirkungen soll das größere Raumangebot am neuen Standort auch für die VHS haben, davon ist Institutsleiterin Anke Homfeld überzeugt. Kurse und Veranstaltungen, die bisher nur eingeschränkt oder wegen des Fehlens geeigneter Räumlichkeiten gar nicht im Programm waren, können zukünftig problemlos angeboten werden. Beispiele sind Gymnastik- und Entspannungskurse.

Stadtarchiv: Entfaltungsmöglichkeiten „en masse“ für alle


Auch für das Stadtarchiv ist der geplante Umzug eine großartige Verbesserung, bedeutet er das Ende der bedrückenden räumlichen Enge des alten Standorts in der Oranienstraße. Das Team um Stadtarchivar Ludwig Burwitz freut sich nicht nur auf ausreichende Magazinräume, um die vielen wertvollen historischen Schriftdokumente angemessen zu beherbergen, sondern auch auf einen großzügig ausgelegten Lesesaal und einen Gruppenarbeitsraum. Hier sollen künftig als zusätzliches Serviceangebot archivpädagogische Veranstaltungen etwa für Schüler und Studenten angeboten werden.

KulturSiegen: Für alle Fälle


In erster Linie Ansprechpartner für alle städtischen Kulturangelegenheiten, vermittelt KulturSiegen den Kontakt zu den eigenständig organisierten Instituten Stadtbibliothek, Volkshochschule, Stadtarchiv, Siegerlandmuseum und Fritz-Busch-Musikschule, wie auch zu Freien Kulturträgern und Vereinen.
Natürlich werden die beliebten und bekannten Veranstaltungsreihen "Sonntagnachmittag um 4 im Schlossgarten", "Siegener Open-Air-Kino" sowie die Ausstellungen und Veranstaltungen in der Städtischen Galerie und die Verleihung des Rubenspreises nicht zu kurz kommen. Durch den Umzug eröffnen sich weitere Veranstaltungs- und Kooperationsmöglichkeiten, wie z. B. die neue Reihe "worldmusic".

BrüderBuschGedenkstätte


Auch die BrüderBuschGedenkstätte findet sich im KrönchenCenter in den Räumlichkeiten des Stadtarchivs und gerät damit weiter in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Die Geschichte der berühmten "Siegener Söhne" ist sehr spannend und die Gedenkstätte einen Besuch wert.

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In den ehemaligen Kaufhof am Siegener Markt zieht wieder Leben ein:
Synergieeffekte und längere Öffnungszeiten


Noch eine Verbesserung: Ein großer Raum, in dem "Events" aller Art wie Vorträge, Lesungen, Tagungen und Konferenzen, aber beispielsweise auch Konzerte stattfinden sollen, wird allen Kultureinrichtungen im Krönchencenter gemeinsam zur Verfügung stehen. Denn die einzelnen Institute sollen eben nicht nur jedes für sich von der künftigen zentralen Unterbringung profitieren. Es sollen sich auch Synergien ergeben, wie Stadtrat Steffen Mues als zuständiger Beigeordneter im Vorgriff auf die Umsetzung der Planungen erklärte: "Durch die räumliche Nähe verschiedener städtischer Einrichtungen besteht die Möglichkeit, in größerem Umfang als bisher gemeinsame Veranstaltungen anzubieten, die Öffnungszeiten zu verlängern und Infrastruktur und Räumlichkeiten gemeinsam zu nutzen." So wird das Stadtarchiv, das bisher aufgrund der Raumnot nur an 2 Tagen in der Woche für die Öffentlichkeit geöffnet war, künftig an 5 Tagen in der Woche seine Türen für "Jedermann" öffnen. Auch die Stadtbibliothek wird deutlich länger als bisher für die Bürgerinnen und Bürger erreichbar sein: Den bislang 32 Wochenstunden stehen künftig 40 gegenüber, einschließlich Samstagsöffnung als besonderes Service-Angebot für Berufstätige.



 

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Markt 25
57072 Siegen


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