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Ausstellungen

Ausstellungssübersicht Siegerlandmuseum

15. Januar bis 12. Mai 2012
Die Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler (ASK) zu Gast
Dagobert Koblenzer: "versetzt"
Siegerlandmuseum im Oberen Schloss 


Eine Abbildung der Hartschaum-Skulptur 'Rotation' zu sehen. © Dago Koblenzer 2011Der Künstler beschreibt seine künstlerische Praxis selbst wie folgt: "Aus alten Spanplatten mit den unterschiedlichsten Beschichtungen schlage ich zum einen 'intuitiv' und zum anderen 'überlegt' Stücke heraus. Die ausgeschlagenen Teilstücke werden mit einem kleinen Versatz in den Bruchstellen zu neuen Formen - Reliefs - aufgebaut. Die Arbeit an den Reliefs dauert an. Für die aktuelle Ausstellung sind aber die meisten Werke in Hartschaum angefertigt. Diese Arbeiten stelle ich zum ersten Mal aus. Die herausgeschlagenen Stücke werden einzeln gesetzt oder zu Gruppen zusammengefügt und damit aus ihrer ursprünglichen Lage räumlich versetzt. Die "ver-rückten" Teile - Reliefs - werden zu eigenständigen Werken, doch die Verbindung zum "Mutterrelief" bleibt zu erkennen. Bei den Werken mit geringer räumlicher Versetzung bleiben die ursprünglichen Verbindungen deutlich sichtbar."

»geplant« Mitte Juni bis Ende August 2012 »geplant«
"Gestochen scharf. Der Kupfertiefdruck von Dürer bis Kirkeby"
Aus der Sammlung Morat, Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg im Breisgau
Siegerlandmuseum im Oberen Schloss


Abbildung: Albrecht Dürer: 'Der Reiter' (aus 'Ritter, Tod und Teufel', 1513)Graphik ist als eine führende Ausdrucksmöglichkeit seit Jahrhunderten geschätzt. Sehr unterschiedlich ist die Art und Weise, wie die erforderlichen Vertiefungen in der Platte zustande kommen. Grob unterscheidet man zwischen den manuellen Stichverfahren, dem Kupferstich und der Schabtechnik, sowie den Ätzverfahren Radierung und Aquatinta. Der Kupfertiefdruck entstand etwa ab der Mitte des 15. Jahrhunderts in enger Beziehung zum Goldschmiedehandwerk; er ist damit jünger als der Holzschnitt. Alle herausragenden Meister werden in der etwa 85 Arbeiten umfassenden Ausstellung vereint. Die Exponate stammen hauptsächlich aus dem Morat Institut für Kunst und Kunstwissenschaft in Freiburg (Breisgau); sie werden durch einzelne Blätter aus verschiedenen Museen ergänzt.

Der Bogen der Ausstellung beginnt im 15. Jahrhundert mit Arbeiten von Martin Schongauer (um 1445/50-1492), der in seinen Blättern aus der Passion selbst flüchtigste Momente festhält, gefolgt von den Meisterstichen von Albrecht Dürer (1471-1528), wie seiner "Melancholia" (1514), der Apotheose des genialischen und denkenden Menschen - kein anderes grafisches Werk ist so ausgiebig erforscht und interpretiert worden. Arbeiten von Lucas Cranach dem Älteren (1472-1553), dem Hofmaler am kursächsischen Hof (Museum Zwickau), sind ebenso zu sehen wie Kupferstiche von Andrea Mantegna (1431-1506) und Blätter des französischen Barockkünstlers Claude Gellée, genannt Lorrain (1600-1682). Die Stecher der Rubenswerkstatt und van Dycks Bildnisradierungen der "Iconographie", die von Schülern ausgeführt wurden (Siegerlandmuseum), waren Vorbild für den herausragenden Radierer Rembrandt (1606-1669), den wiederum der Meister der Stufenätzung, Goya (1746-1828), studierte. Der Reigen wird vollendet durch Arbeiten von James Ensor (1860-1949), dem deutschen Expressionisten Max Beckmann (1884-1950), dem Wegbereiter des Tachismus und Informel in Deutschland, Wols (1913-1951), und dem Dänen Per Kirkeby (*1938).

Die Ausstellung mit etwa 85 Exponaten wird gefördert vom Land NRW und dem Kultursekretariat NRW Gütersloh. Es ist eine Kooperation mit dem Museum der Stadt Ratingen, den Kunstsammlungen Zwickau, dem Weserrenaissance Museum Lemgo und dem Kloster Bentlage in Rheine. Das Siegerlandmuseum kuratiert die Ausstellung, zu der ein Katalog im Kerber Verlag in Bielefeld erscheinen wird.

Hinweis des Veranstalters:
Infolge umfangreicher Bauarbeiten im Oberen Schloss kann ein genauer Termin für die Ausstellung erst Anfang 2012 bekannt gegeben werden.

5. November 2011 bis 29. Januar 2012
"...als der röhrende Hirsch über dem Sofa erschossen wurde -
Neue KUNST für ALLE in deutschen Editionen und Multiples 1961-1975"
Siegerlandmuseum im Oberen Schloss


Plakat zur Ausstellung Alles, was gut und preiswert ist! Nach diesem Motto ließ sich Kunst in den 1960er und 1970er Jahren sammeln. Es war eine "Neue KUNST für ALLE!" - mit neuen künstlerischen und gesellschaftlichen Ideen, ungewohnten Materialien und Formen. Heute weltbekannte Künstler wie Joseph Beuys, Dieter Roth, Daniel Spoerri, Klaus Staeck oder Wolf Vostell beschäftigten sich in dieser Zeit mit der Herstellung von Multiples und Editionen. Ihr Ergebnis war sehr preisgünstig kalkulierte Kunst zum Anfassen, zum täglichen Gebrauch, aber auch zur kritischen Auseinandersetzung für das Publikum, das bunt gewürfelt aus Schülern, Studenten, Angestellten, Hausfrauen und Arbeitern bestand.

Die Ausstellung, basierend auf der Kölner Privatsammlung Kraft, gibt einen kritischen Überblick zum Boom der Multiples und deutschen Editionen in der Zeit von 1961 bis 1975. Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Einzelpositionen werden vorgestellt. Neben den bekannten Namen des internationalen Kunstmarktes gilt es auch Künstler neu zu entdecken, die die Kunst jener Zeit maßgeblich prägten.

Es erscheint ein Katalog im Salon Verlag, Köln.

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+++ Irrtümer und kurzfristige Änderungen vorbehalten. +++



 

Bild: Logo des Siegerlandmuseum mit Ausstellungsforum Haus Oranienstraße

Kontakt

Siegerlandmuseum
im Oberen Schloss

Burgstraße • 57072 Siegen
Telefon: (0271) 23041-0
Telefax: (0271) 23041-20
E-Mail: siegerlandmuseum@siegen.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag
10.00 bis 17.00 Uhr*
Montag: Ruhetag
* Kassenschluss: 15 Minuten vor Ende der Besuchszeit!


pdf-DateiSonderöffnungszeiten an Feiertagen.

Wichtiger Besucherhinweis:
Bauarbeiten im Oberen Schloss

Aufgrund der aktuellen energetischen Sanierung und dringenden Baumaßnahmen zur Substanzsicherung des denkmalgeschützten Oberen Schlosses kommt es ab dem 12. Februar 2012 in unterschiedlichen Zeitabschnitten zu Schließungen diverser Ausstellungsbereiche. Der Museumsbetrieb läuft zu den üblichen Öffnungszeiten weiter. Welche Ausstellungsbereiche aktuell eventuell nicht zugänglich sind, kann an der Museumskasse unter Telefon (0271) 23041-13 jeweils erfragt werden.

Weitere Informationen

... erhalten Sie gern telefonisch unter (0271) 23041-0 oder einfach per E-Mail.